Mein 31. Teezember ist auch der Eure & er kommt von Herzen!

Ihr lieben Mitteegeniesserinnen, ganz besonders, Du liebe Claudia – Alltagsbunt, die Du auch dieses Jahr den Teeblogadventskalender wieder so toll und liebevoll organisiert hast, nun ist er da dieser letzte Tag in diesem Jahr und ich freue mich ganz besonders darüber, Euch heute (hoffentlich) etwas Innehalten und Teegenuss bescheren zu können und zu dürfen.

Meine Güte, wie viele Pläne ich doch für diesen Tag hin und her und wieder hinfort geschoben habe … es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich zum gedanklichen Durchbruch kam, damit das, was ich Euch in den Umschlag gesteckt habe, für mich auch stimmig und definitiv ein Teil von mir für Euch ist.

Der Tee war schnell gefunden. Er ist nicht sehr süß, mehr herb und frisch. Er ist kein zuckriges Ausrufzeichen, sondern soll abschließen und öffnen für Neues. Mit diesem Fazit beendet er mir ein Jahr, das alles war, bloß keine niedliche Torte mit dickem Fondantüberzug. Dafür süß, süß waren die letzten Wochen und auch Tage mit all dem schönen Beisammensein, dem feinen Essen, den Keksen und dem Konfekt, der Ruhe, Besinnlichkeit und dem endlich einmal mehrere Gänge zurückschalten können.

Der heutige Tag wird noch wummern, knallen, gleißen, wird feurig Farben platzen und die Trommelfelle vibrieren lassen. Für viele gehört ein spektakulärer Abschluss zu ihm und der wird ordentlich begossen, bis er da ist, der letzte Glockenschlag und dann geht sie los die Böllerei und das Feuerwerk. Paaaaarty – das Jahr ist vorbei, 2019 da, alles auf Neu!

Nicht bei mir, ich bin kein Partytier. Raketenfontänen und Wirbelglitzerglanzfontänen lassen mich mit „Oh“ und „Ah“ staunen, aber ganz ehrlich, mir persönlich würde eine solch schöne davon reichen. Nicht mehr, das Glitzergefunkel lässt sich eh nicht festhalten. Ich mag die ohrenbetäubende Knallerei nicht, das Pfeifen und Fauchen und auch nicht die dicken Schwaden, die damit einhergehen, die in den Augen und der Kehle brennen. Ohne Glitzer und zumindest einen klitzekleinen Knall kommt Ihr Lieben mir aber trotzdem nicht davon, denn dafür ist sie da, meine Teeknalltüte für Euch. Feste hineinpusten müsst Ihr in den Halm, so fest, bis sie platzt die Tüte, mit einen Glitzerknall, damit Ihr an den Tee kommt!

Ich steh dann am Fenster, stoß an mit meinem Mann, auf die Liebe, das Leben, unsere Familie. Ich schau raus auf die Straße, in die Nacht und lass 2018 noch einmal Revue passieren. Bedanke mich für all das Schöne, das was ich lernen und das was ich durchleben durfte, um heute hier stehen zu können.

Möge es Euch, möge es uns Glück bringen dieses neue Jahr, in das ich Euch mit Euren Blogs hinüber nehme.

2019 ist ein weiteres neues Buch, in das wir mit all unseren Gefühle, Hoffnungen, Träumen, Gedanken & Wörtern hineinschreiben dürfen – es ist gut Euch dabei zu haben!

Auf Wiederlesen, Eure Ev

Etwas was ich nie im Leben benötigte: Stenographie

Der Unterschied zwischen mir und Elisabeth Maul ist, dass sie etwas schätzte und als großartige Fähigkeit für ihr Leben empfand, was mir von Beginn an nur als außerordentlich obsolet erschien: Stenographie.

