Brennts Mus

Bitte beachten: Werbung wegen Marken- und Ladennennung. Freiwillig, unverlangt, unentgeltlich, einfach weil ich drauf Lust hab, davon überzeugt bin und es deshalb gerne mache.

Zum ersten Mal von Brennts Mus oder auch Schwarzmus hörte ich nach unserem Umzug mitten auf die Schwäbische Alb. Ich hab gefragt was es ist und die Antwort unter „Mus, Brei, Kasch, Pamps und ein Arme-Leute-Essen von früher“ abgespeichert, gegessen habe ich es dort nie. 

Es ist nicht so, dass ich Brei nicht mag, ich war damals nur so jung, dass ich mir keine weiteren Gedanken darüber machte. In unseren, für mich sehr glücklichen, 1,5 Jahren dort aber wurde der Wunsch in mir, beruflich etwas von, aus und mit Lebensmitteln zu machen, immer stärker. Mein einziger Traum war es, das dortige Hauswirtschaftsgymnasium zu besuchen. Nun ja, Erstens kommt es anders, als Zweitens man auch denkt und die Pläne meines Vaters gingen für mich eh nicht in diese für ihn zu profane Richtung. In irgendeiner Parallelwelt, das ist ganz sicher, bin ich trotzdem eine glückliche Ernährungsgeschichteanthropologin. 

Zurück zum Brei, der alles andere als ein trauriges Einerlei ist. 

Auf unserer letzten Genussfahrt machten die liebste Freundin und ich am Mühlenladen der Seifert Mühle in Allemühl Halt:

Diesen können wir Euch voller Überzeugung wärmstens ans Herz legen, denn die Beratung ist erstklassig, so wie das vielfältige Sortiment, in dem immer wieder neue Produkte zu entdecken sind. Dieses Mal nahmen wir uns unter anderem Dinkel-Musmehl von der Ostermühle mit, um eben oben besagtes Brennts Mus selber auszuprobieren. 

Wir beide sind uns da ganz einig: Echtes Superfood ist das, was bestenfalls regional/heimisch erzeugt wird und sich nach dem Erntekalender verarbeiten lässt. Das und nichts anderes! Musmehl wurde übrigens von Slow Food als Passagier in die Arche des Geschmacks aufgenommen und HIER könnt ihr zu Slow Food und dem Schwarzen Brei auch noch einen schönen Artikel des Reutlinger Generalanzeigers anklicken. 

Wir lieben es, solche Genussfahrten zu unternehmen, Hofläden zu entdecken, zu besuchen und unsere Vorräte mit besten Lebensmitteln zu bestücken. Das ist wahre Nachhaltigkeit. Wir verwerten „von der Schnuffel bis zum Schwänzel“ aka Neudeutsch „from nose to tail“, so wie es unsere Vorfahrinnen schon taten. Frisch, lecker und dazu das gute Gefühl, Erzeuger und HoflädeninhaberInnen zu unterstützen und zu erhalten. 

Nun, hier kommt es, das fertige Brennts Mus, das frisch zubereitet als Frühstück eine tolle Basis für den Tag bietet. Kommt völlig ohne Zusatzstoffe und mit lediglich fünf Zutaten aus: Musmehl, Wasser, Milch, Salz, Honig – wobei jedem/jeder die Freiheit bleibt, den Brei selber so zu variieren, wie man es für sich möchte. Fertig ist die leckere, gesunde Laube:

Brennts Mus (2 Portionen):

Zutaten: 

75 g Musmehl, 1/4 l Wasser, 1/4 l Milch, 1 Prise Salz, 1 kleines Löffelchen Imker-Honig

Zubereitung:

Das Musmehl in einem Topf ohne weitere Zugaben und unter stetigem Rühren leicht anrösten, bis es nussig zu duften beginnt. Dann sofort mit Wasser und Milch ablöschen, die Prise Salz dazu und den Brei für mindestens 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis er die Konsistenz erreicht hat, die man mag, dabei immer wieder umrühren, damit er nicht am Topfboden ansetzt. Den Honig erst darunter rühren, wenn er fertig ist. 

Meine Beilage waren dazu mit der Gabel zerquetschte Erdbeeren, die ich nur mit einem kleinen Klacks eigener Marmelade ganz leicht nachgesüßt habe. 

Und wenn vom Mus was übrig ist, dann füllt das einfach in kleine, muckelige Puddingförmle und macht das hier draus:

2 Gedanken zu „Brennts Mus

  1. Vielen Dank für das Rezept, wird diese Woche ausprobiert.

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