Kopfgeblume

Regulas schönes Blumen-Kopf-Ich und der ganze Frida-Gedanke dahinter hat mich seit dem ersten Lesen nicht mehr losgelassen und so wollte auch ich mich an einer solchen Collage versuchen.

Wann hatte ich das letzte Mal eine Collage gemacht? Es will mir nicht einfallen wann das war, auf jeden Fall im Kunstunterricht in der Schulzeit. Den Kunstunterricht mochte ich immer sehr, richtig gut darin war ich aber nie, erst in der 10. Klasse, beim perspektivischen Zeichnen und der Hinterglasmalerei, da bekam ich zu meiner eigenen Überraschung gleich zwei Mal eine 1, was mich aber mehr verstörte als erfreute, weil ich es nicht verstand und in den Schuljahren danach, da hatte ich leider keinen Kunstunterricht mehr.

Trotzdem mag ich Kunst noch immer sehr, es gibt weniges daran, was überhaupt nicht mit mir spricht, aber jenes welche, liegt ja eh immer im Auge des Betrachters ;).

In den letzten Tagen setzte ich mich zwischen einige Magazin, blätterte, riss aus, schnitt, klebte was mir gefiel, mich ansprach, das war der leichte Teil; der schwierige war, es mit einem eigenen Bild zu verbinden, was mir wirklich schwer fiel. Noch schwieriger aber fällt es mir, es hier hinein los zu lassen, sehr viel schwieriger als gedacht. Aber ich habe noch nie etwas davon gehalten zu gackern und dann das Ei nicht zu zeigen.

Das steht unten rechts in der Ecke:

Die Natur

hat keine 

Eile dennoch

gelang sie

stets ans 

Ziel

 

Nachdem ich im letzten Jahr mit meiner Mutter in Deggendorf die Internationale Papierkunst Triennale – Global Paper IV 2018 besuchte, lässt mich dieses unglaubliche Material mit all seinen noch viel unglaublicheren Möglichkeiten einfach nicht mehr los:

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Nachgekocht: Rosenkohl-Lasagne

nach dem von Magentratzerl in ihrem mir ans Kochherz gewachsenen Blog vorgestellten Rezept.

Rosenkohl gehört definitiv zu meinen Lieblingswintergemüsen, womit ich in unserer Familien leider alleine da stehe, aber frau kann ja rechnen und so habe ich das Rezept einfach für mich „herunterhalbiert“, was wirklich gut funktionierte.

Sehr gut gefallen hat mir das Parfümieren der Milch für die Bechamelsoße, eigentlich so logisch, dass ich mich wirklich frage, warum ich das bisher noch nie gemacht habe?! Verzichtet habe ich auf das Spicken der Zwiebel, die bei mir eine Schalotte war, mit den Nelken, stattdessen habe ich einfach mehr Lorbeerblatt genommen und dazu eine Prise Piment d’Espelette.

Der Cheddar wurde zu einem der milden Käse der Käserei Vogler und der Dijon- zum  feinen Kaisersenf der Senfmühle Monschau.

Frische Lasagneblätter hatte ich nicht, stattdessen aber solche ohne Vorkochen aus dem Vorrat, was sehr gut funktioniert hat.

 

Wunderbrot

Brot habe ich schon immer gerne gegessen und ich bin sehr glücklich und dankbar dafür in einer Zeit aufgewachsen zu sein, als es noch keine unsäglichen Backautomaten, respektive diese gnadenlose Discounterpest gab, vor deren Konkurrenz immer mehr lebensmittelhandwerkliche Kleinbetrieben nichts mehr als die Schließung ihrer oft in den Familien seit mehreren Generationen bestehenden Betriebe bleibt.

Ich mag da jetzt gar keine Grundsatzdiskussion darüber anstoßen, denn ich bin mir der Tatsache sehr bewusst, dass es viele Menschen gibt, deren Verdienste es nicht hergeben (und ja, uns ist es ebenfalls auch schon nicht anders gegangen – vom Brot mal abgesehen, das gab es immer und ausschließlich nur vom Bäcker) anders einzukaufen, aber es gibt auch mindestens so viel andere Verbraucher, die das eben nicht müssen, aber, weil es so schön praktisch ist, alles schön nett eingeschweißt, sauber in Plastik verpackt, mit der Auswahl so groß und Brot immer so schön frisch und warm gebacken (haha) einkaufen ohne darüber nachzudenken, was da in ihren Taschen und Tüten landet.

