Mittwochslyrik: Ohne Worte

Ohne Worte

Gehüllt in meinen Schleier,

in zärtlichem Zwang umfasst.

Gewebt aus meiner Schwäche, meinen Ängsten,

bollwerkgleiche Schutzschicht meiner Tränen,

wehrhaft strömender Lymphe.

Gespeist aus Verletzungen,

gewonnen in zwanghaften Fluchten.

Solltest Schutz sein, jetzt Bindung

in selbstgerechtes Gitterwerk.

Immer schwerer fällt mein Aufbegehren,

habe Angst, haltlos zu fallen,

mich nicht auffangen zu können.

Zwänge meine Lippen

dicht über wuchtige Schreie.

Furcht vor der Macht des Zerreißens.

 

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