2016 – Mein Jahr mit und ohne Wolle

Januar

Der erste Tag des Jahres begrüßt ein Paar Drahdiwaberl-Socken:

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Außerdem endlich fertig: Mein Saami-Doodler:

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Nach Füssen und Schultern/Hals auch Wärme für die Hände durch Dickerchen-Stulpen:

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Der größere Kreis der Familie trifft sich zum ersten Mal im Jahr leider auf dem Friedhof.

Februar:

Long time no knit – aber dann endlich nach dem Start im Juli 2014 nun fertig (es waren nur noch die Fäden zu vernähen …) mein Mini Mania Scarf, der sofort zum absoluten Lieblingsstück wird:

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Wir benutzen daheim ganz viel weiße Farbe auf Holz und ein bisserl Türkis ;). Der Ostereiermarkt im Kloster Maulbronn ist eine einzige Wucht und meine Mutter und ich läuten gegen Monatsende die Flohmarktsaison ein.

März:

Ein Blumentopfosterhasi für das Küchenfensterbrett:

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Wir besuchen das Wollfest in Leimen und haben keinen Photoapparat dabei, halten uns dafür aber an Wollkäufen schadlos.

April:

Ganz verliebt in meine bourettseidige Telima:

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Mein tapferes Kind verliert zwei Weisheitszähne auf einmal und wird zur Belohnung ordentlich bemuttert.

Mai:

Schwupps folgt Athena als zweites sommerliches Oberteil:

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Außerdem geht nix mehr ohne Schlüppis:

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Sehr geniale und inspirierende Ausstellung zur Bekleidung chinesischer Bergbauerndörferbewohnerinnen im Textilmuseum Berk in Ziegelhausen.

Sehr viel Nachdenklichkeit bei und durch die Gedenkstätte Klingenmünster – ganz besonders durch die Frage, wer in der Familie heutzutage einer solch schöpfungs- und menschenverarchtenden Zeit zum Opfer gefallen wäre:

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Juni:

Früher oder später wird er kommen der Winter und dann bin ich mit dem Enzian-Cowl bestens darauf vorbereitet:

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Shirin feiert einen runden Geburtstag und von mir bekommt sie eine Marlene:

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Mein Balkon bekommt ganz viel Farbe mit Sommerstäben:

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Per Zufall bekomme ich ganz unerwartet einen Termin bei einer Diabetesberaterin und treffe in ihr auf einen Menschen, der mir ganz viel Druck nimmt und (in Bezug auf Diabetes) Lebensfreude zurück gibt. Großartig!

Juli:

Aus einem alten Blusenkragen wurde ein sommerliches Armband:

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2 1/2 wunderschöne Tage mit Moorsee, sehr gutem Essen, Museum, Familie, Geheimnissen, sehr viel Natur und dann ein kurzer unaufmerksamer Moment, ein schwerer Sturz, dessen Folgen auch am Ende des Jahres noch nicht beendet sind, sehr vielen weißen und gelben Schutzengeln, einem tollen Krankenhaus mit noch tolleren Ärzten und dem Wissen um eine äußerst tief empfundene Dankbarkeit. Auch darum, im Schock richtig gehandelt zu haben.

Dann werde ich (geplant) am Fuß operiert und irgendwas muss da in der Narkose passiert sein, denn in der Woche danach beginne ich daheim jeden Tag eine Tasse Kaffee zu trinken, ohne Zucker, nur mit Milch. Mit Genuss. Unglaublich deshalb, weil man mich bis dato mit Kaffee jagen konnte.

August:

Der Sommer kommt und bleibt für einige sehr heiße Tage. Mein Fuß heilt, aber die Sorge um das Unfallopfer überdeckt weiterhin komplett alles andere.

