Let’s Swing again und dieses Mal rosy!

So wie 2014 schon einmal mit meinen „Noro swings my Cashmere back“:

Die Garnplanung sieht dafür diese wunderschöne Auenleben-Trio von meiner lieben Anna vor:

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Dazu diese Garne, die ich beim Mutter-Tochter-Urlaub 2015 in Memmingen ursprünglich für ein ganz anderes Projekt erstanden hatte, das sich dann doch nicht also so schön erwies, wie es die hochglanzpolierten Bilder im Anleitungsheft erahnen ließen:

Neues aus dem Garten: Schafwolle als Pflanzen-Schutz und -Nutz

Ganz egal, ob man es z. B. als Kälteschutz für das Wurzelwerk eines Balkon-Bonsais einsetzt, den Männertreuen Gewürzlorbeer oder

die selbstgezogenen Tomatenpflanzen:

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Ganz besonders die auf die Erde aufgelegte Wolle von ungewaschenen Schafvliesen unterstützen wundervoll als natürlicher Dünger das Pflanzenwachstum und das fortlaufend, bis sie verrottend in der Erde aufgeht.

Außerdem hält diese Auflage die Erde schön feucht, frisch und verhindert eine schnelle Austrocknung und nicht zuletzt bedienen sich daran auch gerne im Frühjahr die Vögel für den Nestbau als wärmendes Material.

Das erste Mal habe ich von einer solchen Einsatzmöglichkeit vor vielen Jahren gehört, als wir den Schafhof Perl in Rinchnach besuchten, der eine grandiose Fundgrube für alle Schaf- und Wollliebhaber bietet.

Warum alleine schon im privaten Bereich künstlich hergestellten Dünger nutzen, wenn die Natur so viele andere Möglichkeiten bietet?! Und wenn wir schon dabei sind: Über die Abnahme und Nutzung solcher Schafwollvliese freuen sich nicht zuletzt auch die Schäfer, die unsere Unterstützung auch als die Kulturgut- und Naturerhalter, die sie sind, mehr als bitter nötig haben!

Auch in unserer Umgebung finden dieses Jahr wieder Naturparkmärkte statt, auf denen sich nicht nur regional hergestellt trefflich genießen, sondern auch viel über die uns umgebende Natur lernen lässt.

Deshalb immer schön Augen, Ohren, Herz und Hirn für solche Informationen offen halten, sich solche Termine schmecken lassen, tolle Gespräche mit den Erzeugern führen und für den weiteren Hausgebrauch nutzen.

Einen Nutzen davon haben dann alle: Die Landwirte, die Geschöpfe wie Huhn, Rind, Schwein, die Natur und auch wir! Das, was man kennt und wertschätzt, das wird man auch erhalten wollen – diesen Glauben daran, den mag ich einfach nicht loslassen.

 

 

 

Erna Schuchardt, Ebenhausen den 21. Mai 1911

Wenn die Not am größten ist, ist Gott am nächsten.

Das Handelshaus Gruit van Steen war im Beginne des siebzehnten Jahrhunderts eines der angesehensten , reichsten und erstbegündetsten in Hamburg. Inhaber der Handlung war damals Herr Herrmann Gruit, der nach dem Tode des ehrwürdigen Vaters mit der Handlung und dem Hause auch den alten Jansen als Erbstück übernommen hatte, einen goldtreuen Diener des Hauses, mit Leib und Seele, wie sonst dem alten, nun dem jüngeren Herrn zugetan, welchen er schon als Kind auf den Knien geschaukelt hatte. Wenige verstanden das Handelswesen damaliger Zeit bis in seine äußersten Verzweigungen so von Grund auf wie der alte Jansen; daher galt auch sein Wort in der Schreibstube wie das des Herrn selbst.

Ebenhausen den 21. Mai 1911

Erna Schuchardt

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Olga Garnant

Ein neuer Neugablonz-Beitrag bei „Zwischen Spessart und Karwendel“

Zwischen Spessart und Karwendel“ im BR-Fernsehen mag ich sehr – ein Glück für die Mediathek, wenn ich zwischendrin mal eine Sendung nicht gleich sehen kann.

In der aktuellen Folge mit dem Thema „Perlen und Porzellan“ ist herrlicher Weise auch wieder ein alter Schwarz-Weiß-Beitrag von 1958 nicht nur zum Abendläuten in Neugablonz mit dabei.

Meine Großeltern wohnten direkt gegenüber vom Glockenturm der Herz-Jesu-Kirche und so zieht sich das Dröhnen der Glocken durch meine Kindheitserinnerungen; so wie das Bellen von Teddy, wenn immer wir vor der Wohnungstür standen oder das Winken meiner Großmutter aus dem Küchenfensterle. Das Haus zu sehen, noch ganz unverdeckt von Bäumen, das war schön und bittersüß zugleich.

Genau so wie die Anklänge an ihren Dialekt, die auch in diesem Beitrag zu hören war, wie Brohschn für Brosche!

Wenn Euch das Thema interessiert, dann könnt Ihr HIER und HIER mehr zu meinen Erinnerungen an Neugablonz lesen.

Ein Eintrag in meinem alten Jimdo-Blog zu einem sudetendeutschen Gründonnerstagsbrauch, der auch in Neugablonz weiterlebte, vom 23.03.2016:

03/23/16–22:19: Gelobt sei Jesus Christus zum Gründonnerstag

In der Heimat meiner Mutter begrüßte man sich an diesem Tag so und antwortete „In Ewigkeit Amen“ – und wir machen das auch heute noch so.

