Ausstellung „Die Kunsthandwerker“ in den Sauerstiftung in Lobbach

Manfred Sauer ist ein Visionär, ein Gönner, ein ganz besonderer Macher – und seine Manfred Sauer Stiftung ist so viel mehr als nur Beratungszentrum, ein Dienstleistungsangebot, ein Restauration und ein Quell der Kreativität.

Macht Euch selber ein Bild davon, wofür er steht, ganz egal ob Rollstuhlfahrer oder Fußgänger, denn hier stehen seine Vision und alle Menschen im Mittelpunkt.

Ich habe hier schon an Kreativkursen teilgenommen, sehr lecker gegessen und unterschiedlichste Kunst genossen.

Dieses Mal die Exponate der aktuellen Ausstellung „Die Kunstwerker“.

Nachfolgend einige Beispiele:

Garry Harrison Hearns Werke sind voller unerwarteter Abstraktionen.

Beim ersten Blick denkt man noch, das Tünde Maar eine großartige Fotografien ist, dabei ist sie eine noch viel großartige photorealistische Malerin!

Ja und dann die Stühle von Ute Mannschott, die das Thema Sitzen auf eine ganz neue Ebene heben!

Lobbach liegt ganz am unteren Rand des Odenwalds, in einer ganz herrlich, sanft hügeligen Landschaft und wenn Ihr in der Nähe seid, solltet Ihr Euch unbedingt mit einem Besuch hier selbst eine Freude machen und dann tragt sie weiter – ich finde, das ist eine der grossartigsten Möglichkeiten Danke zu sagen.

Rosinenwaffeln ohne Backpulver oder Hefe

Zutaten:

250 g Topfen, 50 g Schmand, 80 g Sonnenblumenöl, 40 g Zucker, 6 Eigelb, 6 Eiweiss, 1 große Bio-Zitrone (Saft und abgeriebene Schale), 300 g Mehl, 1/4 l Sahne (ohne Carrageen), 100 g Sultaninen, 100 g gelbe Rosinen

Zubereitung:

Die Sultaninen zusammen mit den Rosinen in etwas Apfelsaft einweichen.

Den Topf mit dem Schmand, dem Sonnenblumenöl, dem Zucker, den 6 Eigelben, dem Zitronenabrieb und dem Zitronensaft gut zusammenrühren. Abwechselnd das Mehl und die Sahne dazugeben. Zum Schluss die gut abgetropften Sultaninen/Rosinen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif rühren, gut unter den Teig heben.

Im Waffeleisen goldbraun ausbacken. Fetten nur vor der ersten Teigfüllung, danach braucht es das nicht mehr.

Taubnesseln

Dass die Brennnessel eine großartige Heilpflanze (ich sage mal Brennnesselnüsschen) ist, sich hervorragend in der Küche verarbeiten lässt (auch gebraten schmecken Brennnesselnüsschen sehr fein) und außerdem eine wichtige Bienenweide und Futterpflanze für Schmetterlinge ist, das machen sich immer mehr Menschen bewusst.

Dass ihre milden Schwestern aber nicht minder wertvoll sind, das ist leider noch nicht so bekannt und so werden Taubnesseln noch immer viel zu oft als Unkraut bezeichnet, obwohl sie schon alleine aufgrund ihrer ausdauernden Schönheit wert wären, einen Platz zumindest schon einmal in blühenden Gärten zu erhalten (mit tatsächlich einer Einschränkung = der Silberblättrigen Goldnessel –

siehe unten).

Die bekannteste der drei Taubnesselschwestern dürfte allgemein die Purpurrote Taubnessel sein:

Wie der Gundermann lässt sie sich als Wildgemüse in der Küche verarbeiten. Ihre süßen Blüten schmücken Salate, Joghurt, Quark.

Wesentlich wüchsiger ist die Weiße Taubnessel:

Auch sie lässt sich gut in der Küche verarbeiten. Für Heilwirkungen aber wurden von ihr nie das ganze Kraut, sondern nur die viel inhaltsstoffestärkeren Blüten verwendet, so z. B. bei Menstruationsbeschwerden oder Durchfällen.

