Indigo: Flattert davon

Indigo war in der vorletzten Woche das Thema der farbverrückten Woche mit Doreen Trittel und ich hinke aus Gründen gnadenlos hinterher.

Die erste Indigo-Assoziation war „Jeans“, die zweite, dass ich dieses Mal dafür nicht Papier, sondern den Stoff einer ausgemusterten und für das Anziehen nicht mehr zu rettenden Jeanshose verarbeiten wollte.

Mittelpunkt dieser Kette ist ein handbemalter Seidenschmetterling, den ich vor über 30 Jahren bei einer Designerin entdeckte und der nun endlich aus seinem Kreativkistenschlaf erweckt wurde. Als Unterlage habe ich zwei Mal seinen größeren Umriss aus besagter Jeans geschnitten. Den Schmetterling habe ich mit winzig kleinen Toho-Perlchen bestickt. Insgesamt habe ich alles aus Jeans völlig unversäubert gelassen, damit der Stoff ausfransen kann.

Ausgemustertes verarbeite ich immer wieder gerne. Diese zwei Armbänder sind aus einem Hemdkragen und einem Hosenbund entstanden. 

Und für diesen Rock musste eine alte Tischdecke herhalten:

Nicht das Glauben, sondern die Wissenschaft schafft Wissen

Eine unserer Besten: Blog-Zitat von Dunja Hayali = „Was wirklich verstört, ist, dass es den Anständigen bei der Demo erneut völlig egal zu sein schien, mit wem sie da mitlaufen. Sie haben sich somit zum ideologischen Parasiten des anderen gemacht (und umgekehrt).“

Es war meine Frage nach der Entwicklung des Menschen im Religionsunterricht, die mit „Glauben heißt nicht Wissen“ beantwortet wurde und dass das reichen würde. 

Mit Verlaub, mir reichte das damals genauso wenig, wie es mir heute reicht. 

Was ich aber seitdem lernte, ist, dass es gut ist, nicht alles sofort zu glauben, was man irgendwo liest, hört, sieht, sondern sich ein eigenes Bild zu schaffen, kritisch zu bleiben, nicht einfach mitzulaufen, sondern immer wieder für sich selber zu entscheiden, auf Grundlage von Fakten und auf Grundlage der demokratischen Solidargemeinschaft, diesem politischen Konstrukt, in dem wir leben.

Demokratie ist allerdings manchmal nur schwer auszuhalten. Wie schwer es sein kann Demokratie auszuhalten, davon hatte ich ein klares Bild, das allerdings, da ich es nicht besser wusste, seit Covid-19 uns erreichte, Sprünge bekam, weil es mich die Menschen um mich herum, und da wiederhole ich mich immer wieder gerne, auf eine Art und Weise kennenlernen ließ, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. 

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es so einfach, sich aufgrund von Fakten zu informieren. Die Wissenströge sind übervoll und wenn jemand etwas behauptet, was nicht der Wahrheit entspricht, so kann man das ganz schnell belegen. Glauben aber, glauben wollen das manche Menschen auch dann doch nicht. Um das zu belegen, braucht es keinen Virus, dazu muss man sich nur anhören, was im Wahlkampf eines der größten Länder der Welt an alternativen Fakten immer wieder aufs Neue wiederholt wird, so als könne das Wiederholen selbst dafür sorgen, dass sich aus Phantasie Wahrheit klöppeln lässt. 

Dr. med. Natalie Grams war einmal eine erfolgreiche Homöopathin, als sie sich auf die Suche nach den Fakten und den Wahrheiten machte und heute genau eines nicht mehr ist: Homöopathin. Frau Dr. Grams setzt sich unermüdlich für Aufklärung, kritisches Denken und das Tragen eines MNS ein.

Eine Maske schützt den der sie trägt und auch das Gegenüber, denn eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied und das auch und erst recht, wenn sich die Kette aus uns allen bildet. 

Eine Maske tragen seit Jahrzehnten Ärzte und das medizinische Personal z. B. in Zahnarztpraxen und auf jeden Fall bei chirurgischen Eingriffen aller Art. In OPs jeden Tag und über Stunden hinweg, ohne dass die Ärzte, das Personal dabei ohnmächtig werden, ohne dass sie durch die Maske todkrank oder ihre Gesichter von Pusteln und Papeln überwuchert werden und sie durch alltäglichen Maskengebrauche mitten in den Behandlungen einfach umkippen und wegsterben. Es gab mal eine Zeit, in der keine Masken, keine Schutzkleidung getragen wurde und wir können auch heute noch alle auf Knien danken für Herrn Dr. Ignaz Philipp Semmelweis. Krebspatienten tragen eine Maske als Schutz und wiederum auch die Menschen, die sie umgeben, um sie zu schützen.

