Kompott ohne Zucker und ein Rumtopf

Dieses Jahr haben wir bereits Obst in unzähligen Kilos und in unterschiedlichsten Variationen verarbeitet. 

Das schöne am Einwecken ist, dass es auch komplett ohne Zucker funktioniert, was besonders meinem süßen Blut zugute kommt. Seit Jahren schon fahren wir Zuckermengen beim Kochen, Backen, Genießen immer weiter zurück, so dass uns mittlerweile vieles so unangenehm süß schmeckt, dass wir es gar nicht mehr genießen wollen. 

Der neueste Zugang im Glas wurde ein Kompott aus wundervoll reifen Aprikosen, weißen Pfirsichen und roten Pflaumen. Lediglich begleitet von je einem Blatt Zitronenminze, einem Streifen getrockneter Orangenschale und von Vanilleschote. 

Die Früchte wandern irgendwann als Beigabe zu einem Pudding, Milchreis, Kuchenbelag oder etwas ganz anderem. Aus dem sanft parfümierte Saft werden feine Schorle.

Noch viel Zeit zum Reifen haben die restlichen Früchte, die übrig waren und dafür nun ein goldbraunes Rumtopfbad nehmen, um am Ende des Jahres zu Weihnachtsgaben zu werden:

Orange: Interessiert mich nicht

Collage zum Thema Orange.

Angeschubst und inspiriert von der wunderbaren Doreen Trittel.

Orange ist sinnlich, kontrovers, selbstbewusst.

Marlene Dietrich war all dies und dazu ein gutes Stück „I don’t give a fuck about it“. 

Ein gutes Stück Marlene sollte jede Frau in sich tragen und Orange nach außen.

Spaziergang zum Wiesenzimmer

Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich das (vermeintlich) Kleine im Großen liebe und dass es für mich überhaupt kein Problem ist, in meinem persönlichen Umfeld immer wieder auf Neues & Abenteuerliches & Kurioses & Schönes zu treffen, welches mich fesselt, begeistert und nicht weniger glücksverheißend ist wie für andere die Entdeckung eines fremden, exotischen Landes.

Ich liebe diese Momente, in denen ich um eine Biege kehre und beim ersten Blick um diese herum das in mir aufhüpft: „Da! Was ist das? Das muss ich mir unbedingt ansehen!“ – in solchen Momenten blüht sie, die Entdeckerlust, die Neugier in mir. Zusammen mit einer unglaublich kindlichen Freude. Am liebsten würde ich auf solchen Weg singend und mit weit ausgebreiteten Armen hüpfen.

Erwähnte ich schon, dass ich in solchen Momenten nach außen hin wie eine schrullig alt Werdende wirke? Naja, das ist einfach mein einziger Altersplan :)!

Nach dieser Biege erwartete mich ein Zimmer inmitten in einer Wiese! Ein Wiesenzimmer!

Wie genial ist das denn bitte?! Meine Güte, was für eine geniale Frau (ja, dahinter steckt eine Frau, das weiß ich, aber auch nur das) das doch ist, die diese Idee visualisierte und verwirklichte! So etwas ist für mich Glück: Eine Idee haben und sie umsetzen und ich bin mir sicher, ganz sicher, dass es genug Menschen in ihrer Umgebung gibt, die sich, wenn sie ihnen den Rücken zudreht, gegenseitig den Vogel zeigen. Pfh, auf solche Zeitgenossen ist wahrhaft getrommelt und gepfiffen.

Für mich war es herrlich abenteuerlich, all diese kleinen kreativen Feinigkeiten entdecken zu können, so wie die Zapfenkette um die Ringelblumen herum:

Sachen, Gegenstände so wahrnehmen zu können und sie in etwas ganz Neues umzusetzen, das ist wahrlich Glück und bringt so viel Freude & Humor ins Leben.

Rot: Das Herz von vorn kennt keine Noten

Collage aus Transparentpapier, alter Haus- sowie Bioarbeit.

Inspiriert und angeschubst von der wunderbaren Doreen Trittel

Warum habe ich diesen alten Ordner mit meinen Biounterlagen von der 8. bis zur 12. Klasse aufgehoben?

Verstaubt war er, verblasst sein Inhalt.

Jetzt ist er auseinander genommen, verarbeitet, erledigt und die Erinnerungen sind zu einem Bild geworden.

Manches, was so unglaublich wichtig und unerlässlich erscheint, ist in der Rückschau noch nicht mal mehr einen Teil der alten Anspannung wert. 

Nur ohne Herz ist alles nichts. 

Die Yuzu blüht

Bis jetzt trug die Yuzu immer nur herrlich duftende Blüten, irgendwann aber hoffentlich auch Früchte, obwohl die ersten zwei Ansätze bereits wieder abgefallen sind … dieses Pflanze ist ein einziges Mirakulum für mich.

In diesem Jahr steht sie nicht mehr auf dem knallheißen und immer voll in der Sonne stehenden Balkon gen Süd, sondern an einem Platz, der auch Schatten bietet und ich habe das deutliche Gefühl, dass es ihr da sehr viel besser geht wie vorher.

Jetzt sind erst einmal die Pflanzen dran. Wie und was mit und aus dem Balkon wird, das weiß ich noch nicht, denn tagsüber ist er auch mir viel zu heiß und Sonnenbaden, das ist nun wirklich nicht mein Leidenschaft.

 

Gelesen: „Das Zwetschgendatschi Komplott“

von Rita Falk.

Der sechste Eberhofer/Birkenberger-Fall ist zugleich das erste Buch der Reihe, das ich gelesen habe.

