2021 – Das große Jahr der Miniaturen: 12/52 = Hände

Initiiert und gehostet wird das große Jahr der Miniaturen durch Susanne vom Nahtlust-Blog. Bei ihr könnt Ihr, wenn Ihr auf das dazugehörige Miniaturen-Banner oben auf der rechten Seite ihres Blogs klickt, eine Auflistung sämtlicher Beiträge zu diesem tollen Miniaturenjahr sehen – und wer weiß, vielleicht habt Ihr ja selber Lust, Euch inspirieren zu lassen, um selber mit dabei zu sein?!

In dieser Woche, auch zu diesem Thema, ist noch nicht einmal ein Anflug von Leichtigkeit in mir.

Diese Woche ist für mich auf vielen Ebenen sehr schwierig, schmerzhaft, anstrengend. Nicht zuletzt was rund um Corona passiert.

Nur dass wir uns hier nicht falsch verstehen:

Ich bin und bleibe wissenschafts- und faktenbasiert, realistisch und humanistisch, respektvoll, ohne einen Hauch von Verschwörungsmythen, Faschismus, Hass.

Das ist das Thema „Hände“ für mich:

Wir schaffen das nur gemeinsam. Mit Respekt, ohne Rassismus, ohne Faschismus, ohne Politiker oder Wissenschaftler erhängen, erschießen, ermorden zu wollen, ohne Impfcentren anzugreifen, ohne Lügenmärchen.

Wir schaffen das nur Hand in Hand. Händen in Händen. Wir alle gemeinsam.

Geimpft

Ich habe hier mehrfach zu langen Texten angesetzt, die ich immer wieder gelöscht, dann wieder neu begonnen habe. 

Ich habe einfach keine Lust mehr zu diskutieren und mir immer krudere Theorien anzuhören. 

Ja, ich habe die erste Dosis Astra-Impfung erhalten und – oh Wunder – schreibe nicht aus einem Leichensack.

Ich bin pro AHAL-Regeln, auch bei mir hat das letzte Jahr Spuren hinterlassen, Faschismus geht gar nicht, auch keine Partei, die sich Alternative nennt, erst recht nicht Holocaust-Leugnungen. Für mich steht Humanismus und Wissenschaft über allem und die Einstellung, dass meine Grenzen dort aufhören, wo die meines Gegenübers anfangen. Ich lebe nicht in einer Diktatur, trotzdem bin ich nicht mit allem einverstanden. Ich stehe auf Realismus, nicht auf Utopie.

Und ich bin der festen Überzeugung, dass Corona noch nicht mal ein befriedigendes Vorspiel für das ist, was mit dem Klimawandel auf uns wartet. 

So und jetzt warte ich auf die ersten Demonstrationen dafür, dass es Pferde-Herpes gar nicht gibt, auf das Lied „Eierlos durch die Nacht“ bei einer Demonstration dafür, dass die Geflügelpest ein Märchen der Echsenmenschen ist und die dafür, dass alle, restlos alle Pandemien seit dem Moment an, als die ersten Humanoiden sich aufrecht auf ihre Beine stellten, von skrupellosen Wissenschaftlern gesteuert wurden. 

Gesalzenes Popcorn, deucht mir, sollte bei der Betrachtung all dessen am besten schmecken.

Lest das bitte, gebt BloggerInnen Bescheid, wenn Euch so etwas begegnet ist und zeigt es an, wenn es Euch selbst passiert!

Ihr Lieben,

ich möchte Euch auf diesen Beitrag von Linsenfutter hinweisen und Euch bitten, ihn zu lesen. 

Jürgen von Linsenfutter weiß, dass es auch ihn betroffen hat, dass eine unbekannte Person, in seinem und im Namen anderer BloggerInnen von WordPress-Blogs volksverhetzende Kommentare versendet hat. 

Anzeige ist bereits erstattet und die Kripo ermittelt.

Leider bekommen die BloggerInnen das nur dann mit, wenn ihnen ein Feedback von den Leuten gegeben wird, bei denen diese Hasskommentare ankommen. Solltet Ihr so etwas lesen, dann fragt bei den BloggerInnen bitte nach, ob diese wirklich von Ihnen stammen, damit sie reagieren und solche Vorgänge anzeigen können. 

Vielen Dank, dass Ihr bis hierhin gelesen habt.