September:

Nach temporärer Strickunlust M.U.S.S. ich unbedingt eine Pelernine und ein dazu passendes pelerinistisches Radiokappl haben:

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Nahtlos ran muss ich wieder mal an meinen Wooly Mushroom:

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Kebnekaiseistisch ist ein weiteres Sockenpaar fällig:

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Passend dazu Goldmarie-Slipits für die beste aller möglichen Annas:

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Um das Maß voll zu machen, dann auch kein Vorbeikommen mehr an Schoppersocken:

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Gesundheitlich bin ich endlich die Krücken los, die Heparinspritzen, den Klumpfussschuh und erzähle allen, die es hören wollen und auch denen, die es nicht interessiert, dass keine der Horrorstories, die ich vor meiner Op ungewollt zu hören bekam, sich bewahrheitete. Mir geht es gut und diese Entscheidung war und bleibt auch im Nachhinein genau die richtige. Seid mündige Patienten. Entscheidet für Euch selber und wehrt Euch gegen all das Schlimme, das Dritte so gerne erzählen!

Mein Schätzl und ich besuchen das geniale Wollfest in Straubenhardt und die farbenprächtige Sandra:

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Mit Photoapparat. Und natürlich Wollschätzen für daheim!

Mein Blog wechselt von Jimdo zu WordPress.

Oktober:

Genau 14 Wochen nach der Op laufe ich mit meinem Mann eine 15 km lange Wanderung entlang dem Klosterfilzweg bei St. Oswald. Urlaub. Endlich. Nach genau 2 1/2 wunderschönen Tagen der Anruf, dass unser Unfallerlein wieder im Krankenhaus liegt, dieses Mal mit anderen, nicht minder dramatischen Problemen, die sich wie durch ein Wunder, nach recht kurzer Zeit quasi in Luft auflösen. Gott sei Dank! Und wir sehen Schnee (für uns wird es der einzige in diesem Jahr bleiben).

Wieder daheim Pilze sammeln!!!

November:

Der Nikolaus strickt für meine Lieben Socken:

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Perlendreher für den Adventskalender:

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Trenne mich von sehr vielen meiner Bücher, habe aber noch immer mehr übrig als weg. Räume auf, aus und lasse los. Aus meinen gesammelten Sjöden-Katalogen, die wegen der schönen Bilder zu schade zum Wegwerfen sind, falte und klebe ich Sjöden-Sterne, die nicht nur mir große Freude machen:

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Gewinne bei meinem Lieblingsradiosender zwei Karten für mich und meinen Schatz für „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in 3D und bin vom ersten Moment an ein Kowalski-Fan-

Ein herrlicher, entspannter, leckerer, seelenstreichelnder Tochter-Mutter-Tag!

Ich weiß nun endlich, warum ich mit meinem einen Auge immer schlechter sehe. Ich bin ein Star!

Da muss definitiv was in der Narkose gewesen sein. Damals. Im Juli. Wegen meinem Fuss: Bis dato konnte ich Kaffee nur gerne riechen, nicht aber leiden, und Tatort mochte ich auch nicht. Nun kommt der 1.000. Mein Mann nimmt ihn auf und beim Angucken kann ich mich gar nicht mehr losreißen. Bin gefesselt, gebannt. Infiziert. Fange auf einmal an, deutsche Krimis zu sehen. Was ist da los mit mir?

Das nächste Drama im Familienkreis. Viele Tage mit Bangen und Hoffnung zwischen Leben und Tod und der Erkenntnis, das manchmal das am stärksten schmerzt, was nie war und dass Blut zumindest partiell immer dicker als Wasser sein wird.

Dezember:

Auch für die Vorweihnachtszeit gilt die Devise Up- und Recycling:

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Ich kann einfach nicht damit aufhören, eine verstrickte Strickkugel nach der anderen zu stricken:

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Auch bei den süßen Pilzen ist so schnell kein Ende in Sicht:

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Eine wunderbare Geburtstagseinladung der Herzensfreundin. Viele Gespräche. Gute, traurige, lustige, frustrane, wichtige. Einige Tränen. Viel Stress. Das saugeile Watzmann-Abschieds-Konzert in Heilbronn und ein Wolfgang Ambros, der mich bei seinem zweiten „Gott schütze Euch alle“ losheulen lässt. Ein fieser Schnupfen, der mich für eine Woche aushebelt. Viel Stress. Zwei Mal Weihnachtsmarkt zusammen mit meinem Liebsten. Leckeres Essen. Ein unglaublich entspanntes Weihnachtsfest im Kreis meiner Lieben. Essen, Essen, Essen. Noch ein Geburtstag, ein schöner & guter dazu und es wird noch ein großes Essen geben. Und dann noch mehr Ruhe als jetzt schon.

