Kein Halloween-Content

Ich habe keinen Bezug zu Halloween, es fand in meiner Sozialisation nicht statt.

Dafür gab es andere Tage für Süßigkeiten:

In Bayern war das mit dem 6. Dezember der Nikolaustag. Bei der Großmutter am Rhein wurde nach dem St. Martinsumzug am 11.11. ein Butzemann aus Hefeteig an jedes Kind ausgeteilt. Den gab es auch in OWL, wo er Stutenkerl hieß und einen Tonpfeife zwischen seinen Armen hielt. Das war die einzige Süßigkeit und so einen Hefemann zu bekommen, war schon Abenteuer genug.

Mit dem Sammeln der Kindern von Süßigkeiten ging es ebenfalls erst in OWL los. In dem Dorf, in das wir zogen und das so klein war, dass es damals nur Siedlung hieß und die Straße, an der wir wohnten, noch nicht einmal geteert war. Wir zogen mit unseren von echten Kerzen erleuchteten Laternen zusammen mit den Nachbarskindern in kleinen Grüppchen von jeweils vier bis fünf Kindern von Haus zu Haus. Klingelten und sangen, wenn sich die Haustür öffneten jedes Mal das St. Martins-Lied, davon dass St. Martin ein guter Mann war und sagten danach ein Sprüchlein auf, dass man uns doch bitte nicht einfach leer vor dem Haus stehen lassen solle. Beim ersten St. Martins-Fest in der Siedlung lief ich mit, ohne überhaupt zu verstehen, was nun passieren würde und konnte es gar nicht fassen, dass die Tüte, die ich wie die anderen neben meiner Laterne trug, immer voller und praller und schwerer wurde, bis ich sie fast nicht mehr halten konnte. Das was da an Süßigkeiten darin war, reicht über Wochen und Monate hinweg, denn Süßes gab es nur am Wochenende und am meisten faszinierte mich, dass auch eine Schachtel Weinbrandbohnen ihren Weg hinein gefunden hatte, die natürlich sofort konfisziert wurde, so wie auch die nächste Weinbrandbohnenschachtel, die ich an meinem 9. oder 10. Geburtstag von einem der Kinder mitgebracht wurde – OWL halt, das Land, in dem die Frauen beim Klönschnack einen Kaffee und dann einen Mokka tranken und es dauerte noch Jahre, bis ich begriff, dass das nicht ein sehr starker Kaffee nach einem normalen Kaffee war, sondern ein Likör.

Anyway, auf der Schwäbischen Alb dann wunderte ich mich, zwar schon zu alt für St. Martins-Umzüge, dass hier bei keinem Festtag Kinder klingelten und Süßigkeiten bekamen, aber auf der Alb gab es auch keine Pommes Schranke, sondern Spätzle mit Soß und nicht nur das war anders, denn der erste Bissen in den Zwiebelkuchen stand auch nicht für etwas knackig herzhaftes, sondern etwas lätschig Süßes.

Die folgenden Jahre also kein Türklingeleien zu St. Martin mehr und Halloween noch immer nicht in Sicht – außer im Kino – aber Horrorfilme und ich, das passte auch nicht zusammen – also nix.

Erst als unsere Kinder auf die Welt kamen, liefen wir mit ihnen, als sie noch nicht im Kindergarten waren, und echten Kerzen in ihren Laternen bei den St. Martins-Umzügen mit durch das Dorf und sangen dabei nicht die ganze Zeit das St. Martins-Lied, sondern „Brenne auf mein Licht“ und andere. Angeführt wurde der Zug von St. Martin auf seinem Pferd, was für die Kinder und auch mich immer am aufregendsten war. Am Ziel vor dem Feuerwehrgerätehaus angelangt, gab es Glühwein für die Erwachsenen und an die Kinder wurden Dambedei mit Rosinenaugen verteilt, die keine Tonpfeifen in den Armen hielten. Halloween gab es noch immer nicht, aber dafür Sommertagszüge und auf mit bunten Krepppapierbändern verzierten Holzstäben gab es für jedes Kind oben drauf gespießt eine süße Sommertagsbrezel, ebenso aus süßem Hefeteig wie der Weckmann.

