Gelesen: Der stille Duft des Todes

von B.C. Schiller.

Ein Beispiel der Katgorie „Traue niemals einem Bestseller der ebook-charts“.

Hinter B.C. Schiller verbirgt sich ein Autorenduo wie bei Iny Lorentz, vielleicht liegt hier die Crux begraben, vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit heißer Feder einen unbedingten Bestseller nach dem Rezept stricken wollte:

3 x harte Eier, 1 Prise schlecht gefärbtes Blond, 2 1/2 x eklig psychopathische Hänflinge, 387 ml Adrenalin und 7/8 weiche Muttersehnsucht kräftig miteinander verrühren und nun bei hoher Durchgangshitze backen, bis sich eine krustiger Schorf bildet, den der Geruch nach Aas umwabert.

Heraus kommt dann als Assoziationscocktail a bisserl Donau-Schimanski, eine milvaeske Chefin, Lucy Ewing mit geheimnisvoller Herkunft, viel Fäkal, ein müder Mark Benecke-Abklatsch, natürlich oberfiese Russen und viele offene Fragen.

Manchmal rettet ein guter Plot fast die ganze Geschichte, in diesem Krimi aber setzt er dem Gewirr aus vielfach offenen (MYSTERYMysterymystery) Handlungsfäden nur eine noch abstrusere Krone auf.

Der Grundgedanke hätte soviel mehr hergeben können!

Notiz an mich selbst:

Und sei der ebook-Deal auch noch so verführerisch, BITTE kein B.C. Schiller mehr! Nicht vergessen, als Wanderhure hattest du das Tote Sommermädchen gelesen und so wie bei Ersterer wird auch bei Letzterer nix besseres mehr rum kommen. Wirklich schade.

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