Eij die Pilze giehn

Dieses Jahr ist ein schwieriges Schwammerljahr. Zumindest hier bei uns. Wenn ich gehe, dann ist mein Pilzrepertoire sowieso ein eher eingeschränktes, da ich nur Röhrlinge sammle, außerhalb davon lediglich Pfifferlinge und Parasolpilze. Wir haben großteils Buchenwald, Pfifferlinge habe ich hier noch nie gefunden, einige Male Steinpilze, Maronenröhrlinge, zwei Mal eine Krause Glucke, dann noch wenige Parasolpilze, Goldröhrlinge, den größten Anteil halten Rotfußröhrlinge.

Über einen sehr großen Zeitraum hinweg war das Wetter zu warm, vor allem aber zu trocken für Pilze. Nun, wo es endlich wieder feuchter ist, ist es wiederum nicht wirklich warm genug, so dass die mit Feuchtigkeit recht vollgesaugten Schwammerl ruckzuck zu schimmeln beginnen.

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Keine schlechtes Ergebnis bei einer Erwartungshaltung von Null nach den ergebnislosen Spähgängen der letzten Tage.

Das sind de guten:

Daneben aber gab es noch Unmengen anderer – auch die liebe ich genauso innig, sind sie doch ein ebenso unverzichtbarer Teil einer intakten Natur und die Achtung dafür, die sog ich bereits mit der Muttermilch auf. Ich pirsche nach Pilzen genauso gerne lediglich auf Fototour, wie ich sie in mein Pilzkörbchen lege. Zum Fotografieren hatte ich dieses Mal nur mein Handy dabei und darauf kann ich nur schwer erkennen, ob die Bilder auch wirklich scharf sind, da mein Sehvermögen leider ziemlich nachgelassen hat. Besonders bedaure ich das bei diesem zauberhaft verpilzten Pilz, der so etwas wunderbar surreales hat:

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Ebenfalls ganz bezaubernd sind diese zarten Gesellen:

Bei Knollenblätterpilzen empfiehlt sich sowieso nur das fotografische Sammelkörbchen:

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Die größte Freude bereiten mir Pilzgruppen:

 

Als wäre sie Balletteleven, balanciert hier ein zartes Hütchen nach dem anderen auf dem bemoosten Baumstamm:

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Und dieses Bild einer Pilzgemeinschaft, bei der sich unterschiedliche Sorten einen alten Baumstumpf teilen, ist mein liebstes:

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Wenn man nur dazu bereit ist, sich ohne Vorbehalte, mit Respekt, offenen Augen und Sinnen durch die Natur zur bewegen, gibt es so viel wunder- und prachtvolles zu entdecken, wie es einem schöner auch nicht ganz weit weg begegnen kann.

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Habt ein schönes Wochenende – geht einfach mal wieder raus und lasst Euch ganz einfach auf das ein, was es zu entdecken gibt!

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