Erst als unsere Kinder zusammen in den Kindergarten gingen, gab es dort das erste Mal die Idee für einen kleinen Halloween-Umzug durch die Straßen dieses winzigen Dorfes, in dem wir wohnten und so zogen alle Kinder zusammen am Daheim eines jeden Einzelnen vorbei. Ich hatte meinen Kindern aus alten Bettlaken Gespensterumhänge genäht, mit einem Umwurf aus silbernen Gittergeweben und sie trugen viele ebenfalls silbrige Ketten um den Hals, mit denen sie wie echte Geister rasseln konnten. Vor unserem Haus angelangt, rief die ganze Gruppe „Buuuuuh“ und ich war viele Bonbons zu ihnen hinaus und – glaubt es oder nicht – darauf waren die meisten gar nicht vorbereitet und verstanden gar nicht, warum ich das machte :). Auch von Kürbissen noch keine Spur. Dafür aber brachten sie alle einen von ihnen selbst geschnitzen Rübengeist mit nach Hause, in den man eine Kerze stellen konnte. Toll sahen die aus: Wild und frech und ein jeder etwas anders geformt und gewachsen als die anderen.

Für unsere Kinder aber gab es mit dem Spendensammeln für die Kirche am 3-Königstag noch einmal interessante Erlebnisse, denn sie machten es gerne, freuten sich über die Summe, die zustande kam, denn an jedem Haus gaben die sehr freundlichen Leute nicht nur Geld, sondern eben wieder Süßigkeiten, die am Ende des Tages unter den Kindern ausgeteilt werden sollten. Und mit diesem Abend kam eine große Enttäuschung, denn schon in der Kirche merkten sie, dass nicht alles, was die Kinder mitbrachten, seinen Weg auf den Tisch fand, von dem aus alles gerecht verteilt werden sollte … die örtliche Müttermafia teilte um, teilte ein, teilte aus und unser Sohn kam so mit einer Tüte Süßigkeiten nach Hause, die zum allergrößten Teil schon sehr lange abgelaufen und dazu von der Verpackung her in einem schlechten Zustand waren. Alt genug, um zu verstehen, was passiert war, alt genug, um zu begreifen, wer, warum, wieso und was. Kein Wunder, dass sich in den Jahren danach immer weniger Kinder fanden, die überhaupt noch teilnehmen wollten und irgendwann gab es gar keine mehr. Wohl gemerkt: An den Kindern lag es nicht, sondern an den gierigen, ach so gläubigen Müttern mit ihren großartig glänzenden Heiligenscheinen, die so eigentlich richtig gut zu Halloween gepasst hätten.

Tja, in den folgenden Jahren bis unsere Kinder erwachsen waren, gab es auch danach keine „Süßes oder Saures“-Klingeleien; erst in den letzten vier bis fünf Jahren sieht man zu Halloween bei uns einzelne Kinder, die im letzten Licht des Tages unterwegs sind, das aber auch nur in der Dorfmitte und das war es dann auch schon.

Ich schnitze keine Kürbisse, ich dekoriere, backe und koche nichts gruseliges. Ich war noch niemals auf einer Halloween-Party, aber ich kann auch mit Fasching nichts anfangen und Horrorfilme sind noch immer nicht meines.

So ist das mit Sitten, Gebräuchen, Gewohnheiten und Festen – alles ist einem steten Wandel unterzogen und das ist das Gute daran.

Half Granny Square Shawl

Natürlich nicht gestrickt, sondern gehäkelt.

Dieser Schulter- und Nackenwärmer wurde, wenn Ihr auch Lust auf einen solchen haben solltet, nach dem Prinzip eines halben Granny Squares gehäkelt. Einfach mal „Half Granny Square Shawl“ in die Suchmaschine eingeben und sofort werdet Ihr unzählige kostenfreie deutsch- und englischsprachige Anleitungen und sogar Youtube-Filmchen dazu finden.