Der Gatte und ich sind große Fans der Romanverfilmungen und irgendwann einmal werden auch wir unsere Kreise rund um den Franz-Eberhofer-Kreisel ziehen, denn eines ist ganz gewiss: Wenn sonst niemand vor und hinter einem ist, macht Kreisel-Fahren, das haben die Tochter und ich schon ausgiebig getestet, einen riesigen Spaß ;).

Zurück zum Buch:

Da ich die Krimis ja bereits kenne, war das Lesen ein einziger großer Genuss, denn bei jedem Satz hatte ich ausgiebiges Kopfkino in mir, sah wahlweise die Oma, den Papa, den Franz, den Rudi, Simmerl, Flözinger, Ludwig, die Sushi, Susi und wie sie noch alle heißen vor mir und hab mich deshalb bestens von der ersten bis zur letzten Seite amüsiert, trotz Krimi und das will schon was heißen bei mir.

Natürlich wird darin der Zwetschgendatschi erwähnt und nach vielen Irrungen und Wirrungen der tragische Mordfall rund um drei junge Frauen gelöst, wobei auf den Franz noch eine ganz andere Erkenntnisse wartet … mehr will ich aber nicht verraten.

Absolut sehenswert zur Ergänzung die Doku rund um Rita Falk vom BR Lebenslinien – Vom Punk über Putzfrau zur Bestsellerautorin. Was für eine tolle Frau doch hinter diesen Büchern steckt!

Physalis

Bei den beiden Physalis-Pflanzen, die die letzten zu erstehenden im Raiffeisenmarkt waren, war ich mir nicht ganz sicher, wie sie mit dem nicht durchgehend sonnigen Platz an der Hausmauer zufrieden sein würden. 

Mittlerweile kann ich sagen, dass das sehr gut funktioniert. Eine Höhe von über 2 m haben sie erreicht, wachsen weiter, tragen grüne Lampions, in denen die Früchte behutsam reifen – eine erste konnte ich bereits naschen – und es öffnen sich noch immer viele neue Blüten. 

„Hase im Mond“ – bei diesem Essen tanzt das Herz vor Freude!

Essen kann eine zutiefst sinnliche Erfahrung sein, wenn es so wie das ist, das Gunal Upu Samante in seinem Lokal Hase im Mond in Bammental zubereitet und serviert. 

Ein gutes Essen fängt für mich mit dem Ort an, den ich betrete und mit den Menschen, die es zubereiten und servieren – und hier passt alles auf das Beste zusammen! 

Herr Samante kocht ohne Geschmacksverstärker und künstliche Aromen mit Zutaten aus fairem Anbau und aus der festen Überzeugung, dass Essen auch Nahrung für die Seele ist.

Nahrung meint für mich: Für alle Sinne, nicht nur weil es stopfen, schnell gehen oder billig sein soll. So etwas bedeutet Nahrung für mich nicht. 

Das Tochterkind erzählte bereits, dass seine Speisen nahezu so schmecken wie vor Ort. Kann ja auch gar nicht 100 % so sein, denn wir sind hier in Europa und nicht in Asien und welch ein Glück es doch für Nichtweltreisende wie mich ist, so das Aroma eines weit entfernten Landes schmecken und genießen zu dürfen! 

Hase im Mond präsentiert die singhalesische Küche Sri Lankas und bildet für mich so einen absoluten kulinarischen Genusshöhepunkt bei uns im Rhein-Neckar-Kreis:

Hase im Mond

Dienstag bis Freitag von 11:30 – 14:30 Uhr

Reilsheimer Straße 11/5, 69245 Bammental

Aber nicht nur in Bammental, bitte direkt auf der Homepage informieren über

Wie, Wo, Wann!

Es ist gerade jetzt zu Corona so unglaublich wichtig, unsere Gastronomen, Handwerker, Freischaffenden zu unterstützen wo es geht, ihnen so weiter eine Zukunft zu ermöglichen und uns und den Menschen die wir lieben durch sie Freude zu schenken. Wir wissen ja alle, wie das ist: Die Freude ist das einzige auf Erden das wächst, wenn man es teilt!

Meine Mutter und ich teilten unsere Freude mit unseren zwei Portionen von Schwarzem Linsencurry mit Ingwer & Zwiebeln mit Reis, Mangochutney und Sambol.

Was für eine deliziöse Köstlichkeit!

Das Crowdfunding Paulaswolle für die Wolle der Schafe des Wanderschäfers Sven de Vries ist heute gestartet!

Liebe Leute, HIER habe ich schon über den Wanderschäfer Sven de Vries und das geplante Crowdfunding für die Verarbeitung der Wolle seiner Schafe geschrieben.

Nun ist es soweit, denn das Projekt zur Finanzierung der Wollverarbeitung hin hat mit dem Crowdfunding gestartet!

Folgt dem Link, wenn auch Ihr Euch vorstellen könnt, dieses geniale Wollprojekt zu unterstützen und damit einen fairen Preis für die Wolle zu erreichen.

Lest Euch hinein in dieses Projekt, unbedingt auch in die Blogbeiträge dazu.

Ich bin dabei und habe mich für das Wollpaket aus 4 x 100 g Wolle entschieden, auch schon meine drei favorisierten Farben ausgewählt und bin sehr gespannt, ob ich sie tatsächlich  erhalten können werde.

Wie wunderbar ist das denn, wenn man auf diese Art und Weise nicht nur eine so wunderbare Wolle erhält, sondern auch noch weiß, dass man dadurch etwas Gutes für Tier, Mensch, Handwerk, Natur unterstützt und am Leben erhalten kann!

Ich hoffe so sehr, dass diese Projekt zustande kommt und bald auf eigenen Füßen stehen kann.