Fakt ist aber auch, dass es in Deutschland europaweit die größte Discounterdichte gibt und alleine im Radius von 10 km Luftlinie um uns herum kann ich spontan mindestens 20 Supermärkte aufzählen – und das ohne wirklich nachzudenken. Das ist Wahnsinn und ich bin mir sicher, dass dieser nicht ewig so weitergehen wird. Irgendwann werden sie schließen, die ersten Discounter und irgendwann werden sie Wüsten hinterlassen, die ja jetzt schon in den Orten da sind, ohne Bäcker – und damit meine ich richtige, keine Backshops, ohne Metzger, ohne die Möglichkeit, auf einem Bauernhof Milch, Eier, Gemüse zu kaufen. Und erst dann wird das Geschrei und das Gejammere groß sein, aber dann nützt es nichts mehr.

Als wir in unser Dorf zogen, das ist gerade ein bisserl mehr als zwei Jahrzehnte, da gab es hier noch drei richtige, echte Bäckereien und zwei Metzgereien. Mittlerweile keine Bäckerei mehr und auch nur noch einen Metzger, denn dafür aber in hervorragender Qualität, ohne Geschmacksverstärker, chemische Zusätze und in Zusammenarbeit mit Landwirten aus der allernächsten Umgebung. Immer weniger Konsumenten ist aber diese Güte, die man halt nicht geschenkt bekommt, bewusst und sie orientieren sich an genau einem: Dem Discounterpreis, alles so schön sauber und in auch nicht größerer Auswahl eingeschweißt in Unmengen von Plastik, ist aber ganz egal, denn ist vor allem eines: Billiger und wie geil Geiz ist, das weiß der Deutsche, so lange sie halt auch noch da ist, die Möglichkeit, nicht zu vermeintlichen Wucherpreisen auch so reicher Handwerker einzukaufen.

Ich schweife ab.

Zurück zum Brot:

Ja, ich habe schon immer gerne und leidenschaftlich Brot gegessen, von der ersten frischen Scheibe bis zum letzten harten Ranftl. Bei meiner Oma mit dem Prinzessinennamen das Gute mit dem Kümmel von der Hofpfisterei, bei meiner Oma mit dem Blumennamen das Gute selbstgebackene beim Bäcker um die Ecke.

Einig waren sich beide in einem: Keine Scheibe vom Brot abschneiden, so lange es noch warm sei, denn das täte dem Magen nicht gut und dann mache auch trocken Brot noch Wangen rot, außerdem den Kiefer und die Zähne stark und wenn man immer schön auch das trockene noch äße, dann würden sie einem nicht so schnell ausfallen die Zähne. Dieser Ermahnung hätte es bei mir nicht gebraucht, denn ein gutes Brot schmeckte mir, siehe oben, schon immer vom Anfang bis zum Ende gut.

Eine Scheibe Brot, frische Butter drauf, einige wenige Salzkörnle und ein frisch vom Baum gezupfter, reifer Apfel. Ein Hochgenuss! Besonders auf einer Schaukel sitzend und immer einen Bissen vom Brot, einen vom Apfel, dabei die Beine bis in den Himmel werfen und sich darüber freuen, wie schön das Leben sein kann.

Das allererste Brot, dem ich in wahrer Leidenschaft verfiel, war das Paderborner Landbrot, das frisch vom Bäcker zu holen mich meine Mutter oft schickte. Noch warm in der Papiertüte, glänzend in dunklem Braun die Oberfläche mit den in sie hineingestanzten Löchern. Manchmal konnte ich nicht widerstehen und schnitt mir daheim schnell eine Scheibe ab und egal wie warm, Bauchschmerzen bekam ich davon nie.

Die einzige Brotsorte, die nie Leidenschaft in mir weckte, das war, ist, bleibt Vollkornbrot, das ich einfach nicht vertrage. Oh, bei Pumpernickel gar werden mir die Zähne länger und länger und je länger ich kaue, desto pappiger, widerlich süßer und immer mehr und mehr wurde mir die Masse im Mund, die ich einfach nie herunter bekam. Vollkornbrot will mir einfach nicht schmecken, vom nicht vorhandenem Vertragen mal ganz abgesehen … jedes Böhnchen ein Tönchen – von wegen: jedes Korn der Beginn eines großen Konzerts!