Dieses Tüchle ist für die Frau, die mir hilft, meine ureigene weiße Leinwand mit Farben, Formen, Verbindungen, Sinn zu füllen. Mit Bedacht wählte ich deshalb ein naturweißes, auf dass die Färben nur zärtlich hingetupft und nicht einfach darauf geflatscht sind. Diese Färbung ist kunstvoll schlicht und darum um so meister- und zauberhafter! Am rechten und am linken Zipfel ist jeweils ein Perlmuttknopf aufgenäht, womit das Tuch, einfach den Knopf durch eine der Öffnungen ziehen, so befestigt werden kann, dass es nicht von Hals und Schulter wegrutschen kann. Die Wärme, die es spendet, ist so garantiert von Dauer.

Mehr wie die Hälfte meiner Tücher habe ich nun fertig und einfach so an die Frauen verschenkt, die meinem Leben sinn geben und das einfach so zu machen, ihnen Danke zu sagen, Wertschätzung zu zeigen, ohne dass es einen bestimmten Anlass dafür gibt, das fühlt sich unglaublich gut an! So gut, dass ich mir wie die wahre Beschenkte vorkomme.

Technische Daten:

Garn: Handgefärbt von Sandra Farbenpracht, Sockenwolle Trekking gebleicht = 75 % Wolle, 25 % PA, LL: 420 mg/100 g

Häkelnadel: 2,5 mm

Bonus: 2 wunderbar schimmernde Perlmuttknöpfe

Gesamtgewicht: 100 g

Herbst in diesem verrückten Jahr

Die Natur geht ihren Gang und ob uns das gefällt oder nicht, das interessiert sie nicht. 

Sie taucht den Herbst in intensive Farben und ob wir diese Schönheit erkennen, sie würdigen oder nicht, das interessiert sie nicht. 

Der Mensch aber, der meint, sich an der Natur bedienen zu können, sie zu berauben, sie zu knechten und nach seinem Willen formen zu können. 

Die Gesetzmäßigkeiten der Natur interessiert das nicht. Diese Gesetzmäßigkeiten sind nicht gefühlsbesetzt, aber sie sind da und können nicht wegdiskutiert werden, man kann nur anhand von ihnen erkennen, lernen, reagieren. Wohlverstanden mit ihnen. Nicht gegen sie. 

Den Mensch aber, den interessiert es nicht. Der Mensch meint, über all dem zu stehen und dass das, was nicht passt, so lange verleugnet, verlogen, verbogen werden kann, bis es seinen Interessen dienlich ist. 

Ein Apfel wird immer ein Apfel sein, eine Birne immer eine Birne und ein Virus immer ein Virus sein. 

Wie gesagt, wir dürfen lernen. 

So wissen wir, dass die Erde keine Scheibe ist, Pi ein unendlicher Dezimalbruch, dass wir die Atmosphäre, die uns umgibt, vergiften und dass die Polkappen schmelzen. Das ist einfach so, denn die Gesetzmäßigkeiten der Natur sind faktisch leidenschaftslos und gegen Diskussionen immun. 

Der Mensch kann lernen, wenn er will. Der Mensch kann sich erinnern, wenn er will.

Er kann lernen aus vergangenen Epidemien, Pandemien, Katastrophen, Kriegen, über das Leben und den Tod, der so unvermeidlich ist wie das Leben. 

Der Mensch hat die Freiheit zu denken und zu fordern. Diese Freiheit hört dort auf, wo sie die Freiheit eines anderen Menschen begrenzt. Ganz egal, ob einem das gefällt oder nicht.

Das ist Freiheit und Freiheit hat nichts damit zu tun, dass man das Gegenüber wegen des Tragens einer Maske bedrängt, beschimpft, bepöbelt, Gewalt androht, anwendet, tötet gar.