Das Blog Der Volksverpetzer ist immer genau hinter einem her: Der Wahrheit hinter vermeintlichen und echten Fakten was gut so ist, denn dieses Blog ist der Beweis dafür, dass wir hier in D eben doch in einer Demokratie und nicht in einer Diktatur lebten, denn in letzterer wäre ein solches gar nicht erst möglich. Wer nicht damit einverstanden ist, dass die angekündigte Pandemie-Leugner-Demo am kommenden Samstag in Berlin nicht genehmigt wurde, der kann sich aufgrund der Fakten dort fragen, ob man sich tatsächlich gerne mit Aufrufen z. B. zur Waffengewalt gemein machen will. 

Edit 28.08.2020: Mittlerweile wurde das Verbot der für Samstag in Berlin beantragten Demo gekippt, wie das halt in einer Demokratie (sic!) so rechtlich möglich ist. Bleibt die Hoffnung, dass der Großteil der Teilnehmer tatsächlich friedlich und respektvoll demonstriert. Ohne Gewaltanwendungen. 

Edit 29.08.2020: Nun ja, diese Demo heute in Berlin hätte beweisen können, dass es den Teilnehmern nicht nur theoretisch damit ernst gewesen wäre mit „Abstand halten“ und „verantwortungsbewusst“ zu demonstrieren und weil das eben nicht so war, wurde entschieden sie aufzulösen. Dass es nicht geklappt hat, überrascht mich nicht. Ich für meinen Teil bin ganz bei dem, was Frau Dr. Grams auf Twitter schreibt: ‚Eigentlich gibt es nur zwei Gruppen von Leuten, die heute in Berlin demonstrieren: Rechtsextreme und Menschen, die kein Problem haben, mit Rechtsextremen auf die Straße zu gehen‘. 

Die GWUP – Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e. V. kanalisiert alles rund um Wissenschaft, Fakten, Mythen. Sehr hilfreich zum Beispiel rund um das Thema Impfen. 

Apropos Impfen: Afrika meldete in dieser Woche die Ausrottung wilder Polio-Erreger! Was für ein Segen das ist, können wohl nur die Menschen ermessen, die sich den „Luxus“ nicht leisten können, eine lebensrettende Impfung auszuschlagen. 

„Kennst Du wirklich jemanden, der an Corona erkrankt ist?“ – Ich muss einen Bankraub nicht selber erlebt zu haben, um zu wissen, dass es so etwas wie einen Bankraub gibt. Karoline Preisler berichtet sehr offen und mit sehr viel Engagement darüber, was es bedeutet an Corona erkrankt zu sein und davon, was das für einen selber und die Menschen mit sich bringt, die man liebt, die Familie, Freunde, Kollegen sind.  

Spektrum.de ist eine meine liebsten Wissensquellen zu unerschöpflich vielen Themen. 

Last but not least:

Zum Buch des Herrn Prof. B, welches Corona zum Fehlalarm erklärt und das ich hier explizit nicht verlinke, hat die Fachschaft Medizin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel einer Stellungnahme verfasst, die dieses u. a. als wissenschaftlich nicht haltbar bezeichnet. 

*Ironie on:* Aber was weiß schon eine ganze Medizinische Fachschaft gegen jemanden, der ein Buch geschrieben hat?! *Ironie off*

Auf die Aussage „Die Wahrheit wird schon noch ans Licht kommen!“ hin habe ich immer wieder die Frage gestellt, was denn diese Wahrheit eigentlich ist, habe aber nicht ein einziges Mal eine Antwort dazu bekommen. Nicht eine einzige, was schon traurig ist, denn ich frage mich, warum wird sie denn zurückgehalten, diese Wahrheit? Ist sie es nicht wert, dass sie Jede/Jeder erfährt? Will oder kann man diese Frage selber gar nicht beantworten? Ich kann das nicht nachvollziehen. Es nervt mich nur noch, diese Universum, dass einem was sagen will, was man dann aber schon selber erkennen muss. Erleuchtung und so … 

