Die Früchte der Projektarbeit

Für seine Projektarbeit zum Schulabschluss entschied sich unser Sohn dazu, Kräuter und Pflanzen vorzustellen, von viel zu vielen Unkräuter genannt und missachtet, die bei uns auf Wiesen, an Weg- und Waldrändern wachsen.

Unter anderem grub er für die Präsentation eine Walderdbeere aus, die danach einen Platz in unserem Hochbeet fand.

Soviel dazu, dass das Gute, wenn man es nur zu sehen und zu begreifen lernt, für uns alle ganz nah liegen kann.

14 Jahre ist das nun her und wie Ihr seht, können wir die Früchte dieser Projektarbeit noch immer genießen :)!

Das Aroma sonnenwarmer Walderdbeeren begleitet mich seit meiner sehr naturverliebten Kindheit und wird mir von keiner noch so großen Zuchterdbeere erreicht. 

 

Duftgarten reloaded

Durchatmen kann man hier, die Seele baumeln lassen und in die Weite der Landschaft träumen.

Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man, dass die Biene auf der Ackerwitwenblume zart rosafarbene Pollenhöschen trägt, was mich wünschen ließ, ich hätte dafür die gute Kamera dabei gehabt ;). Macht nix, manchmal ist es viel wichtiger, die Momente mit allen Sinnen auszuschöpfen und ganz in sich aufzunehmen.

Buttercup

Achtung: Es geht hier zwar um einen privaten und persönlichen Erfahrungsgericht, aber leider muss ich das wegen Produktnennungen als Werbung kennzeichnen, auch wenn es unabdinglich nervt, denn alles ist zum vollen VK von mir selber mit einem eigenen Geld erworben und von keiner Seite aus ohne jegliche Werbungsvereinbarungen, -absichten und gar -pläne.

Das Buttercup-Stricken war aufgrund der wunderbar nachvollziehbaren Anleitung und der sehr guten Garnqualität ein sehr problemloses und angenehmes. Ich arbeite ganz gerne mit Baumwollgarnen, einzig das Vernähen der Fäden ist bei diesem Material nicht so einfach und unsichtbar zu erledigen, wie z. B. bei Schurwolle, aber das kenne ich ja seit Jahrzehnten. 

Einzig zu groß war mir insgesamt der Halsauschnitt, weshalb ich ihn mit Abnahmerapporten in zusätzlichen Reihen auf mich angepasst habe, so sitzt dieser Sommerpullover richtig gut.

Technische Daten:

Anleitung: Kostenfreie Anleitung Buttercup von Heidi Kirrmaier 

Größe: XL gewählt, damit das Oberteil nicht wie eine Wurstpelle an mir klebt, sondern Platz zum Schwingen hat.

Garn:

Nadelstärken: 1 x Rundstricknadel 3,5 mm für Korpus und Ärmel, 1 x Rundstricknadel 3,0 mm für die Anpassung des Halsausschnitts.

Gesamtgewicht: 312 g

 

Häkel-Kit „Wüste“ – gemeinsam Kunst schaffen mit der Wüstenlandschaft der Dürreperiode 2020

Natürlich ist das Werbung, denn ich nenne und verlinke eine Künstlerin, auch wenn weder sie von mir, noch ich von ihr davon monetär profitiere. Ich gab nur Geld für Porto aus und häkelte fer umme aus Spaß an der Freud. Die beste Art der Werbung, denn sie erfolgt auch noch ohne Veranlassung, ohne Vorteilsnahme oder sonst noch irgend was völlig freiwillig mit meinen eigenen Worten.

Über das Schaffen und die Werke der Künstlerin Katharina Krenkel und welche Bedeutung auch speziell ihre Kunst für mich hat, schrieb ich bereits. 

Im Januar 2020 ging sie mit ihrem Kunst-Blog Kittys fuzzy world online, dessen Beiträge Ihr, um Euch ein umfassendes Bild und die Gedanken darum und dahinter zu erfassen, unbedingt vom ersten Beitrag an lesen solltet und der dann wie wir alle vom Corona-Virus überrumpelt wurde und unser aller Realität veränderte. 

Als ich davon los, dass es möglich war, durch wüste Häkelei an Kittys vergarnter Welt teilzunehmen, teilte ich meine Bereitschaft dazu mit und kurz darauf konnte ich diesen Umschlag aus unserem Briefkasten holen:

Inhalt war dieses zu verhäkelnde Wanderdünenmaterial:

Vier Wanderdünen häkelte ich: Zwei kleinere, eine mittlere, eine große:

Auch Katharina Krenkels Ausstellungen müssen leider coronabedingt pausieren, was bei ihr aber nicht Stillstand heißt, denn noch ist nicht aller Viren Abend und Hoffnung in Sicht, denn das Projekt geht weiter, wie hier im hoffentlich nicht mehr lange besucherlosen Stadtmuseum Siegburg!