Neues aus dem Garten: Meisenfütterung

Ganz vorsichtig aus dem Fenster (deshalb auch die Unschärfe der Bilder) in die Feige hinaus fotografiert: Auf dem Bild ganz oben und dem unten rechts sind die gelben Bäckchen zu sehen, die für das Jugendfederkleid der Kohlmeise typisch sind. Sobald sie erwachsen sind, wandeln sie sich in weiße Federwangen.

Auch die Spatzen haben ihre niedliche Brut schon ausgeführt.

Traurig:

Die Nestlinge des Rotschwänzchenpaares wurde total von den Elstern ausgeräumt … so ist halt Natur.

Rote Zipfeljacke

Fertig ist sie, meine Rote Zipfeljacke!

Doppelfädig verstrickt, die Zipfel nicht ganz so lang gearbeitet und links einen schönen Perlmuttknopf mit einem gehäkelten Schlupf am gegenüberliegenden rechten Zipfel, um die Jacke asymmetrisch schließen zu können.

Sehr zufrieden ich bin!

Meine erste grüne Zipfeljacke begleitet mich nun seit bereits stolzen 10 Jahren; jene hatte ich einfädig gestrickt. Für meine rote nun habe ich ganz bewusst das Garn doppelfädig genommen verarbeitet, um ihr so mehr Stand und Festigkeit zu geben. Netter Nebeneffekt ist natürlich, dass sie so mehr wärmt als ihre Vorgängerin.

Beim ersten Entspannungsbad hat das Garn noch recht kräftig ausgefärbt, was aber gut mit einem ordentlichen Schwung Essig zu bearbeiten war. Ich habe es sehr genossen, dieses reine und kräftige Schurwollgarn zu verarbeiten, das auch nach elf Jahren im Stash noch so schön nach Lanolin riecht. Oh, ja, damit waren auch nostalgische Erinnerungen verbunden, denn wer hätte damals ahnen können, dass sich seitdem soviel in der digitalen und auch wolligen Welt verändern würde?!

Technische Daten:

Anleitung: 108-33 Jacket by DROPS design

Größe: L

Garn: Kauni Effektgarn 8/2 art. nr. W-EM (100 % wool, 100 g = ca. 400 m) – von mir doppelfädig verarbeitet

Strick- und Häkelnadel: 5,0 mm

Ein schöner, changierender Perlmuttknopf

Gesamtgewicht: 530 g

 

VHS-Kurs Persische Küche

Gestern Abend war es wieder so weit: VHS-Kochkursabendzeit! Ich nehme sehr gerne an solchen Abendkursen teil, denn abgesehen vom bisher immer leckeren Essen, ist das menschliche Miteinander dort auch immer wieder große Klasse; so durfte ich mit einem sehr netten Tochter-Mutter-Team kochen, was perfekt passte.

Hier ein Übersichtsbild von fast allen fertigen Gerichten:

Für das Safran-Huhn wurde wirklich an Safran definitv nicht gespart – ich mag solche Schmorgerichte sehr und weil es für die Hühnerhaut, die entfernt wurde, keinen weiteren Verwendungszweck gab, habe ich sie als kleines, crunchiges Gimmick zum Drüberstreuen in einer Pfanne ohne weitere Fettzugabe knusprig gebraten, mit Advieh, einer Gewürzmischung, die unsere Kursleiterin selber aus Safran, Nelken, Muskat, Rosenblüten und Kardamom herstellt, gewürzt und in kleine Stücke geschnitten. Advieh könnt Ihr Euch als eine sanfte, milde Schwester von Garam Masala vorstellen. Es passt in Gerichte von deftig bis süß.

Persischer Juwelen-Reis. Ein Feuerwerk an unterschiedlichsten Aromen!

Iranisches Naan-Brot mit unterschiedlichen Komponenten, wie hier Sesam – perfekt um die Soße z. B. vom Safran-Huhn aufzunehmen.

Das hier ist Mast O Khiar, eine Art kalter Gurken-„Suppe“ mit Minze, Rosinen und Walnüssen:

Sehr positiv überrascht hat mich die saftige Konsistenz des Kabab Tabei aus Hackfleisch, das vielfältigste Zutaten- und Würzvarianten ermöglicht:

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Mein ganz persönliches Highlight, das ich zu meiner großen Freude selber kochen durfte, war und ist Fereni – Persischer Reispudding! Safran! Rosenblüten! Rosenwasser! Kardamom! Da kann ich nicht widerstehen!!!

Falls Ihr Euch fragt, wo Ihr Rosenwasser bekommen könnt: Ganz einfach z. B. in der Apotheke. Dort hole ich es.

Leider habe ich es irgendwie verpeilt bei Ghormeh Lobia, einen Schmortopf mit Roten Bohnen, Kichererbsen und Champignons direkt in den Topf hinein zu knipsen, aber hier auf meinem Teller ist es links zwischen dem Gurken & Tomaten-Salat Shirazi und dem Juwelen-Reis zu sehen. Sieht unspektakulär aus, schmeckt aber mit frischem Zitronensaft beträufelt sagenhaft frisch und sehr, sehr, sehr gut!

Alles in allem ein herrlich kulinarischer Abend, der riesigen Spaß gemacht hat!

Bye Bye Banana-Boots

Ihr seid die besten 10 €, die ich jemals für Schuhe anlegte, mehr als wert gewesen!

Ganz oben auf der Theke seid ihr gestanden und jede, die vorbei kam, fing an zu lachen und zeigte mit dem Finger auf euch, lief sich lachschüttelnd weiter. Funkelniegelnagelneue Einzelstücke, die ihr gewesen seid. Ich lachte nicht, aber ich nahm euch mit mir.

Ich hatte vorher noch nie so fröhliche Schuhe an den Füssen und dann all die Gespräche, die sich wegen euch ergeben haben.

Unbezahlbar!

Danke für den Spaß, den ich mit euch hatte.