Trotzdem probiere ich immer wieder tapfer neue Sorten, so sie mir denn beim Bäcker begegnen, denn schnödes Aufgeben war noch nie meine Stärke. Lange Zähne hin oder her.

Natürlich backe ich auch immer wieder mal selber Brot, aber auch ist es mit mir und dem Vollkornbrot nicht anders.

Nun gut, lange Rede, kurzer Sinn, da ich die Bauckhofsche Philosophie sehr mag, nahm ich mir letztens im Bioladen eine Tüte von dem Wunderbrot oben auf dem Bild mit. Wunder sind was ganz wunderbares und essentielles und vielleicht, so dachte ich mir, bewirkt dieses Brot ja eines bei mir.

Ich entschied mich für die langsame Grundzubereitung, rührte den Packungsinhalt mit kaltem Wasser an und ließ alles über Nacht im Kühlschrank quellen, bevor ich ans Backen schritt.

In der Tüte drin sind 36,5 % Hafervollkornflocken – für mich die halbe Miete, denn Hafer mag ich sehr – und 59 % Saaten, keine Hefe, kein Sauerteig, nur das:

Hafervollkornflocken, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, geschrotete Leinsaat, Sesam, Leinsaat, Chiasamen, Hirsevollkornflocken, gemahlene Flohsamenschalen, Meersalz.

Bis auf das Salz (klaro) alles aus kontrolliert biologischem Anbau. Das ist für mich die andere halbe Miete.

Fühlt Euch so frei, nach dem Brot zu suchmaschinen, um an die Infos zu kommen, die dahinter stecken, sehr interessant, für mich aber mit Sicherheit kein life-changing Brot, auch wenn es echt lecker ist, meine Verdauung dadurch nicht in sehr problematische Gewässer kommt, aber es ist halt von der Konsistenz her anders als das Brot, das ich so gerne esse. Das Feuchte kenne ich von anderen Vollkornbroten, aber der Biss ist sehr angenehm, es sättigt, ohne ein unangenehmes Klumpgefühl im Magen und ja, es ist eine wirklich schmackhafte Alternative, eine, wie ich mir durchaus vorstellen kann, auch in Zukunft nicht unwillkommene Abwechslung in meines Speiseplan.

Dieses Experiment ist ein gelungenes.

Und ja, auch wenn es nervt: Alles von meinem eigenen Geld zum vollen VK selbst erworben, ohne irgendwie geartete Werbeaufträge, ich schreibe darüber, weil es mir gefällt, nicht um irgendjemanden zu bekehren und ich bekomme tatsächlich nix dafür.

Ein Quentchen Glitzer-Cowl

Und noch einmal Sandra Farbenpracht ♥!

Beim (leider letzten) Kurpfälzer Wollfest in Leimen 2017 erstand ich bei ihr ein Duo aus von ihr handgefärbter Merinowolle und einem Knäuel Glitzergarn, aus dem ich mit fester Absicht einen Ringel Dingel-Loop stricken wollte.

Nachdem mein Farbenpracht-Boxy nun fertig war, erschien er mir genau passend dafür, aber, so ist das halt auch mal im Strickerinnen-Leben, ich arbeite die ersten knapp 10 cm, ribbelte dann aber entnervt, weil mir der Spaß dabei fehlte, wollte aber auf die schöne Glitzerkombi nicht verzichten und schlug einfach einen Cowl ohne weitere Anleitung an, bei dem ich je vier Reihen links zusammen mit dem Glitzergarn strickte und im Wechsel dazu vier Reihen rechts ohne Glitzergarn.

Die Glitzerei steht so ganz für sich und nichts lenkt von ihr ab. Fein!

Technische Daten:

1 Strang handgefärbte Merinowolle von Farbenpracht ((100 % Wolle, LL 400 m/100 g)

1 Knäuel Lanartus Galaxy, Color 112, Lote F1215, 100 % Polyester mit klitzekleinen Pailetten, 25 g = 340 m LL

1 Rundstricknadel 3,00 mm

1 Maschenmarkierer

Und hier wie immer das übliche Blablabla:

Mein eigener Mammon, alles selber zum vollen VK erworben und ich schreib drüber, weil es mir so gefällt. Aus die Maus!

 

Ingwerscharfe Hühnersuppe für die Erkältungszeit

Ein perfektes Rezept dafür die Zutaten so zu improvisieren, wie man sie im Kühlschrank und im Vorrat hat, so wie ich es gerne mache.

