Gelesen: „Amokspiel“

von Sebastian Fitzek.

Ach, Mensch, Fitzek. Hin und her gerissen bin ich bei jedem Buch von ihm.

Einerseits: Immer gute Stories mit unerwarteten Wendungen. Immer ein gut gehaltener Spannungsbogen.

Andererseits: Immer ein bischen to much von dem, was für die Geschichte nötig gewesen wäre. So in die Richtung weniger ist manchmal mehr. Oder wie ein absoluter Topstar in megakurzem Röckchen. Mit Pailetten. Mit Rüschen. Mit dichtem lange Haar. Natürlich mit Locken. Ultralangen Wimpern. Mörderischen Highheels. Und immer noch was oben drauf auf den Cupcake in der elegant abgewinkelten rechten Hand: Auf dem Frosting ein Topping, drüber ein Schlagsahnetuff über den Salzkaramell läuft, abgesprenkelt mit frisch geschabter Valrhona-Schokolade und darauf Goldflitter, drumrum flattern Schmetterlinge und ein Regenbogeneinhorn spielt Harfe. Einfach zuviel Ecken, Wendungen, Drehungen, Drama, Irrungen – das vollst mögliche Programm.

Letztendlich bleibe ich in der Folge an solchen Kleinigkeiten und den sich daraus ergebenden Fragen hängen:

Gibt es tatsächlich Menschen, die soviel Geld haben, dass sie sich bewusst den narzisstischen Kick geben, mit ihrem Luxusauto vor dem Discounter vorzufahren, dort einzukaufen, den anderne Konsumenten wohlmeinende Hinweise und Hilfestellung zu geben, sich in ihrer Bewunderung zu aalen, nur um den bezahlten Einkauf in die Mülltonne am Ausgang zu kloppen, weil man sich diese Billigwaren nie im Leben selber antun würde?

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