Der 13. Dezember beschert mir Freude mit einem genialen Kuvert samt Karte und heiß geliebtem Ingwer-Tee. Gerade an diesem Tag, der sich zum 10. Male jährt.

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Liebe Judika, über Deine Teepost freue ich mich aus zwei Gründen ganz besonders:

Zum Einen ist da Deine Karte auf dem tollen Papier, das ich sehr mag und Deine Idee mit der Tasse, die meinem allerersten Gedankenentwurf für meinen Teetag so ähnlich ist, was mein Herz tatsächlich sehr berührt ♥.

Zum Anderen muss ich Dir sagen, dass ich Ingwer-Tee, eigentlich alles mit Ingwer, sehr liebe und so genieße ich ihn gerade, während ich dies hier schreibe. Eine sehr große Freude hast Du mir damit gemacht. Danke!

Dieser Tag, diese 13 hat aber auch noch eine ganz andere Bedeutung für mich:

Zehn.

Vor zehn Jahren bist Du gegangen. Der Schmerz darum bleibt, schleift sich aber mit jedem weiteren Jahr glatter, runder, sanfter. Ich denke oft an Dich. Meist voll Freude. Nur manchmal voll Bitterkeit. Es gibt immer wieder Momente in denen ich mir vorstelle, wie Du über Neues staunst, worüber Du lachen, worüber Du Dich aufregen würdest.

Zehn Jahre sind viel Zeit. Manchmal aber scheinen mir die Momente mit Dir, als wäre sie gerade erst vergangen und dann spüre ich in meiner Seele, wie ich auf die Knie ging und dachte, nie wieder einen neuen Atemzug machen zu können. Ich bin so dankbar dafür, Dich in diesem Baum immer wieder umarmen zu können. Diesen Baum, in dessen Rinde,  Wurzeln, Fasern, Blättern das von Dir aufging, was am Ende blieb.

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Der Tee zum 12. Dezember schmeckt nach Spanien und ich erzähle, was Orangen für mich mit Weihnachten verbindet.

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Danke Dir, liebe Annis Strickwahn(sinn) für diesen süßen Orangentraum ♥. Beim Öffnen des Kuverts kam mir ein richtiger kleiner Sternenregen entgegen und besonders gut gefallen hat mir auch das Tee-Zitat aus Peter Pan. Chapeau sage ich für diese herrliche Überraschung!

Ich bin ein Kind der frühen 1960er Jahre und als ich klein war, war die Weihnachtszeit noch nicht so kommerziell durchgetaktet wie heute. Die Wünsche, die Ansprüche waren noch nicht so groß, alles war sehr viel kleiner. Nein, nicht besser, aber anders als heute, die Menschen noch nicht so getrieben vom Streben nach stylischer Perfektion, nicht so genervt und an den Kassenbändern der Läden an der Kante zur Aggression. Niemand wäre auf den Gedanken gekommen, die Läden an einem 24.12., der ein Sonntag gewesen wäre, zu öffnen, denn der Sonntag, das war klar, der gehörte nicht dem Konsum, sondern der Familie. Weihnachten war nicht bunt blinkend, sondern Kerzenschein. War kein Brei aus allzeit bereitem und zu oft nervenden elektronischen Melodiengedudel, sondern es wurde selbst gesungen, das alte Symphonium der Großeltern aufgezogen oder eine Schallplatte aufgelegt. Das Wohnzimmer wurde zum Weihnachtszimmer mit verschlossener und verhangener Tür. Der Baum wurde von den Eltern geschmückt, nicht von uns Kindern und Bescherung war erst, wenn wir frisch gebadet, schön angezogen waren und zu Abend gegessen hatten und auch dann erst, wenn das Christkind, bevor es aus dem Fenster wieder herausgeflogen war, eine kleine Glocke läutete, denn eines war ganz besonders wichtig: Wir durften es auf keinen Fall selber sehen, denn sonst wäre es um all das Geheimnisvolle rund um Weihnachten geschehen gewesen!

Ich wuchs nicht ärmlich auf, sondern in einfachen Verhältnissen. Das Fernsehen war noch nicht bunt, und unser Auto so klein, dass wir Kinder bei der Fahrt zu den Großeltern auf den Koffern saßen, die auf der Rückbank lagen. Der Krampus gehörte zum Nikolaus und so war dieser Tag nicht nur einer aus purer Freude wie heute, sondern von Kettengerassel begleitet und ziemlich gruselig. Der Weihnachtsmann begleitete lediglich das Christkind, das die Geschenke brachte. Geschenke waren nicht zwingend neu, manche waren Handarbeit, andere würde man heute als Upcycling bezeichnen.

Am 1. Dezember durfte ich das erste Türchen an meinem glitzernden Papierkalender öffnen. Es gab zwar auch schon solche mit Schokolade, wie bei der amerikanischen Familie in unserem Haus, einen solchen aber mochte ich nicht, weil mir das Glitzern und die mit jedem Tag neuen, bunten Bildchen so viel zauberhafter schienen, was bis heute so geblieben ist.