Nein, natürlich bekomme ich auf diese Frage auch weiterhin keine Antwort – wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen. Nein, natürlich wird von solchen Menschen zum Geschehen am Samstag in keinster Weise Stellung genommen. Alles was man zu hören bekommt ist „Freiheit! Freiheit!“ und dass man doch selber gar nicht so sei, denn die Anderen, die seien es ja, die sich von der Wahrheit nicht erleuchten lassen wollen, die nicht zur Diskussion fähig seien … 

Zum Schluss meine ureigene Erfahrung:

Bei mir musste ein Corona-Abstrich gemacht werden. Mit dem besagten Stäbchen ganz nach hinten durch mein rechtes Nasenloch. Das war nicht angenehm, aber auch kein Horrorerlebnis. Das Stäbchen bohrte sich nicht in mein Kleinhirn hinein und verletzte auch keine lebenswichtige Hirnarterie, nicht meine Nasenscheidewand und erst recht nicht meine Schleimhaut. 

Das positive daran: Das Ergebnis war negativ. 

 

Paula ist 11 Jahre alt

Unser größtes Problem ist nicht Corona, nicht der Urlaub, die Feierei und auch nicht das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes.

Unser größtes Problem steht in den Startlöchern bereit, um uns allen zu zeigen, wo der Hammer hängt: Der Klimawandel und gerade hier in D das dritte Dürrejahr in Folge, wobei es eine Tatsache ist, dass seit dem Jahr 2003 der Grundwasserspiegel des Vorgängerjahres 2002 seither nicht mehr erreicht wurde.

Wer nicht sehen, wer nicht hören will, muss fühlen und wer sehen kann, der sollte sich den ARD MOMA-Beitrag  rund um die Landwirtsfamilie Schmitz ansehen. Dazu folgt Ihr bitte dem unterlegten Link.

Vielen Dank!

Und Paula Schmitz, Du hast meinen aller höchsten Respekt dafür, was für klare Worte Du findest. Ich Danke Dir dafür und wünsche Dir und Deinen Lieben, dass Euch die Hoffnung nie verlassen möge und dass Ihr gemeinsam einen Weg finden könnt, Euer Leben und Wirken so zu erhalten, wie Ihr es möchtet. Menschen wie Du sind unsere Hoffnung!

Blau: Blaues Rauschen

In der farbverrückt blauen Woche mit Doreen Trittel ist mir das kreativ werden gar nicht leicht gefallen. 

Mir macht die hohe Luftfeuchtigkeit noch sehr viel mehr als die hohen Temperaturen zu schaffen und wenn die Arbeit erledigt ist, ist es nicht nur sie, sondern auch ich. 

Die Collage für diese Woche ist wieder ein Materialmix. Dieses Mal zusammen mit alten tropfenförmigen und hellblauen Kristalltropfen, für die mir in der langen Zeit, in der sie schon bei mir sind, nie ein richtiger Zweck einfallen wollte. So als erfrischend kühle Wassertropfen gefallen sie mir sehr gut.

Schwalben 2020

Es ist so weit: Die Schwalben beginnen sich zu sammeln.

Nach 2017, 2018 und 2019 nun das Bild für 2020.

Eine Schwalbe war, bevor ich auf den Auslöser drücken konnte, bereits losgeflogen. 17 Schwalben sind es mit ihr.

17.

Seit Tagen nicht mehr, nicht weniger.

Es ist noch relativ früh dafür im Jahr, dass sie sich sammeln und ich hoffe, dass ihre Zahl sich noch erhöhen wird.

Hoffnung. Eine schrumpfende. Eine Hoffnung, die nichts mehr mit einem daran glauben, dass es besser wird zu tun hat.

Der Wald gegenüber meines Fensters stirbt. Der Rasen gegenüber des anderen Fensters ist mumifiziert. Die zwei Fichten an der Straße verbleichen wie ein altes Farbfoto.

Schwarze Kunst

Natürlich ist das Werbung. Meine Güte. Unverlangt. Unbezahlt. Und auch noch alles zum vollen VK von meinem eigenen Geld bezahlt. 

Ein zauberhaftes Adventswochenende mit dem bonfortionösen Gatten im Monschau belehrte meinen Lakritzekel eines besseren. 

Seitdem weiß ich, dass Lakritze richtig, ich meine so richtig gut schmecken kann – besonders Minzlakritz und natürlich zimtlakritzige Spinnen. 

Nicht überall greifbar aber gibt es solche, ja ich meine das tatsächlich ernst, schwarzen Köstlichkeiten und so greife ich dann zu, wenn ich sie bei Ausflügen oder im Urlaub entdecke. 