Die schönste und definitiv auffälligste von ihnen ist für mich die Goldnessel, hier in ihrer Varität mit den panaschierten Blättern als Silberblättrige Goldnessel:

So schön sie auch ist, viel verträglicher für unsere Natur, da nicht so wüchsig und viel länger blühfreudig, ist tatsächlich die einheimische Goldnessel.

Die Silberblättrige Goldnessel ist ungemein wüchsig, überwuchert und erstickt regelrecht in der Natur alle anderen um sie herum wachsenden (nicht nur Wild-) Kräutern und Pflanzen, so dass man, möchte man sie in seinen Garten holen, unbedingt einen Wurzelsperre anlegen und Reste von ihr auf keinen Fall einfach in die Natur entsorgen sollte. Das darum, weil die Gefahr groß ist, dass sie bei ungehemmter Ausbreitung unseren verbliebenen Insekten viele Lebensgrundlagen unter sich begräbt.

Die drei Nesselschwestern begegneten mir übrigens am Dorf- und Straßenrand innerhalb ganz weniger Meter.

Augen auf deshalb nicht nur beim Straßenverkehr, sondern auch beim Spaziergang ;).

 

Neues aus dem Garten: Von der Süsse des Durchhaltens

Unser Feigenbäumchen war mal nicht viel mehr als ein kurz vor dem Verdursten stehender und schon ziemlich verdorrt aussehender Setzling neben einer Supermarktkasse. Ich konnte nicht anders, als ihn mit nach Hause zu nehmen und zu versuchen ihn wieder aufzupäppeln.

Das Aufpäppeln gelang, der Setzling wuchs sich zu einem Bäumchen aus, allerdings einem, dem deutlich anzusehen war, dass es keinen guten Start ins Leben hatte. Als ich im letzten Jahr entdeckte, dass es stellenweise vom Zinnoberroten Pustelpilz befallen war, war ich zugegebenermaßen so entmutigt, dass ich kurz vor der Entscheidung stand, das Bäumchen endgültig los zu lassen, aber dann wollte ich doch noch nicht aufgeben und entschloss mich, nach ausgiebiger Lektüre und nicht viel vorhandenem Gartenverstand zum Versuch einer radikalen Pilzentfernungsoperation.

Sie gelang und ich wurde mit zwei kleinen Feigen belohnt.

Noch ein Jahr später nun ist von einem neuerlichen Pilzbefall nichts zu entdecken, dafür aber trägt das Bäumchen, dass nun deutlich erkennbar seinem chen entwächst, mehrere noch klitzekleine Feigenansätze und ich hoffe und wünsche mir sehr, dass das noch viele, viele Jahre so bleiben wird.

Was für eine Freude durchgehalten zu haben!

Ostern reloaded

Ja, ich weiß, Ostern ist für dieses Jahr bereits vorbei, aber ich hab zum Fest zwei so allerliebste Karten bekommen, die man getrost auch jetzt noch zeigen kann!

Liebe Claudia Alltagsbunt – ich freue mich so sehr über diesen wunderschönen Farbenbogen von Dir, der mir bei jedem Ansehen solche große Freude macht! Auch wenn mein Danke verspätet kommt, so kommt es doch von Herzen!

Die Perlhuhnkarte hat meine Mutter gemalt und sie passt einfach perfekt neben die Karte von Claudia.

Sie machen mir beide sehr große Freude.

Da alle guten Dinge drei sind, habe ich noch einen Mediathek-Tipp des Senders 3Sat für Euch:

Reindling, Schinken, Osterfeuer – Österliches Brauchtum in Kärnten

Der Bericht gleich zu Beginn aus der Handarbeitsstube ist so schön für die Augen, wie all die kulinarischen Köstlichkeiten für den Magen ;).

 

Gelesen: „Der Duft von bitteren Orangen“

von Claire Hajaj.

Ich konnte dieses Buch, die Geschichte von Judith, Salim und ihren Familien von Beginn an nur sehr schwer aus den Händen legen.

Ein tiefer, einfach nicht heilen wollender Riss zieht sich durch beide Familien. Der Holocaust, Pogrome, Krieg, Israel auf der einen Seite, Palästina auf der anderen. Mittendrin Menschen auf der Suche nach sich selbst, Sinn, Leben, Liebe, Verstehen,  Heilung, Schmerz, Wut, Hass, Verzweiflung, Rache, Gerechtigkeit, nach der Vergangenheit und der Zukunft.