Das menschliche Konstrukt einer Demokratie hat nichts damit zu tun, dass man laut skandierend den Tod von PolitikerInnen und JournalistInnen fordert, dass man einen Brandanschlag bejubelt, dass man sich tote Kinder erlügt, dass man von einer neuen Weltordnung schwadroniert, für die man jeden Monat einen neuen Termin ausruft, der jedes Mal ergebnislos verstreicht, dass man sich nicht scheut, zusammen mit Faschisten zu skandieren, denn der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel, denn eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. 

Die Rücksichtnahme auf das schwächste Glied in der Kette ist das, was man Solidargemeinschaft nennt und das ist es, was die geistige Gesundheit einer Gesellschaft ausmacht.

Nimmt man darauf keine Rücksicht mehr, dann ist eine Gesellschaft ganz schnell wieder am Beginn einer Entwicklung, an deren Ende Denkmäler für die Opfer von Faschismus, Diktatur und Wahn stehen. 

Mit einem Virus lässt sich nicht diskutieren, denn er ist einfach da, so sehr man ihn auch verleugnen, verniedlichen, klein reden möchte. Der Virus zieht sein Ding durch, ganz egal, ob das nun in einer Akademikerin, einer Arbeiterin, einer Schülerin, einer Rentnerin, einer Medizinerin, einer Bloggerin, einer Politikerin, einer Technikerin, einer Religiösen, einer Faschistin, einer Wissenschaftlerin, einer die sich für eine Wissenschaftlerin hält, einer Jungen, einer Alten, einer Gesunden, einer Kranken ist. 

Könnte der Virus sich ein Haus bauen, dann würde er sich mit dem Satz „Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper“ sein Fundament betonieren und mit dem Lachen über diesen Satz lustig von Organismus zu Organismus hüpfen. 

Könnte er, wenn er ein Mensch wäre. Ist er aber nicht, sondern nur ein Virus. 

 

Ein Geckolino für das Meerweh

Wenn die liebste Freundin an unheilbarem Meerweh leidet, man das Meer aber nicht einfach für sie herbestellen kann, dann greift frau doch richtig gerne zu den Stricknadeln und zur Wollefärbung in den Lieblingsfarben – besonders gut wird das dann, wenn der Name der Färbung auch noch für ein Wasserwesen steht -, um ihr den Wunschort quasi um die Schultern legen zu können ;). 

Geheilt werden kann Meerweh dadurch zwar nicht, aber so kann wenigstens ein bischen wohlige Wärme verschenkt werden.

Technische Daten:

Anleitung: GECKOLINO von Petra Neumann

Garn: Sockenwolle von Auenleben, Färbung „Nessie“, 75 % Schurwolle und 25 % Polyester, LL 420 mg/100 g

Stricknadel: Rundstricknadel 3,5 mm

Gesamtgewicht: 95 g

 

 

Ein kleiner Wald

Solch eine unbändige Freude hat mir das Weihnachtsbäumchen-Stricken bereitet, dass ich, erst einmal damit angefangen, nicht mehr damit aufhören konnte!

Im Gegensatz zum Original habe ich tatsächlich komplett auf das Einstricken eines Musters verzichtet, einfach um nicht von der Schönheit der handgefärbten Garne abzulenken, weil mir in diesem Fall weniger mehr ist. 

Aus dem Endfaden des Wipfels habe ich eine kleine Luftmaschenreihe gehäkelt und diese fest vernäht, um die Bäumchen später an diesem Schlupf aufhängen zu können. 

Auch bei den Stämmchen verfolgte ich einen anderen Plan, strickte diese nicht, sondern nutzte gut durchgetrocknete Holunderzweiglein aus dem Garten, was die Bäumlein nicht so statisch, sondern viel netter bewegt aussehen lässt. 

Als Füllung habe ich kardierte Schafwolle verwendet. 

Jetzt werde ich noch ein bischen überlegen, wie der fertige Weihnachtsbaumwaldfensterschmuck letztendlich aussehen soll, wovon es dann wieder ein Bild geben wird. 