Zutaten und Zubereitung:

2 l selbstgekochte Hühnerbrühe mit 2 großen und frisch geriebene Knoblauchzehen,1 El frisch geriebener Ingwerwurzel und einer großen, gelben, frischen Chilischote (entkernt und in feine Streifen geschnitten), 1/3 Tl Sambal Oelek und 10 El Sojasoße bis kurz vor dem Aufkochen erhitzen.

Nun Gemüse säubern, schälen, in Ringe oder feine Streifen schneiden. Bei mir waren das:

  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Pastinake
  • 1 nicht zu großer Lauch
  • 1 kleine rote und eine kleine gelbe Paprikaschote
  • 1 Handvoll Brokkoliröschen und
  • 1 Glas Bambusschösslinge in Scheiben

Das Gemüse zur gewürzten Hühnerbrühe geben und alles für 5 Minuten kochen lassen.

In der Zwischenzeit 100 g Glasnudeln mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und für 5 Minuten ziehen lassen. Dann in ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und mit einer Schere in kleinere Stücke schneiden.

2 Hähnchenbrüste (Wenn schon Fleisch, dann bitte unbedingt gesicherte und beste Bioqualität. Nicht dieses aus gequälten Kreaturen in Mastbetrieben, das u. a. voller Medikamenten und Antibiotika steckt, denn auch mit seiner Ernährung kann man dafür sorgen, dass man nicht anfälliger für multiresistente Keime wird) in schmale Streifen schneiden, mit 5 El Sojasoße und 2 El Sesamkörnern gründlich vermischen und dann 2 El Kartoffelstärke hineinkneten. Eine Pfanne erhitzen und die Fleischstreifen in heißem Sonnenblumenöl in zwei Portionen knusprig anbraten.

Glasnudeln und Hähnchenstreifen in die Suppe geben diese sofort servieren und genießen.

Guten Appetit.

Mein wundervoller Farbenpracht-Boxy

Letztes Jahr bei WollLandia in Kieselbronn brachte mir Sandra Farbenpracht eine Testfärbung mit, da mir eine bestimmte Färbung für einen Boxy vorschwebte.

Nun ist er fertig und ich mehr als zufrieden, denn er passt perfekt, trägt sich ob des feinen Garns ganz wunderbar und ich habe vor, ihn auch zu WollLandia 2019 zu tragen, damit sie sich selber davon überzeugen kann ♥!

Die Färbung selber macht mich glücklich: Sie hat nicht ausgeblutet und durch das erste Bad auch gar nichts von ihrer Farbbrillanz eingebüßt, was ja auch nicht immer und überall selbstverständlich ist. Wenn Ihr den Boxy dort also zufällig seht, dann sprecht mich ruhig an, denn ich stecke drin.

Und just an dem Tag, als ich mit der Strickerei begann, entdeckte ich tatsächlich auch noch die mir dazu passenden Boots in einem Sale ;). Wolle und Boots, die gehen halt immer.

Wolle, Anleitung, Zubehör – das alles habe ich zum vollen Preis selbst erworben, ohne einen Werbeauftrag dazu und so möchte ich diesen Beitrag auch verstanden haben. Ich schreibe über das was mir gefällt, ohne dafür irgendwelche monetären oder sachbezogene Bezüge. Ich geb all den schnöden Mammon genau so wie es mir gefällt selber aus.

Technische Daten:

5 Stränge Merino-Seide (80% Wolle, 20 % Seide) von Sandra Farbenpracht gefärbt, LL 400 m/100 g

1 lange Rundstricknadel 3,5 mm

1 Nadelspiel 3,0 mm

1 kurze Rundstricknadel 3,0 mm

1 Maschenmarkierer

Anleitung „Boxy“ von Joji Locatelli

Wolkenstrich

Jedes Mal, wenn ich den Himmel so sehe, was sehr viel öfter passiert, als mir das lieb ist, als wir uns das allgemein überhaupt auch nur bewusst machen, frage ich mich:

  • Sind diese Flugzeuge eigentlich wirklich alle voll besetzt?
  • Gibt es in ihnen tatsächlich etwas, was wirklich diesen Flug unumgänglich macht?
  • Wieviel Treibstoff wird vor der Landung in der Luft und wo abgesetzt?
  • Wieviele Flüge am Tag sind ab wann zu viele?