Diese Geschichte eignet sich nicht dazu, an und um sie herum zu politisieren, da all dies eh nur schwer zu ergreifen, zu begreifen ist, lebte und lebt man nicht in diesen Wirklichkeiten.

Was sich begreifen lässt, ist Salims verzweifeltes Festhalten an der Geschichte, der Familie, Träumen und Wünschen. Und Judiths verzweifelter Kampf, auf diesen Fundamenten eine eigene, neue Welt, Liebe aufzubauen, eine gemeinsame Zukunft.

Großartig, sehr fesselnd und ganz tief hinein ins Mark gehende Literatur.

Unbedingt lesen!

Neues aus dem Garten: Ehrenpreis und Gundermann

In meiner 5-jährigen Kindheit kannte ich ihn noch nicht, den mir damals wahrscheinlich zungenbrecherisch erscheinenden Namen dieses wunderbar klitzekleinen, blaublümigen Kräutleins namens Gamander-Ehrenpreis, das sich hier neben eine Tripmadam gesetzt hat und dort auch bleiben darf.

Wir hatten einen eigenen Namen dafür: Gewitterblümchen. Wir glaubten fest daran, dass, sollten wir eines beim Blumenstraußpflücken versehentlich mit abknipsen, es spätestens am folgenden Tag mit Blitz und Donner einen starken Regen geben würde. Nur die Mutigsten von uns – oder vielleicht die, die aus welchem Grund auch immer, vielleicht mit einer Prise bewusster Bosheit, Wut oder Ärger – rupften ab und an ein Stänglein absichtlich heraus. Ob es am nächsten Tag wirklich regnete, das weiß ich nicht mehr, das Kräutlein aber, das behielt seinen Namen.

Den Gundermann hingegen kannte ich damals schon aus Märchen, denn mit einem Kranz aus dem in einem sanften Violett blühenden Kraut auf dem Kopf, soll man verborgen unter den Menschen lebende Hexen (natürlich böse …) erkennen können.

Das Gund im Gundermann ist ein sehr altes Wort für Eiter und so nimmt es nicht wunder, dass es in früheren Zeiten als Wundheilmittel genutzt wurde.

Findet man es heute in seinem Garten, so sollte man dieses bereits sehr früh im Jahr blühende Kraut als wunderbare Bienenweide unbedingt stehen lassen. Oder aus dem Rasen herausholen und in einen Pflanzkübel umsetzen, denn es wird unermüdlich an Ranken, die bis zu einem Meter lang werden können, über das Jahr hinweg blühen.

Botanisch gesehen, ist der größte Unterschied zwischen diesen beiden Pflanzen, dass der Ehrenpreis ein sogenannter Neophyt, also eine nichteinheimische Pflanze ist, die zu uns aus Asien einwanderte.

Der Gundermann hingegen gehört zu den sogenannten Archäophyten und ist somit ein alter Kulturbegleiter des Ackerbausaatguts über viele tausende Jahre hinweg.

Seine größter Stärke aber ist, dass er in allen Teilen essbar ist. So kann man ihn z. B. frisch aus dem Garten geholt, fein zerhacken und so auf einem Butterbrot essen oder ihn als Zutat für eine Kartoffelsuppe verwenden. In einem alten, englischen Rezept gar wird er vorsichtig getrocknet, sehr fein zerrieben und dann bei starken Kopfschmerzen als Schnupftabak verwendet.

Gönnt Euren Gärten wenigstens und mindestens eine Prise Anarchie, denn wer sind wir schon uns anzumaßen, das was dort wächst gutes in Kraut und böses Unkraut auseinander zu dividieren?! Fängt man erst einmal damit an, das, was darin gewollt oder besser ungewollt zu wachsen beginnt, genauer zu beobachten und Wissen anzueigen, was übrigens noch niemals so einfach wie heute war, ganz egal ob analog oder digital, wird man überrascht von der Fülle an Wissen, Schätzen und – ja – auch Abenteuern darin sein!