Herbstblau

Der Herbst hat ungezählte wunderschöne, intensive, kräftige Farben und bildet so zum sanften Erblühen im Frühjahr einen herrlich starken Kontrapunkt. 

Ich könnte mich nicht entscheiden, welche dieser beiden Jahreszeiten mir die liebste sind und so sind sie es zusammen und umarmen perfekt den Sommer und noch viel lieber den Winter.

Schlehenblau ist mir die magischste, ungewöhnlichste, und ob ihrer Kraft die sinnlichste Farbe des Herbstes, der ich selten jemals in solch verschwenderischen Fülle begegnet bin wie in diesem Jahr. Weil die Fülle wirklich groß ist, habe ich mich auch das erste Mal getraut, eine kleine Menge selber zu ernten, etwas was ich sonst nie mache, um nicht in Konkurrenz zur Vogelwelt zu treten. 

Einen Schlehen-Gin mag ich aus dem prallen, herben Früchtchen ansetzen und überlege, in welcher Kombination ich das vergeistigte Fruchtfleisch danach zu einer Marmelade verkochen könnte. 

 

Ein Twister für die Löwenmutter

Der hier, dieser Cowl, der Twister, ist für meine liebe Anni. Die Löwenmutter und bezaubernde Sängerin, die kraftvolle Kämpferin, die sich nicht scheut, Finger in schmerzende Wunden zu legen und deutlich Stellung zu beziehen.

Das Blau, das sie so liebt, wird bei dieser Färbung von den Farben des Herbstes begleitet und passt bestens zu einem schön warm geschützten Hals.

Einen Twister werde ich mir auch noch stricken, denn es hat mich wirklich überrascht, wie perfekt er am Hals sitzt, etwas, was wirklich nicht jeder Cowl von sich behaupten kann.

Technische Daten:

Anleitung: Twister von WOLLWERK by Simone Eich

Garn: Traumsterne by Wollträume, Färbung „Kürbisgeister“, Schurwolle „superwash“ 75 %, Polyamid 25 %, 100 g – LL ca. 420 m

Stricknadel: Kurze Rundstricknadel 3,5 mm

Gesamtgewicht: 63 g

Himmlische Topfen-Feigenknödel à la Rosi

Ja, mei, mit meinen aus der Hüfte geschossenen, unperfekten Food-Photos müsst Ihr einfach leben, aus mir wird nie eine Food-Bloggerin werden. Ich bin nur eines: Von Moment der Entdeckung an ein begeistertes Foodblogg-Fangirl. 

Auf dem österreichischen Foodblog about Rosi sprangen sie mich direkt an, ihre Feigen-Topfenknödel und da meine eigenen Feigen nun reifen, war das der perfekte Moment, dieses feine Soulfood mit ihnen zu probieren. 

Von der Zubereitung her habe ich mich strikt an Rosis Anweisungen gehalten:

Zutaten und Zubereitung:

  1. 70 g Süßrahmbutter und 1 Ei schaumig aufschlagen.
  2. Mit 250 g Quark (ich habe keinen Magerquark genommen, weil ich genau diesen sauren Geschmack nicht mag), 150 g Dunst (auch griffiges oder Spätzlemehl genannt) und 1 Prise Salz zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Sollte dieser (wie bei mir) noch zu feucht sein, einfach etwas mehr Mehl einarbeiten, bis er tatsächlich zu einer Rolle geformt werden kann.
  3. Die in Frischhaltefolie eingeschlagene Teigrolle für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. 6 Feigen frisch vom Baum ernten und ihre Gupfel (Stiele) abschneiden. 
  5. Den Teig in 6 Stücke teilen, diese zu handtellergroßen Scheiben formen, jeweils eine Feige hinein setzen, den Knödelteig über ihnen schließen und im Ganzen schön rund formen. 
  6. Wasser in einem großen Topf aufkochen. Groß deshalb, damit jeder Knödel ordentlich Wasser um sich herum hat.
  7. Die Knödel in das kochende Wasser einlegen und die Temperatur herunter schalten, sprudelnd sollen sie nicht kochen, sondern simmern, und so für 8 Minuten garen. 
  8. Einen ordentlich Esslöffel Süßrahmbutter in einer Pfanne schmelzen lassen und darin unter Rühren 150 g Semmelbrösel, 3 El Zucker nach Wahl und eine gehäufte Messerspitze Zimt vermengen und ein bisserl über goldgelb anrösten.
  9. Die Brösel in einen großen Teller umfüllen und die frisch aus dem Wasser genommenen Knödel darin wälzen.
  10. Servieren, genießen, glücklich sein!