Nur eine Handvoll Jahre bevor sie noch eine Anstellung als Stenographie-Lehrerin antreten konnte, begann ich meine Lehre und in der Berufsschule war ausgerechnet Stenographie eines der Lehrfächer, für das natürlich auch Tests und Prüfungen abgelegt werden mussten.

Für mich nur ein notwendiges Übel für das ich lernte, weil es der Lehrplan so vorsah. Genau so schnell vergaß ich aber auch alles wieder, weil eben – sic! – nie benötigt, nie auch nur ansatzweise als wertvoll oder bereichernd erachtet.

Ich hatte das Glück, dass meine zwei Chefs außerordentlich technikaffin gegenüber allen neuen Medien waren. Als ich meine Lehre bei ihnen begann, hatte ich bereits auf einer mechanischen Schreibmaschine das 10-Finger-Schreiben erlernt, begann bei ihnen auf einer elektrischen, kurz darauf mit einer elektronischen Schreibmaschine zu arbeiten, um noch einmal kurz darauf an einem der allerersten Schreibcomputer arbeiten zu dürfen und das war wirklich etwas ganz außerordentliches, denn viele meine Mitschülerinnen kamen in dieser Zeit noch nicht einmal über eine elektrische Schreibmaschine heraus. Nahtlos einstellen auf all das konnte ich mich von Beginn an, da ich bereits in der Schulzeit PC-Unterricht hatte und dazu einen Vater, der diese Medium liebte und mein Interesse dafür von Beginn an wach hielt und unterstützte. Diktiert wurde in meiner Ausbildung bereits mit einem kleinen Aufnahmegerät und Cassetten. Sehr selten mal wurden kurze Texte in den Bleistift übertragen, aber auch das machte ohne jegliches Steno keinerlei Probleme.

Schreibmaschineschreiben, das hingegen wieder, konnte ich schnell. Und wenn ich schnell sage, dann meine ich sehr schnell.

Das was Frau Maul zu Wettbewerben berichtet, das hätte ich mit meinen Fähigkeiten auch machen können, aber mal ganz ehrlich, wenn ich eine Eigenheit nicht habe, dann die zur Leistungsmessung. Dieses urdeutsche Streben sich zu messen und Wettbewerbe zu gewinnen liegt mir nicht. Ich verstehe nicht, warum ich, wenn ich irgendetwas besonders gut kann, nach irgendwelchen Auszeichnungen, Pokalen, Podestplätzen streben soll. Es wurde mir immer wieder angetragen, in den 10-Finger-Wettstreit einzutreten, jedes Mal habe ich dankend & lachend abgelehnt. Vor zwölf Jahren und vielen Jahren ohne beruflicher Tastenschubserei musste ich dann doch völlig unvorbereitet einen Leistungsbeweis antreten und bekam danach schriftlich, dass ich noch immer mehr als 600 Anschläge/Minute verbuchen konnte. Ob ich dadurch irgendwelche bemerkenswerte Vorteile im Leben hatte? Ein klares Nein dafür und man wird dadurch auch kein besserer Mensch :). Ich weiß was ich kann, das hat und wird mir immer genügen.

Viel interessanter finde ich, was sich – und ich bin noch einige Jahrzehnte jünger als die aller Ehre werte Frau Maul – in meinem Leben bisher an Änderungen & Neuerungen ergeben hat und noch ergeben wird.

Gerade gestern sprachen wir darüber und ich wünschte, ich könnte das staunende Gesicht meines Vaters sehen, wenn er all das noch entdecken dürfte.

 

Totenstille

Gehe ich durch die Strassen der Stadt zur Arbeit, dann ist da ein Singen und Flattern:

Amsel, Spatzen, Meisen, Rotkehlchen und mehr.

Bin ich daheim, auf dem Dorf, auf dem Land, mit Wald und Feldern und Natur, dann ist da jetzt, genau in diesem Moment eines:

Totenstille.

Kein Flattern, kein Singen.