Zum Nikolaustag bekamen wir von unserer Oma mit dem Prinzessinnennamen stets einen Teller mit Nüssen, kleinen, rotfleischigen, knackigen und würzig schmeckenden Weihnachtsäpfeln, Kekse, Schokolade und einer großen in Papier gewickelten Orange und ja, darauf freute ich mich jedes Jahr. Dieser Teller war ein großer und wichtiger Teil meiner Adventsfreude. Auf diesem Teller gab es keine Spielzeug, keine anderen Geschenke, kein Geld, aber er wurde immer mit großer Freude begrüßt! Das Orangenpapier öffnete ich sehr vorsichtig, strich es sorgfältig glatt und bewahrte es lange auf, so lange eben, wie es noch immer nach dieser großen, perfekten, saftig süßen Orange roch!

Orangen, die gab es damals, auch das kann man sich heute gar nicht vorstellen, zur Weihnachtszeit, so wie Mandarinen auch. Es gab sie nicht das ganze Jahr lang aus allen möglichen Ecken der Welt zu kaufen. Damals gab es auch keine frischen Erdbeeren, Him- oder Brombeeren zur Weihnachtszeit. Damals hatte alles seine eigene Zeit und der Winter gehörte nun mal den Orangen.

Als ich gegen Ende der 1970er Jahre das erste Mal nach Spanien kam, dort blühende Orangenbäume sah und das allererste Mal eine sonnenwarme, frisch vom Baum gepflückte Orange aß, da war das ein ganz komisches Gefühl für mich, ich musste an Weihnachten denken, obwohl es mitten im Sommer war und ganz besonders meine Oma fehlte mir in diesem Moment sehr.

Und so schließt sich der Kreis: Spanien – Orangen – Weihnachten.

 

Herzerwärmende Teestunde mit der Schneekönigin zum 11. Dezember

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Ich liebe Märchen, besonders auch dieses von Hans Christian Andersen, bei dem ich jedes Mal erneut hoffte, dass doch noch etwas passieren würde, was das Herz der Schneekönigin mit lauter Liebe erwärmen könnte.

Liebe Brigitte amselgesang, Dein Kuvert hat mich in das Fühlen meiner Kindheit hinein versetzt und dafür gebührt Dir mein inniger Dank!

Auch dieser Tee ist ein noch ganz unbekannter für mich gewesen und er hat unvergleichlich gut geschmeckt ♥.

Am 2. Advent, dem 10. Dezember, bringt das Christkindl einen Tee und ganz schön viel Schnee!

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Käthes Handarbeitsblog hatte für den heutigen Tee das Christkindl als Helferlein – und da es für uns heute auch noch richtig viel Schnee im Gepäck hatte, passte er weihnachtlich perfekt zu diesem frostigen Sonntag – ganz herzlichen Dank dafür, liebe Käthe! Diese Sonnentor-Tees sind im Winter besonders toll.

Apropos Schnee – so wundervoll begrüßte uns der heutige Morgen im Bayerischen Wald:

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Auch auf dem Weg nach Hause war über mehrere Hundert Kilometer überall Weiß zu sehen, ab ca. der Hälfte des Heimwegs zog es immer mehr zu, der Wetterbericht im Radio warnte vor starkem Schnee, Regen, Wind und tatsächlich wurde das Fahren langsam schwieriger. So sah es dann schon fast daheim aus, was bei uns in den Wintern nicht mehr alltäglich ist:

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Im Heimatdorf angekommen, standen an den Straßen, die bei uns bergauf führen, die ersten Autos quer und als auch wir im Wagen rückwärts rutschten und von oben ein anderes recht schnell auf uns zuhielt, wurde mir ganz schön flau im Magen. Zum Glück kam es nicht zur Kollision, aber auch zwei andere Wege nach Hause waren nicht mehr befahrbar. Erst ein Tipp vom Sohn brachte uns auf einem vierten Glück und wir landeten wohlbehalten und ziemlich erleichtert in unserer Garage.

Nur falls sich das jemand fragen sollte: Ja, ich mag den Schnee noch immer :).

Ich hoffe, dass ihr heute alle wohlbehalten und glücklich daheim sitzt und den Sonntag genießen könnt!

Bis morgen bei der nächsten Teetasse grüßt Euch, Ev

Ich bin der 9. Teedezember

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Liebe Teeadventskalenderfreundin,

als ich mich zu Alltagsbunts Teeadventskalender anmeldete, schaute ich mir den vorherigen bewusst nicht an, weil ich sonst noch unsicherer geworden wäre, wie mein Beitrag aussehen soll.

Den Tee, den wir heute gemeinsam trinken, für den habe ich mich ganz schnell entschieden. Früher hätte man mich mit Fencheltee jagen können, aber der schmeckte auch nicht so fein wie dieser mit den drei Fenchelsorten, den ich gerade jetzt sehr  schätze, wenn es so viel süßes, deftiges, kräftiges zu essen gibt.