 

Muss Weihnachtsbäume stricken!

Oh, ja, natürlich ist das Werbung – auch wenn ich dieses Magazin nicht kostenlos bekomme, sondern eine ganz normale, bezahlende Abonnentin bin. Ohne jegliche Werbeaufträge, ohne jeglichen Benefit. Einfach weil ich es kann. Ätsch.

In der November/Dezember 2020-Ausgabe von Die Allgäuerin ist ein Artikel zum Stricken von Weihnachtsbäumen erhalten, der HIER auch noch für alle frei und kostenlos heruntergeladen werden kann. Schockierend für alle Werbeabmahnheinis ;)!

Es ist wie es ist und so musste ich sofort, eigentlich umgehend sofort, meine aktuellen Strickpläne unterbrechen und Weihnachtsbäume stricken. Momentan schwebt mir eine Fenster-Weihnachtsbaum-Dekoration vor, aber vielleicht stricke ich auch noch einige weitere Weihnachtsbäume als Zugabe für weihnachtliche Geschenke. 

Noch verzichte ich darauf, Muster in die Bäume einzustricken, weil ich sie ganz einfach pur haben will. Ich werde wohl auch die Stämme nicht anstricken, sondern echte Ästchen, die gerne schief und krumm sein dürfen, einschieben.

So, Tschüss, muss weiterstricken!

Adventskalendervorfreude

Das Schönste für mich rund um Weihnachten ist die Adventszeit. Die liebe ich sehr. Natürlich auch mit Adventskalendern.

Die liebste Freundin und ich beschenken uns gegenseitig auch heuer mit einem selbstgemachten Postkartenkalender nebst Feinigkeiten. Wie im vergangenen Jahr hat uns die Suche nach schönen Karten über das ganze Jahr hinweg begleitet, was wirklich viel Freude machte und wieder macht.

Da dieses Jahr wegen Corona keine Flohmärkte stattfanden und wohl auch nicht mehr stattfinden werden, gibt es von mir für meine Mutter ebenfalls einen Postkartenkalender.

Für den bonfortionösen Gatten wird die Adventszeit technisch und für die Tochter gibt es Gewürze und Kräuter. 

Dem Lichtungen-Adventskalender bleibe ich zum dritten Mal in Folge treu ergeben – wie gerne hätte ich ihn diesem Jahr wieder beim Wollmarkt in Kirchheim unter Teck mitgenommen, auf den die Freundin und ich uns so gefreut hatten – Corona machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. 

Nun denn, kein Grund darüber in Trübsal zu verfallen, denn auf Claudia Holunders Alltagsbunt-Blog wird es 2020, gerade weil es Corona gibt, wieder einen gebloggten Teezauber-Adventskalender geben – ich konnte einfach nicht widerstehen und habe mich angemeldet – große Freude!

2017 und 2018 war ich schon einmal mit dabei – Ehrensache, dass ich an jedem einzelnen Teetag darüber im Blog schrieb, darauf freue ich mich auch dieses Jahr schon sehr und natürlich wälze ich schon Pläne darüber, was ich wie versenden werde (verbunden mit der Hoffnung, dass die Post nicht wie 2018 so viele Kuverts verschwinden und einfach nicht ankommen ließ) – nie die Hoffnung aufgeben!