Schibotisiert: Teststrick & Soft Socks

In den letzten Wochen hatte jeder Tag zu wenig Stunden, in die sehr viel Leben untergebracht werden musste, sodass mir nichts anderes als digitale Diät übrig blieb. Gerade in den vergangenen vierzehn Tage gab es so vieles, das ich mir auf Seelenseiten während meiner Wege in Bahn, Tram, Bus und zu Fuß notierte, genauso wie daheim in den Minuten zwischen Buch zu und einschlafen – ohne die Zeit zu finden, die Worte in Tinte auf Papier oder wenigstens schnell digital über die Tastatur einhacken zu können.

Ich führte zum ersten Mal eine genau getacktete probatorische Blutzuckermessung über eine gesamte Woche hindurch aus, die überaus interessant war und mir bewusst machte, wie wichtig ein gute ärztliche Begleitung ist; dass meine bisherige dahingehend kontraproduktiv war, habe ich hingegen schmerzlich gemerkt. Ich beschäftigte mich u. a. aber nicht nur mit dem süßen Leben, ich strickte bzw. durfte auch stricken:

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Für Nadine, die Handfärberin, die das wunderbare Schibot Garn färbt, durfte ich ihr Socken-Design „Hula Hoop Cables“ teststricken. Dafür verarbeitet habe ich einen Strang ihrer Soft Socks in der Färbung „Fruit Salad“:

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Diese Garnqualität habe ich bereits für meine Schoppersocken verstrickt, die ich nun den Winter über immer wieder sehr gerne getragen habe: Sehr formstabil, keinerlei Ausfärbereien und das Garn hat auch über einige Wäschen hinweg seine fluffige Haptik ohne Einbußen behalten.

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Das klare und schlichte Design der Socken, so empfinde ich es zumindest, wird durch die Färbung nicht nur getragen, sondern nachgerade hervorgehoben.

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Die Anleitung, die Nadine ab Anfang Februar editieren wird, hat mir in ihrer sorgfältigen und gründlichen Ausarbeitung sehr gut gefallen. Auch und gerade für Sockenstrickneulinge, die ihren Musterhorizont erweitern möchten, kann ich sie sehr empfehlen.

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Wer sich wie ich das Stricken über die Grundzüge hinaus selber per learning by doing beibringen kann, wobei es heutzutage schon alleine durch ravelry und z. B. Youtube so viele unterstützende Möglichkeit wie noch niemals zuvor gibt, sollte sich ruhig an diese angenehme und nicht zu komplizierte Verzopferei heran wagen – besonders dann, wenn das Ergebnis ein solch überzeugend schönes ist ;).

Für Nachschub im Garnkorb ist mittlerweile auch schon wieder gesorgt!

Natürlich sind es wieder Soft Socks geworden und bitte auch ein Auge, auf die Maschenmarkierer in der untere Bildmitte werfen: An schönen Pilzen ist noch immer kein Entkommen für mich :).

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Hier in der Nahaufnahme „Caramel Camel“:

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und „Bumby Flight“:

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Eiskalter Sonnenuntergang in Pastell

Der seit vielen Tagen anhaltende Frost zaubert zusammen mit Sonnenschein ganz zarte & opake Farben in den Tag.

Gerade ging die Abendsonne in absolut spektakulären pastelligen Farbtönen unter – diese Fotos sind ohne Filter gemacht, mit einer ganz einfach automatischen Einstellung, ohne jegliche Veränderungen von meiner Seite aus und sie zeigen genau das, was wir sahen:

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Der Freitagstexter – Säbelschwingend den Gewinner umreitende Kosaken!

Einen ehrfürchtig schnauzbärtigen Kasatschok, denn wir haben einen neuen Pokalisten:

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„Jelena Sergejewnas Kugelstoßkarriere geriet langsam in Vergessenheit“

Trink, Briiiiederchen Bee, trink mit mir einen Kosakenkaffee auf Dein Wohl und dann lass uns in die Steppe reiten mit wehendem Bart!

Um flüssig zu bleiben: Nur 0,1 mmol/l dahinter der 2. Sieger und somit Fastpokalist: bebal mit dem großartigen „Schnürbart“, an dem ich mich vor Lachen beinahe verschluckte.