Das Vogelstreufutter, die Äpfel, der Amaranth, die Futterknödel unberührt.

Nicht nur mein Herz weint dabei.

Und doch lege ich immer wieder, immer frisch aus …

Weil ich die Hoffnung nicht loslasse.

Der 24. Teezember: Ein gesegnetes Weihnachtsfest Euch allen!

Liebe Maike – froh und bunt, liebe Teezember-Mitgenießerinnen, Maikes Blogbeitrag zum 24. Teezember ist ein besonders schöner und so gefallen mir Ihre Karte und auch ihr Tee – ich kann mich nur wiederholen: Ich liebe all Eure Gedanken, Eure Worte, Texte, Eure Kreativität dazu, die mir auch diesen Advent zu einem ganz besonderen gemacht haben.

Warum ich den 24. Teezember erst heute an de 25. Dezember gesetzt habe?

Deshalb:

Verzeiht, dieser gestrige Tag, der hat ganz der Familie gehört ♥ – denn ohne sie und diesen gemeinsam erlebten Tag wäre der Advent, wäre Weihnachten, wäre mein ganzes Leben nicht das, was es ist.

 

Der 23. Teezember mit einem der schönsten Weihnachtstexte

Veronika – Kreativhäxli macht uns heute mit diesem Text, der für mich zu den schönsten Weihnachtstexten überhaupt gehört, ein ganz besonderes Geschenk:

Liebe Veronika, Dein Tee passt ganz besonders gut dazu!

Nun werden wir morgen am Heiligen Abend das vorletzte gemeinsame Teezember-Kuvert hoffen und dann am 31.12. meines und ich hoffe sehr, dass es mittlerweile bei allen Teilnehmerinnen wohlbehalten angekommen ist.

Einen schönen 4. Advent Euch allen!

Der 22. Teezember & vom Geben und Annehmen

Es tut mir wirklich sehr leid, liebe Nicole – niwibo, Deine bezaubernde Teezemberpost hat meinen Briefkasten noch nicht erreicht, aber ich bin zuversichtlich, dass sie da noch unversehrt ankommen wird und dann reiche ich sie nach, großes Versprechen!

Für mich persönlich hat Weihnachten am Mittwoch begonnen.

Ab Mittwoch habe ich meine ersten „Danke für dieses Jahr mit Dir/Ihnen“-Gaben, begonnen am Arbeitsplatz, verteilt. Ich mache das seit vielen Jahren so und ich nenne das wirklich am liebsten „Mein Danke“ und nicht „Weihnachtsgeschenk“, weil nicht alle Beschenkten auch wirklich Weihnachten feiern.

Das Geben, Danken können ist mir ein tiefes inneres Bedürfnis und eine große Freude. Damit ist nicht die Erwartung verknüpft, selber auch etwas zu bekommen. Geben damit zu verbinden, würde es für mich völlig obsolet machen, denn ich mag geben, weil mir danach ist, nicht weil ich mir dafür irgendeinen Gegenwert erwarte. Der Wert ist ja eh durch die Beschenkten das ganze vergangene Jahr da gewesen. So einfach ist das Geben.

So schwer aber kann das Annehmen sein:

Ich wurde mit folgendem Leitsatz erzogen:

„Gebe immer etwas, bedanke Dich immer, wenn Du etwas bekommst, egal was ist es, auch wenn Du es nicht magst, wenn es unangenehm ist. Du schuldest dem Gebenden immer und überall Respekt. So wichtig dieses Geben ist, so unwichtig ist für Dich das Annehmen von Geschenken. Du wirst sagen: Danke, nein, das ist nicht nötig, wirklich nicht, das nehme ich nicht an. Geschenke bekommt man nur an Festtagen, dann darf man sie annehmen. Geben ist immer seliger als Nehmen, denn Du hast alles was Du brauchst.“

Solche Grundsätze implizieren genau eines:

Ein dauerhaft schlechtes Gefühl, wenn man ein Geschenk bekommt, die Überzeugung, selber nicht genug gegeben zu haben. Wenn sich der Schenker ganz und gar nicht abwimmeln ließ, so führte der bloße Anblick des Geschenks zu einem schlechten Gewissen. Irgendwann dann kompensiert man das damit, dass man selber immer größere Geschenke macht, um sich irgendwie zu beruhigen. Wohl gemerkt, immer an andere, nicht an sich selber. Das wäre dann der Gipfel der unverfrorenen Selbstsucht und Gier.

