Weltfrauentag

Heut ist Weltfrauentag.

Meiner sieht so aus:

4:45 Uhr aufstehen, zur Arbeit fahren und damit die meiste Zeit des Tages verbringen, statt mit den Menschen, die mir die Welt bedeuten.

Ein ganz normaler Werktag also, leider keine Zeit dazu, ihn in der Badewelt zu verbringen beim kalorienarmen Mon-Cherie-Aufguss oder bei Rosenbeautymasken und -peelings.

Wie jedes Jahr begehe ich diesen Tag mit einer Retroperspekte hin zu den Frauen, von denen ich abstamme: Mama, der Oma mit dem Prinzessinnen- und der Oma mit dem Blumennamen, weiter zu Cousinen, Tanten, Urgroßmüttern. Hin auch zu all denen, die ich leider nicht persönlich kennenlernen konnte, von denen ich nur durch mehr oder weniger Eckdaten weiß.

Und natürlich auch zu mir und meinem Selbstverständnis als die Frau, die ich bin:

Angefangen beim durch die eine Seite der Großeltern erzieherisch für alle Erwachsenen geforderten Knicks bei jeder Begrüßung und meiner Verweigerung des selben im Alter von 6 Jahren, nachdem mir die Dame bei der Einschulungsuntersuchung sehr bestimmt erklärte, dass es für mich gar keinen Grund gäbe, vor irgendjemanden zu knicksen.

Von dort aus hin zu meiner Ausbildung, bei der ich mich gegen die Ansprache „Fräulein“ wehrte, da es ja auch keine „Herrlein“ gäbe.

Einen Katzensprung weiter zu meinem späteren Berufsleben und meinem Kollegen B., der damals bereits in der Hierarchie über mir stand und mir beim Vorbeigehen mit der Bemerkung „Mach mir einen Kaffee, Schätzchen“ auf den Po haute und dem ich versprach, dass er von mir, sollte er mir noch einmal an diesen fassen und/oder mich ein weiteres Mal mit seiner persönlichen Küchenhilfe verwechseln, seinen Kaffee, mit allen darauf folgenden Konsequenzen, über seinen Kopf hinweg serviert bekommen würde. Ging doch!

Bis hin zum Vorstellungsgespräch bei meinem absoluten Lieblingschef, der sich von mir niemals auch nur irgendwas hätte servieren lassen.

On the top mein Mann, dem ich soviel zu verdanken habe – ohne den ich die, die ich heute bin, nicht wäre ♥!

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4 Gedanken zu „Weltfrauentag

  1. *schmunzel*
    Das ist ja nun ein Betrag zum heutigen Tag, der ziemlich anders gestaltet ist als die meisten..
    Hast Du gut gemacht – in jeder Beziehung.

    Liebe Grüße
    E.

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  2. Darf ich es einfach unterschreiben (wobei den Kaffeebringdienst samt Poklopfer bei mir nie vorkam – ich vermisse es auch nicht!)?
    So in etwa was auch mein Weltfrauentag – Aufstehen – Arbeiten – Heim kommen – Mutter und Waschmaschine versorgen – Arztbesuch mit Eiseininfusion – Heim kommen – Mutter und Wasch-/Trockenmaschine versorgen und fast vor dem Bettgehen noch Sohn etwas zu Essen richten (war zu langsam aus der Küche raus gehutscht .. )

    Liebe Grüße
    Brigitte

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    • Liebe Brigitte, natürlich darfst Du einfach unterschreiben ;).

      Ja, ein Wohlfühltag war das gestern für mich in so mancher Hinsicht nicht, sondern er wurde in seinem Laufe sehr anstrengend, aber auch bereichernd und als dann völlig unerwartet die Dame vom Betriebsrat mir eine Rose überreichte, da war ich dann doch sehr gerührt.
      Herzliche Dir,
      Ev

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