Als Numero 3 folgt in der Minimalentfernung von weiteren 0,05 mmol/l HoudiniHoudini mit „Seit Kosma für Reiterei und Kasatschok zu schwer wurde, tritt er als Pausenkasper mit Schnauz-Makramee auf.“ – leider fiel Kosma meiner selbstausgelebten Frauenquote zum Opfer!

Insgesamt haben mir alle Kommentare eine wundervoll erheiternde Woche während meinen tristen Wanderungen zwischen den digitalen Dörfern Remote, Citrix und Token ermöglicht. Lachen war tatsächlich noch niemals so wichtig wie gerade in den vergangenen sieben Tagen, die mir mit ihren Getwittern zwischen Hass & Häme deutlich vor Augen und Hirn führten, wie schön muckelich es doch in meiner Kleinkleinblogosphäre ist ;).

Ach ja und bevor ich es vergesse, hier die Antworten, die niemand auf ungestellte Fragen wissen wollte:

  • Ich bin keine Kosakin.
  • Ich heiße nicht Jelena und war nie Kugelstoßkarrieristin.
  • Meine Augen sind von Geburt an ziemlich schlitzig.
  • Den Schnauzbart habe ich mir selber wachsen lassen.
  • Ich habe keine Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen, außer mit mir selbst.
  • Im Moment der Aufnahme dachte ich tatsächlich an die Kosakenkaffeewerbung, die ich noch schwarz-weiß im Fernsehen sah, so ungefähr dann, wenn Bonanza lief, ebenfalls monochrom, und meine Oma mit dem Blumennamen strickend in ihrem Sessel saß, was so ungefähr, wenn nicht noch mehr Jahrzehnte her ist.

Lesen Sie wieder rein, wenn es am Freitag, den 20. Januar 2016, bei bees zynaesthesie die nächste Freitagstexteraufforderung zu einem bestimmt sehr anregenden Photo geben wird.

Lesen, texten, weiter machen, leben und viel Spaß dabei – ganz egal, wer und wo Ihr seid!

 

Der Freitagstexter

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Tusch & Trommelwirbel – Frau Creezy von holy fruit salad! ist die 1. Pokalistin von Der Freitagstexter des Jahres 2017!

Hier muss ich mal kurz innehalten und meiner Freude darüber Ausdruck verleihen, dass es sie immer noch gibt, die Bloggerin/den Blogger und dass nicht schon alle vom Blog weg hin zu FB, Twitter, Instagram verschwunden sind. Blogland ist ja nun auch schon seit Ende 2004 meine Zweitadresse und in den Jahren seither hat sich so unglaublich viel verändert und erneuert, dass mir manchmal ganz blümerant wird ob der vielen neuen Möglichkeiten. Ist das jetzt schon Altersrenitenz, dass ich mich nur hier digital auslebe? Piepsegal, mir gefällt es so und schließlich und endlich ist am Ende der Inetzeit noch so viel anderes ausfüllendes Leben übrig ;).

Aber bevor ich nun noch mehr abschweife, mache ich eine Kehrtwende zur 2. Freitagstexter-Pokalistin dieses Jahres, nämlich moi. Und ich kann Euch sagen, ich freu mich immer noch wie blöde, denn damit hatte ich nunmal überhaupt nicht gerechnet, weshalb ich bis gestern Abend nicht den geringsten Gedanken daran verschwendete, was für ein Photo ich denn nun auswählen würde im Fall der Fälle. Ungezählte Bilder habe ich seither in Händen gehalten – alte, neue, scharfe, bunte, monochrome, zerknitterte, eingeklebte und mich durch noch viel mehr despektierliche, süße, hintergründige, lustige, langweilige hindurch geklickt. Fünf davon kamen in die Endrunde, davon alleine zwei richtig alte Familienaufnahmen. Dann kam die Sinnfrage und ob dazu überhaupt jemandin/jemandem einer einfallen würde und weil man gar nicht genug lachen kann, besonders in diesem Jahr, das ganz bestimmt noch in die surrealen Annalen des Absurden eingehen wird, bitte schön, dürft Ihr Euch hieran austoben:

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(Oh je, was passiert, wenn nur ich darüber lachen kann und sich dann womöglich gar keine 3. Pokalistin/3. Pokalist finden lässt? Dann sind die Medien schuld. Definitiv.)