Viele, sehr viele Jahre vergingen so. Bis ich ein Geschenk von einer sehr guten Bekannten bekam, ich mich wand, es nicht annehmen wollte, mich durch und durch schlecht fühlte. Sie aber ließ sich nicht abwimmeln, war voller Verständnis und legte mir mit ihren Sätzen dieses Samenkorn ins Herz:

„Ich wollte Dir mit diesem Geschenk eine Freude machen. Weil ich Dich mag, weil ich davon überzeugt bin, dass Du es verdient hast. Mit Deinem Verhalten nimmst Du mir die Freude weg, die ich alleine schon bei meinem ersten Gedanken daran, beim Aussuchen und beim Weitergeben an Dich hatte. Natürlich darfst Du Freude beim Geben empfinden, genauso wichtig ist es aber, dass Du Freude zulässt, wenn Du wiederum ein Geschenk bekommst, denn damit beschenkst Du auch mich, die Gebenden, in diesem Moment.“

Das musste ich erst einmal sacken lassen, diese Wahrheit begreifen und in mich hineinlassen. Sie drehen, wenden, anprobieren und zulassen.

Diese Satz war einer der Wendepunkte für mein Leben.

Er war eines der größten Geschenke, die ich jemals bekommen habe, denn ich durfte durch ihn mich selber neu kennen- und begreifen lernen.

Einige Jahre sind seitdem vergangen und ich trage ihn wie ein unaufhörlich funkelndes Päckchen in mir – so viel Freude hat er mir geschenkt.

So wie gestern Abend mit der Seelenfreundin. Wir feiern seit nicht ganz so vielen Jahren unser ganz persönlichen Weihnachtsabend, indem wir miteinander essen gehen, genießen, reden, lachen, ja auch das vergangene Jahr Revue passieren lassen und dann tauschen wir unsere Weihnachtstüten aus und diese Freude ist eine reine, denn jedes einzelne Stück, das ich in meine lege, lege ich nicht einfach so hinein, so wie sie es auch nicht mit jedem einzelnen macht, das sie für mich hinein legt.

Freundschaft wärmt das Herz. Immer!

Manche Freundschaft, die wärmt dazu aber auch die Füße 🙂 – Danke ♥!

 

Der 21. Teezember

Liebe Sandra – Einfach Stricken, mit Dir und Deinem Teepost ist mir ein neuer toller Blog auf meinen Reader gekommen.

Die Materialien, die Du gewählt hast, gefallen mir alle außerordentlich gut – auch ich habe dieses Jahr immer wieder Hanfschnur für alle möglichen Möglichkeiten genutzt. Ja, Deine Post gefällt mir wirklich sehr, sehr gut ♥ – angefangen vom Umschlag bis hin zu köstlichen Tee.

Meine herzlichsten Dir dafür!

Der 20. Teezember

Willkommen, liebe Martina, im Kreis der Teezember-Blogger! Martina hat keinen Blog, deshalb gibt es keine Verlinkung, eigentlich aber doch, denn sie schreibt heute bei Claudia – Alltagsbunt zum heutigen Tag über die Intention und das ganze Drumherum für diesen schönen Teetag. Wer weiß, Martina, vielleicht hast Du ja eines Tages doch einen eigenen :)?! Vielen Dank Dir für die schöne Karte, die lieben Worte und den leckeren Tee.