Erna Schuchardt, Ebenhausen den 28. November 1910

Wenn ich morgens aufstehe.

Wenn es 1/4 7 ist, weckt mich meine Mutter. Da mache ich die Augen auf und sage mein Gebet. Dann biete ich meinen Eltern „Guten Morgen“. Hierauf hüpfe ich aus dem Bett, ziehe die Unterkleider und die Stümpfe an. Hernach wasche ich mich. Das Kämmen aber besorgt meine Mutter. Dann ziehe ich mich fertig an. Indessen steht der Kaffee auf dem Tisch, daß ich eine Tasse trinken kann. Dann sehe ich noch einmal in meinen Ranzen, ob ich die Bücher alle darin habe. Jeden Morgen fragt mich meine Mutter: „Hast du auch nichts vergessen?“ Dann schnalle ich den Ranzen auf den Rücken und mache mich auf den Weg zur Schule.

Ebenhausen den 28. November 1910

Erna Schuchardt

VHS

Ich bin ein sehr grosser VHS-Fan und habe schon viele tolle Kurse belegt, schaffe es aber seit diesen so 35 Jahren auch immer wieder, mich für solche anzumelden, die niemals zustande kommen. So wie dieses Mal experimentelles Häkeln. Ich tröste mich mit dem für traditionelle indische Küche :).

Ein Loch ist ein Loch ist ein Loch-Cowl

Noch rechtzeitig im alten Jahr, als es dann endlich auch nasser und kühler wurde, war dann auch mein „Ein Loch ist ein Loch ist ein Loch-Cowl“ fertig.

Schön groß und lang ist er geworden und so schön weich und kuschelig, dass sich Kopf und Hals-Schulter-Bereich warm und mummelig darin einwickeln lassen.

 

 

 

Von der Seelenfreundin bekam ich auf dem Wollmarkt Kirchheim den linken Strang geschenkt und schon als ich ihn das erste Mal in den Händen hielt, dachte ich daran, genau diesen Cowl zu stricken und kaufte mit den Strang rechts als für mich perfekte Ergänzung dazu.

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Die Anleitung dazu stammt aus dem Heft Stricken und Häkeln Vol. 1 von der Garn Manufaktur, aus dem ich bereits mein Heimathafen-Tuch nachgearbeitet hatte.

Ich strickte den Loop in geschlossenen Runden mit einem Farbwechsel in jeder neuen Reihe und wiederholte den Rapport insgesamt sechs Mal. Insgesamt erschien er mir so allerdings zu schmal, weshalb ich mir von den Färbungen her passende Stränge aus meinem Stash heraussuchte und weitere sechs Rapporte anstrickte, bis er mir von der Größe her endgültig gefiel.

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Ich habe Garne in unterschiedlichen Zusammensetzungen verwendet und auf diesem Bild sieht man ganz gut, dass sie sich unterschiedlich verhalten, denn die erste Hälfte ist lockerer, wirkt insgesamt leichter und die zweite ist kompakter und sorgt so für einen festeren und wärmeren Stand des Cowls.

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Technische Daten:

1 Rundstricknadel 5,0 mm

1 x 100 g Färbung „Blütenmeer“ (Grundfarbe Türkis mit Sprenkeln) von echt michele, Zusammensetzung: 75 % Schurwolle, 15 % Seide, 10 % Leinen, 400 m LL

1 x 100 g Tweedgarn „Donegal“ (Grundfarbe Cremeweiß mit Sprenkeln) von Silkes Wollfactory (von ihr gibt es eine offene FB-Gruppe, bitte selber danach suchmaschinen, da ich FB nicht verlinken mag), Zusammensetzung: 85 % Merino superwash, 15 % Polyamid, 400 m LL

1 x 100 g Färbung „Freudensprenkel“ (Grundfarbe Türkis und diverse Rot-/Lila-Töne), von Zauberwiese, Zusammensetzung: 75 % Wolle, 25 % Polyamid, LL 420 m

1 x Färbung „Bumby Flight“ Grundfarbe Cremeweiß und diverse Blau-/Braun-Töne) von Schibot Garne, Zusammensetzung: 80 % Merinowolle, 20 % Polyamid, LL 400 m

 

Jegliches Zubehör wurde von mir zum vollen VK selber erworben, ohne jegliche Werbegrundlage und/oder -hintergrund.