Mit dem Drumherum tat ich mich, wie gesagt, sehr schwer. Als ich endlich einen Entschluss in Form einer Teetasse gefasst hatte, begegnete mir im November auf meinem Gang ins Büro auf einem Zaunfundament diese Teekanne, die da einfach so in der Morgendämmerung auf eine neue Liebhaberin oder einen neuen Liebhaber wartete. Ich war sofort hin und weg, zückte das Handy, knipste und wusste, dieses Bild und nur dieses sollte mein Teeadventskalenderbild werden.

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Tja und dann kam die Kuvertfrage. Ich wollte einfach keine finden die mir passend schienen, aber als mir beim Aussortieren daheim ein altes Jamie-Oliver-Weihnachts-Magazin in die Hände fiel, war alles klar und jede schöne Seite darin wurde vorsichtig herausgetrennt, zurecht geschnitten, gefaltet und geklebt. Ich hoffe, dass das Kuvert, auf dem vorne drauf das mit Zitronen gefüllte Brathähnchen zu sehen ist, nicht ausgerechnet bei einer Vegetarierin im Briefkasten landete ;).

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Wenn ich meinen Fencheltee auch noch so heiß und innig liebe, so ist mir doch klar, dass er nicht so beliebt wie ein Weihnachts- oder Pfefferminztee ist, aber – und das ist sein großer Vorteil – man kann ihn nicht nur trinken, sondern auch in feinen und sehr aromatischen Keksen genießen und so lege ich Euch mein Rezept sehr gerne ans Herz:

Fenchel-Zitronen-Busserl

Zutaten:

220 g Süßrahmbutter, 120 g Zucker, das Mark einer Vanilleschote, 1 Bio-Zitrone abgerieben und entsaftet, 3 Tropfen Primavera Zitronenöl für Lebensmittel, 2 Beutel 3-Fenchel-Tee (oder auch Anis-Kümmel-Fenchel-Tee), 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Tl Weinsteinbackpulver, 300 g Mehl, Puderzucker

Zubereitung:

Die Butter zusammen mit dem Zucker weißschaumig schlagen, Vanillemark, Zitronenschafle, Zitronensaft, das Zitronenöl und die gemörserten Teesamen darunterrühren, dann das verklepperte Ei. Zuletzt das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver verrühren und die Mischung ganz sanft und vorsichtig unter die Butter-Zucker-Mischung heben. Auf keinen Fall zu fest oder zu lange, damit der Teig nicht patzig wird.

Den Ofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Backbleche mit Dauerbackfolie (natürlich geht auch Backpapier) auslegen.

Mit feuchten Händen aus dem Teig kleinere Kugeln formen, die in den Puderzucker drücken und dann mit der unbezuckerten Seite auf das Backblech setzen. Immer nur vier Reihen á 5 Kugeln pro Blech, da die Busserl etwas auseinander laufen. In der Ofenmitte für ca. 15 Minuten goldgelb backen.

Wir mögen unser Gebäck nicht so süß, deshalb verwende ich nur 120 g Zucker. Die Busserl werden so zitroniger und aromatischer, da die Süße nicht so viel Geschmack überdeckt.

Ich hoffe, mein Fenchelgedanke schmeckt Euch.

Am 8. Dezember lässt Frau Frieda es schneien!

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Frau Frieda Nicoles Tee schneite mir regelrecht aus dem Umschlag entgegen und auch ihre Karte zieren unterschiedliche Schneeflocken – ein Winterschneeflockentee-Traum – ich bedanke mich ganz herzlich!

Einen Tee namens „Liebe“ hatte ich die Woche auch in der Hand, als ich nach einem für unseren Sohn suchte und mit ganz viel Liebe zum Tee habe ich diesen Tee hier aus seinem hellblauen Beutel befreit und aufgegossen. Nun, ob das mit Minze & Lakritze, also mit Letzterem, nicht mit Ersterem, jemals Liebe wird, das wage ich nicht zu beantworten. Ersteres liebe ich ja sehr, bei Letzterem bin ich hin und her gerissen, aber man soll ja nie „Nie“ sagen und für ein schnödes Nein wäre mir das ganze blaue Kuvert innen und außen sowieso viel zu schade gewesen. Deshalb ein liebevolles Danke von mir zurück.

 

Teepost aus der Schweiz für den 7. Dezember und Schoki ist auch dabei ♥!

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Geheimnisvoll schön in ihren warmen Orange- und Gelbtönen ist die Weihnachtskarte von Kreativhäxli Veronika und ich muss sagen, dass sie mir in der von ihre gewählten Kombi mit braunem Pflanzenfaserpapier außergewöhnlich gut gefällt!

Herrlich auch die Weihnachtsmannbriefmarke, habt Ihr sie auch gleich gesehen?

Die Schoki hab ich mir zum feinen Ingwer-Zitronen-Tee munden lassen, zu dem sie hervorragend gepasst hat. So einige neue Tee-Sorten durfte ich seit dem 1. Dezember kennenlernen – was für eine geniale Adventskalenderaktion, die mir eine solche Freude macht!