In den Urlaub fahren wir dieses Jahr nicht und Ausflüge, tja, Ausflüge in diesem Jahr, die haben seit Beginn Corona auch gerade einmal drei Mal stattgefunden und da war nix mit Lakritz.

Also habe ich, um den Gatten eine kleine Freude zu machen, heimlich im www nach einer mir gefallenden Lakritzquelle in mild und süß und auch minzig gesucht und bin im Lakritzparadies bei kadó fündig geworden. 

Ich kann Euch sagen, der wunderbare Hazel-Mix ist mein neuester persönlicher Lakritz-Hammer – da freuen sich die Geschmacksknospen!

Und vergesst nicht, auch, wenn auch Ihr ausgewiesene LakritzhasserInnen seid, so wie ich eine war, das herrliche Youtube-Filmchen zum Hazel-Mix mit Hazel Brugger und der sehr tollen Anti-Laritz Jasna Fritzi Bauer an. 

 

Grün: Die grüne Fee

Bild

Oida, was ist denn hier passiert ?!

Unter dieser Materialmix-Collage war noch ein Text, als ich alles abgespeichert habe und nu isser weg und wenn Regula nicht kommentiert hätte, hätte ich es noch nicht mal gemerkt. Mein Dank zu Dir in die Schweiz!

Also noch mal:

Dies ist mein Beitrag zur vierten farbverrückten Woche mit Doreen Trittel, die dieses Mal unter dem Motto „Grün“ stand.

Der erste Gedanke, der in mir hoch kam, war der an die grüne Fee Absinth, die ich zwar noch nie geschmeckt habe, aber ich mag Elfen, Feen, Märchen halt und so war diese Entscheidung die logischste.

Die Dame habe ich einer alten 60er-Jahre Katalogwerbung entnommen, in schwarz-weiß kopiert und sie ganz zart in Grün koloriert. Die Fee mit ihren Wermutflügeln (sic!) balanciert auf einem Absinthlöffel, den ich beim letzten Weihnachtsflohmarkt mit der liebsten Freundin entdeckte. Besetzt ist er mit grünen und irisierenden Swarovski-Kristallen aus den 50er-/60er-Jahren, die von meinem Großvater geschenkt bekommen habe. Ganz links der Phallus impudicus, oder einfach gesagt die grüne Stinkmorchel, steht für die zuallermeist männliche Künstlerwolke der Zeit, in der das Trinken von Absinth zu einem elitären Muss gehörte.

Tja, der erste Text war länger und ausgefeilter, mehr will mir jetzt aber nicht mehr einfallen … 

Alltagsmenschliche Kunst in Sinsheim von Christel Lechner

Dieses Jahr sollte mit der Ausrichtung der Heimattage Baden-Württemberg in Sinsheim das ganze Jahr gefeiert werden mit vielen tollen Veranstaltungen. Tja, wie wir wissen, ist dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie alles anders und so mussten die Heimattage letztlich abgesagt und das Stadtjubiläum auf 2021 verschoben werden.

Zum großen Glück aber war die Ausstellung der Alltagsmenschen der Künstlerin Christel Lechner von Beginn an frei zugänglich in der Stadt geplant und verschönert so definitiv das Stadtbild und nicht wenigen wird sie wie mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sie innehalten und die Phantasie frei schweifen lassen. Mit meiner Phantasie ist das so, dass alles gleich einen eigenen Namen bekommt, so wie die beiden „Ich-bin-so-frei-Rocklüpferinnen“ oben und wie der „Karle un de Oddo“ auf dem Bänkle am Anfang der Fußgängerzone.

Die „Ratschkatteln“, die ganz sicher gerade dabei sind, schmutzige Wäsche zu waschen, sind eine richtige Großinstallation.

Die Figuren, die ich hier zeige sind nicht die einzigen, ich habe bloß noch nicht alle gesehen.

Das Portrait „Zwei Damen, eine Ente“ ist mein allerliebstes – wobei ich darauf hinweisen möchte, dass die Ente, da lebendig, nur temporär so auftaucht. Ich bin regelrecht verschossen in die beiden grossartigen Figuren – ich mag solche wuchtigen Damen in jeglicher Kunst sehr.

Bleibt mir nur noch die Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt, dass die Figuren nicht gleich wieder ein Opfer von Vandalismus werden, wie das in Sinsheim leider schon fast Gewohnheit geworden ist. 

Einer Figur wurde bereits in der ersten Nacht eine Hand abgeschlagen, die zum Glück wieder aufgefunden werden konnte. 

Was geht in den Köpfen solcher Menschen vor?