Die geneigte Leserin/der geneigte Leser kann sie HIER noch einmal nachlesen, die Freitagstexterregeln. Kommentiert werden kann mit der Kommentarfunktion hier unten drunter bis zum kommenden Dienstag, den 17.01.2017, 23:59:59 Uhr, und bitte nicht anonym, sonst kann der Pokal nämlich nicht weitergereicht werden und das wäre doch wirklich sehr schade!

Freitagstexter-Pokal

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Hach, ich bin ganz entzückt, denn Karlemanns Fußnote und die überaus bewegliche Jette haben mir bei der entzückenden Frau Creezy zum Freitagstexter-Pokal verholfen.

Ich freu mich so!

Jetzt verschwinde ich aber erst mal in die mehr oder minder alten Photos und kann mich schon jetzt nicht entscheiden, was da morgen, denn dann ist schließlich wieder Freitag, für ein Bild erscheinen wird:

Nehm ich das alte Familienbild, auf dem meine Oma meinen Papa bebrütet, im Kreise der Anverwandten strickt und zum Glück noch nicht weiß, was für ein Eheleben sie erwarten wird? Oder nehm ich das von mir auf dem Topf oder das Baby-Fluppen-Bild. Oder? Oder? Oder?

Na, ich lass mich einfach mal selber überraschen.

Bis morgen dann!

 

Feuerwerk-Stern (… und kein Ende in Sicht)

Dachte ich beim Fliederduft-Stern noch, dass es reichen würde, einen weiteren zu stricken, um diesen (den fliederduftigen) meinem Manne wieder zu entreißen, habe ich nun den Salat – äh, Stern:

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Das zweite Kissen ist fertig und es bleibt genau da, wo es ist. Daheim. In den Fängen meines Gatten.

Muss ich also noch einen dritten anschlagen, denn der, der wird dann endlich auf die Reise gehen dürfen!

Aber jetzt mal zu den Farben: Sind die nicht der absolute Knaller?! Zum Vergleich sah so der SpinningMartha-Strang „Regenbogen“ ungewickelt aus:

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Und weil es so schön hier ist, hier auch noch ein Bild von der anderen Seite:

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Technische Daten:

1 Strang SpinningMartha Merino 100, 100 % Merinoschurwolle Superwash, 100 g = Lauflänge 400 m, Färbung „Regenbogen“

1 Nadelspiel (6 Nadeln!) 2,5 mm

2 Rundstricknadeln 2,5 mm

Füllwatte

2 Perlmuttknöpfe von AU CHTI BOUTON

Anleitung: Sternkissen – Asteriks von Gudrun Ohle

Länge meiner Kissen zwischen zwei Sternspitzen: 40 cm

Schnee

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Schnee hat und wird für mich immer etwas magisches an sich haben. Für alle die, die ihn nicht mögen, tut es mir leid, denn ich mag ihn einfach. Noch lieber ist er mir natürlich in der Vorweihnachtszeit, aber was will man machen, wenn ausgerechnet dann keiner fällt?!

Natürlich ist Schnee schöner, wenn man noch ein Kind ist, nicht voller Verpflichtungen steckt, denen man nachkommen muss, ganz egal, ob das Wetter mitspielt oder nicht. Und Zugfahren bei Schnee ist hier bei uns so ein bischen wie Russisch Roulette: Wird er kommen der Zug oder nicht und wenn ja, wann?

Grundsätzlich aber geht es mir bei der ersten Schneeflocke im Jahr genau so, wie Frau Uhlemann mich Latzhosenträgerin in der 1. Klasse unten rechts zeichnete:

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Noch immer möchte ich jede Flocke draußen und mitten drin mit weit ausgestreckten Armen begrüßen und den Schneeflockenduft in der Luft ganz tief in mich hinein atmen.