Die Köstlichkeit des Einfachen: Schakschuka und Aprikosen-Tarte à la Tatin

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Laut dem Duden ist ein Feinschmecker „jemand, der einen ausgeprägten Sinn für feine Speisen hat“. Nun, vielleicht bin ich in einer Parallelwelt eine ausgewiesene Feinschmeckerin, die den Reiz des Besonderen liebt, hier und jetzt aber bin ich wohl mit Fug und Recht eine Einfachschmeckerin, die das Bodenständige, vermeintlich so Einfache, liebt.

Soulfood wird sowas genannt oder auch Hausmannskost. Ersteres gefällt mir besser als Zweiteres, trifft es doch den Nagel auf den Kopf. Rezepte sind das, die einfach nachzuvollziehen sind, ohne viel exotische oder aufwändige Zutaten oder ungewöhnliche Kochutensilien. So, wie halt Mama, Oma, die Tante oder die Mutter der besten Freundin gekocht haben. Ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen oder gar nichts mehr anderes machen zu können als kochen. Und es sind immer Rezepte, die es in unzähligen Abwandlungen gibt – nix drin also mit einer Geschmackslangweilerei damit.

Für mein Schackschuka habe ich Zwiebel-, Knoblauch-, Bleichselleriewürfelchen in Olivenöl angeschmort, mit eingeweckte Tomatenwürfel aufgegossen, kräftig mit Ras el-Hanout gewürzt und alles für 10 Minuten schmoren lassen. Dann habe ich zwei Eier hineingeschlagen, einen Deckel auf den Topf gelegt und alles für weitere 5 Minuten sanft simmern lassen. Salz, Pfeffer und gehackte Bleichsellerieblätter drauf. Leckerst fertig!

Äpfel hatte ich nicht mehr im Haus, so wurde aus der Tarte keine Tarte Tatin, sondern eine mit einer restlichen Handvoll Aprikosen und zwei Nektarinen:

Ich habe einen goldgelben Karamell aus 100 g Puderzucker und 50 g Wasser gezogen, ann den Topf vom Herd genommen und 35 g Süßrahmbutter darin schmelzen lassen. Meine Tarteform habe ich ordentlich mit Butter eingefettet, sie dann mit den halbierten Aprikosen, jeweils mit einer ganzen, gehäuteten Mandel statt einem Kern und mit Nektarienenspalten und weiteren Mandelkernen ausgelegt. Darüber kam das Butter-Karamellgemisch und Blätterteig aus der Kühltheke (Ja, ich steh dazu, ich hab noch niemals Blätterteig selber gemacht – das ist eine meiner kleinen Küchensünden), diesen vorsichtig schön in den Rand und zwischen die Früchte drücken und einige Male mit einer Gabel einstechen. Dann im auf 200° C vorgeheizten Backofen für ca. 35 Minuten goldgelb backen. Nach dem Herausnehmen noch 10 Minuten in der Form lassen, dann auf eine Platte stürzen und am Besten noch lauwarm genießen.

Guten Appetit!

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