Gelesen: „Roter Schmetterling“ und „Kinder, Koks und Limonade“

Nun, dann fang ich mal mit dem besseren der beiden Bücher an:

Roter Schmetterling von Sam Eastland:

Dieses Buch ist eines aus der Reihe rund um Inspektor Pekkala, dem Smaragdauge des letzten russischen Zaren, und haben so auch einen historischen Hintergrund. Dies ist mein zweites Buch aus dieser Reihe und ich habe es nicht chronologisch gelesen, was, wie ich finde, auch gar nicht so schlimm ist, da es Erklärungen zu zeitlich vorherliegenden Ereignissen gibt und sich so der Erzähl- und Spannungsbogen jederzeit prächtig hält. „Roter Schmetterling“ ist der bisher letzte auf Deutsch erschienene Band der Reihe und dreht sich inhaltlich rund um das Bernsteinzimmer. Natürlich gibt es zum Ende einen ordentlichen Cliffhanger, der große Lust auf mehr macht! Verraten möchte ich eigentlich nichts, nur dieses Buch für Krimifans, die auch Interessen an sehr gut verpackter geschichtlicher Weltgeschichte haben, sehr ans Herz legen! Die Schreibweise ist jederzeit sehr flüssig, driftet nie ins triviale ab, sodass ich mich jederzeit auf das Weiterlesen freute. So nach und nach werde ich der Vollständigkeit halber auch die mir noch ausstehenden Bände lesen und freue mich schon jetzt auf den nächsten, denn ich bin doch gespannt, ob darin auch der arg gebeutelte (und meiner Meinung nach wahrscheinlich sehr unterschätzte) Stefanow Teil der Geschichte bleiben wird ;).

Weniger gut gefallen hat mir Kinder, Koks und Limonade von Alice Golding:

In dieser Geschichte überschlägt sich zugegebener Maßen so einiges und manchmal ist sie auch richtig witzig, besonders die Protagonisten sind so gut beschrieben, dass gleich das passende Bild vor Augen erscheint: ich denke da mal stellvertretend an den widerlich trumpesken Schmierlappen Gerrit mit der Propellerzunge, bei dem es mich richtig schüttelte. Zwischen all diesen guten Momenten aber war mir dann doch immer zu viel blubbrig los, blieb die Erzählung mir zu sehr an der Oberfläche, fehlte mir immer wieder mal mehr Tiefe. Das Ende kommt nach all den Gefühlsschwurbeleien sehr schnell und abrupt, manche Handlungsstränge bleiben komplett farblos offen und so einiges konnte ich nicht nachvollziehen – sehr schade! Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten und so denke ich, dass die Geschichte für Urlaubstage, an denen man einfach mal nur gut unterhalten sein möchte, durchaus ihre Berechtigung hat.

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