Nächstes Jahr dann erst mal temporär eine arbeitstechnische Erweiterung. Sehr spannend.

Und eine große Frage: Wo sind all die Vögel hin?

Seit Wochen rund um uns nur 2 – 3 Krähen. Elstern. Und sonst nüscht: Keine Spatzen, keine Meisen, keien Amseln mehr. Kann mich nicht daran erinnern, so etwas schon einmal erlebt zu haben.

Die Welt ist aus dem Tritt. Nicht nur hier in meinem Mikrokosmos, sondern auch im Großen. Neben all dem Persönlichen sind dieses Jahr Dinge passiert, die ich niemals nie nicht für möglich gehalten hätte. Situationen und Personen, die ein mulmiges Gefühl hinterlassen, die Angst machen. Nicht nur für mich, sondern auch um die Welt, wie ich sie bisher kennenlernen durfte. Manches ist auf den Kopf gestellt. Vieles unsicher. Manches macht einfach sprachlos. Und so gerne ich all das Negative loslasse, so gerne möchte ich all das Gute, was ich/wir erleben durften, festhalten. Und natürlich habe ich die Hoffnung, Ende 2017 schreiben zu können, das wirklich ganz, ganz vieles postives rund um uns passierte.

Das wünsche ich nicht nur mir, sondern Euch allen!

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6 Gedanken zu „2016 – Mein Jahr mit und ohne Wolle

  1. Welch ein aufregendes Jahr für Dich. Es macht immer wieder Freude bei Dir über Dein Leben zu lesen, liebe Ev. Unser Jahr ging ähnlich schnell vorbei, mit glücklichen und traurigen Momenten. Mit Abschiednehmen und allem was dazu gehört. Doch in einem bin ich mir ganz sicher. Das Jahr 2017 wird für uns alle ein wunderbares und glückliches Jahr. Und vielleicht haben wir beide auch die Gelegenheit uns mal wieder in die Arme zu nehmen. In diesem Sinne, Dir alles Liebe. Deine Petra

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  2. Liebe Frau Ev,

    als stille Leserin und Strickerin schaue ich hier immer mal wieder vorbei und freue mich über all ihre Ideen, Gedankensplitter und auch mal das „auf den Tisch hauen“.
    Ihr 2016 hat nichts ausgelassen und wie ich sie einschätze haut sie auch so schnell nichts um.
    2017 wird ihr Jahr….ganz bestimmt!

    Wir wohnen hier im Kreis Paderborn (NRW) und unsere Vögel im Garten sind ebenfalls von heute auf morgen verschwunden. Wir haben das Vogelfutter gewechselt (Pestizide?) und neue Häuser aufgebaut…ratlos!

    Ich bin auf das neue Jahr gespannt und hoffe sehr auf ein warmes menschliches 2017!

    Bestes für Sie!
    Andrea

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    • Liebe Andrea,
      Paderborn? Paderborn! PADERBORN!!! Ich fass es nicht :)!!! Sie wundern sich über meine Reaktion? Die Lösung ist einfach: Jahre im Kreis Hövelhof. Ich werf mich weg, denn mein Weg wird immer wieder von dort gekreuzt und meine älteste Freundin wohnt wo? Na klar, Paderborn!
      Herzlichst,
      Ev

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      • Verrückte Welt!
        Wenn Sie mal hier in Ostwestfalen sind, melden Sie sich und wir trinken einen Kaffee zusammen!

        Einen guten Start ins Neue Jahr!

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      • Liebe Andrea,
        das ist eine tolle Idee – sollten wir im Auge behalten. Das gleiche gilt natürlich für auch die die andere Richtung nach Heidelberg ;).
        Herzlichste Neujahrsgrüße,
        Ev

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