Sobald es wüste Neuigkeiten gibt, werde ich berichten – stay tuned – und wenn schon nicht hier, dann bitte bei Kitty!

Steinwege

Davon, dass Menschen Corona-Steinwege anlegen, habe ich im Internet gelesen, davon gehört, es in Fernsehbeiträgen gesehen und auch meine Mutter erzählte mir davon, wieviele wirklich schöne Steine sie so schon entdeckt habe.

Ich mag den Gedanken dahinter sehr, diesen schwierigen Zeiten ganz bewusst etwas Schönes und Fröhliches entgegen zu setzen und so Farben und Freude zu teilen, denn schon so etwas kleines und eigentlich unbedeutendes wie ein Stein hat die Kraft, Gedanken abzulenken und wenigstens für Momente auf ganz andere Inhalte zu zentrieren.

Keine Frage – mir ist so eine kleine, skurrilere Menage am allerliebsten, die mich zum Lachen bringt.

Ich würde mal sagen: Der Plan der bunten Steine geht voll auf – vielen Dank an all Euch kreative Menschen da draußen!

Erbsenzähler

Bei der Zuckerschotenerbse geht es nun Schlag auf Schlag voran:

Während die allererste Blühte bereits welkt, prangen die nächsten in voller Pracht, während sich neue Knospen noch fast farblos voran schieben.

Bald wird sich die erste, zarte Schote zeigen und kurz darauf von der Ranke weg verspeist werden.

Auf, auf!

Hier am nördlichsten Rand des Kraichgaus sind wir mitten drin in einer sehr abwechslungsreichen Hügellandschaft. Von hier oben geht es tiefer hinunter ins Dorf, als das Photo vermuten lässt und der Ausblick ist ein wirklich großartiger. 

Durchfährt man den Kraichgau mit dem Auto, merkt man schnell, dass diese Landschaft alles andere als eintönig ist, ihren wahren Reiz aber, den kann man sich nur erwandern und/oder erradeln.

Wenden wir nun also das Rad und drehen dem Dorf den Rücken zu, fahren durch den erfrischenden Wald bis zu diesem Ausblick und lassen damit den Kraichgau hinter uns, denn die Felder und der Ort, die nun vor uns liegen, die gehören bereits zum Kleinen Odenwald, der am Horizont mit den Odenwald in ein hohes Mittelgebirge übergeht. 

Ackerbau wird hier mittlerweile fast ohne Ausnahme monoton extensiv betrieben. Zum Glück gibt es noch ganz wenige Wanderschäfer mit ihren Schafen. Weideviehhaltung existiert leider nur noch mit wenigen Ausnahmen.

Aber hier oben finden sich noch artenreiche Steuobstwiesen mit Erdrauch, Wiesensalbei und Ackerwitwenblumen samt den dazugehörigen Schmetterlingen und anderen Insekten. Kleine Inseln der Glückseligkeit.

Da brat mir doch einer einen Storch!

Oder noch besser gleich drei 😉 – nein, natürlich nicht: Witzle gmacht, selber glacht.

Manches kann man nur sehen, wenn man zu Fuß oder mit dem Radl unterwegs ist, so wie die drei Störche, die ganz gelassen hinter dem Traktor bei der ersten Heumahd hinterher gelaufen sind, quasi auf einem zur Selbstbedienung freigegebenen Büfett. 

In meiner Kindheit gehörten Störche unbedingt wie auch Zwiebeltürmchen zum dörflichen Landschaftsbild, so ab den 1970er Jahren verschwanden sie immer schneller daraus, bis nur noch ganz selten mal ein einzelnes Pärle zu sehen war, was für mich dann immer eine absolute Sensation gewesen ist. Freude gepaart mit der Trauer über Verlust.

Der erste Urlaub mit dem damals noch nicht Gatte gewesenen bonfortionösen Gatten, ging nach Ungarn und Ungarn, ach, Ungarn war in seinen Dörfern voller Störche und so saß ich im Auto immer mit den Augen in der Luft, weil ich keinen einzigen verpassen wollte. 

Seit einigen Jahren nun gibt es auch bei uns immer mehr Störche und sie haben für mich bis heute nichts von ihrer Faszination verloren, jedes Mal bin ich aufs neue verzückt. 

Mein großartigstes Storcherlebnis waren drei Schwarzstörche, denen wir unvermutet auf einem Acker in Bayrisch-Schwaben begegnen durften. Das war echt Magie!