Netflixisiert

Ich mag Serien, aber es gibt nicht viele, die durch mein Raster kommen, die ich dann auch wirklich vom Anfang bis zum Ende sehe, ohne ihnen vorab genervt und gelangweilt den Garaus zu machen.

Wenn mir wirklich tatsächlich einmal eine gefällt, ist das einzige daran, was immer suboptimal war ist die Tatsache, dass ich es nie schaffte, wirklich immer alle Folgen zu sehen, weil ich entweder nicht da war oder vergaß die Aufnahmefunktion zu speichern oder da war und das Leben wichtiger war, um überhaupt fern zu sehen oder alles gleichzeitig zusammen.

Via den bravorösen Sohnemann installierte mein Mann vor einiger Zeit Netflix und ich dachte, oh da macht sich jemand mit Marvel ein Freude, was mich so überhaupt noch nicht mal extrem peripher tangiert, aber dann sagte der GoT-Kollege, wenn es schon mal da sei, sollte ich doch mal bei Orange Is The New Black  hinein sehen und nachdem ich ihm zu GoT verholfen hatte, was ein voller Erfolg war, hab ich es beim nächsten Bügeltermin gemacht und war – tja – netflixisiert ;).

Um ob des gesamt großen Serienangebots nicht durcheinander zu kommen und weil ich in dieser Hinsicht vielleicht (ganz bestimmt) auch ein bischen zwanghaft bin, schaue ich aber nicht wild durcheinander, sondern brav eines nach dem anderen. Also blieb ich dabei, obwohl mich die erste Folge etwas irritierte, dann aber doch immer mehr faszinierte. Von der ersten der ersten Staffel bis zur letzten der bisher fünften. Ich hab mich (fast – siehe oben) durchgehend immer wieder ausgeschüttet vor Lachen, aber auch immer wieder, besonders in den Staffeln 4 und 5 bis zum Anschlag geheult. Die größte Entdeckung darin ist für mich die fabulöse Uzo Aduba  – alleine schon wegen ihr hoffe ich auf weitere Staffeln!

Schaut mal HIER rein und hört und seht, was sie zu ihrem Namen sagt.

Diese Frau ist eine Granate und das letzte Mal, dass mich eine Schauspielerin so sehr mit ihrer Darstellung berührte, war Whoopi Goldberg in meinem all time favorite Die Farbe Lila und ich kann diesen Film noch so oft sehen, ich heule immer wieder aufs Neue wie beim allerersten Mal aus tiefsten Herzen. Das ist doch das wirklich wichtigste an Kunst, egal ob Schauspiel, Malerei, Schriftstellerei, Musik, etc., dass sie uns ganz tief drinnen so berührt, dass man nur noch aus Fühlen besteht!

Doch zurück zu Netflix.

Mal sehen, woran ich als nächstes hängen bleibe: Bei „Glow“ oder „Stranger Things“ habe ich hinein geluschert und dann bei der letzten Staffel der „Gilmore Girls“. Ja, die werden es wohl sein. Auch aus Nostalgie, denn das bravoröse Tochterkind und ich haben vor langer Zeit die alten Folgen immer wieder auch zusammen angesehen, wobei sie mir mit diesen neuen bereits voraus ist. Und man kann mich jetzt schlagen oder nicht, ich mag sie immer noch, auch wenn ich in vielen Blogs vor einiger Zeit Unmut las über den Inhalt, über schlank gewordene Protagonisten oder darüber, dass etwas mit Lorelais Gesicht passiert sei – meine Güte, es ist doch nur verfilmte Unterhaltung, die man jederzeit genervt und gelangweilt abschalten kann und wirklich nicht das Wichtigste im Leben.  Wobei ich doch immer wieder, wenn er auftauchte, auf Paris Strickschal in Orange-Lila schaute. War das Brioche?

Oh, ja, wichtiger Hinweis:

KEINER dieser ist ein Affiliate-Link. Ich hab drüber unglaublicherweise freiwillig, ohne Veranlassung und ohne jegliche Gegenleistung geschrieben – ich bin ja so langweilig altmodisch.

 

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