Unerwartete Wollfreude aus Norwegen

Eher widerwillig nahm der bonfortionöse Gatte von der Mutter eine Tüte mit zwei Strängen Wolle für mich mit, die sie von einer Freundin bekam, der das Altern einen Strich durch das Stricken gemacht hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich so zu Wolle gekommen bin und ganz ehrlich ist es so, dass das, was sich in diesen Tüten so fand, zu einem Großteil nicht mehr brauchbar war.

Aus diesem Grund wollte er die Tüte gar nicht erst mitnehmen.

Zum Glück aber tat er es dann doch, denn ich sah schon durch sie hindurch, dass die zwei Stränge etwas richtig schönes sind! Es ist reine Schurwolle einer norwegischen Garnspinnerei in einem sanften Schokoladenbraun. Schon älter, aber das stört mich nicht. Die alte Dame hatte sie sehr gut aufbewahrt und so ist noch nicht mal im Hauch ein muffiger Geruch an ihnen und meine Freue wirklich groß.

Die Wolle erinnert mich daran, dass eine junge Frau im Inet tatsächlich einmal ernsthaft die Frage stellte, nach wieviel Jahren man Wolle überhaupt noch verstricke. Konkret handelt es sich um vier Jahre alte Knäuel, die sie als viel zu alt empfand und somit schon jenseits jeglicher Haltbarkeit empfand … Sachen gibt’s, die kann man sich gar nicht ausdenken.

Die älteste Wolle in meinem Stash ist welche, die aus den 1930er bis 1950er-Jahren stammen soll. Bislang hat mir da aber niemand bestätigen können.

Die Wollspinnerei in Norwegen gibt es noch heute, einfach mal nach dem Namen suchmaschinen.

Natürlich bin ich neugierig, ob sie sie selber einmal in Norwegen gekauft hat oder wie die Wolle zu ihr kam.

EDIT: Rätsel gelöst = die Dame arbeitete einmal in einem Wollegeschäft :).

Der 19. Blogteezauberzember 2020 mit Sternenpost

Liebe Heidrun von Meine kreativen Seiten,

wie schön, dass wir uns auch dieses Jahr zum gemeinsam Blog-Tee-Genießen treffen! 

Vielen Dank für Deine schöne Karte, ganz besonders natürlich für den Strohstern, den minz-lakritzigen Tee und Dein Gedicht, das zeigt, dass der Sinn der Weihnacht nicht nur an einem Tag im Jahr liegt, sondern an jedem einzelnen Tag davor und danach in uns selbst immer wieder neue Chancen auftut. 

Ich werde es heute noch einige Male in die Hand nehme, lesen und darüber nachdenken.

Auf Wiederlesen morgen bei Mit Nadel, Faden und viel Liebe.

Immer hat eine recht, weil sie recht hat

Die Entscheidung zu bloggen machte ich mir nicht leicht. Ging ein ganzes Jahr in mich und startete dann erst zögerlich, dann voller Begeisterung und noch immer ist der Blog mein liebstes Medium, wenn auch das Unbeschwerte des Anfangs nicht mehr da ist, da sich vieles geändert hat in den vergangenen 17 Bloglebenjahren.

Vor einigen Jahren ließ ich mich in einen Phasebuch-Account hineinquatschen, das Gesichtsbuchdasein und ich wurden aus vielerlei Gründen keine Freunde, weshalb ich wieder ausstieg und seither ist mir noch klarer, was ich am Bloggen habe.

Das Bilderbuch Instagram ist ebenfalls nicht mein Medium. Alles mit Bildern, die natürlich stets wunderschön sein sollen, in meinem Leben zu bebildern, ist einfach nicht meine Welt. Ich hatte es noch nie so mit Bilderbüchern und erst recht nicht mit Schönmalereien.

Das letzte große Dritte, das Zwitschern, das reizte mich auch nicht. Naja, über die Jahre seines Beginns hinweg nicht, bis Corona sich deutlich manifestierte und ich darin die Möglichkeit sah, sehr schnell an Informationen zu kommen, schneller als in jedem anderen Medium. Ich ließ mir eine kurze Einführung vom großen Sohn geben, der tatsächlich Digitalnativ ist, was ich nicht bin (allem digitalen sehr aufgeschlossen, habe ich tatsächlich noch sehr bewusst Lochkarten erlebt), er meldete mich an und da war ich und konnte so problemlos den für mich seriösen und vertrauenswerten WissenschaftlerInnen, ForscherInnen, MedizinerInnen, PflegerInnen, Infoportalen wie Volksverpetzer, etc. folgen. Zu ganz großem Teil macht das die Bubble aus, in der ich mich bewege, aber eben nicht nur, denn wie das so ist, auf Twitter stieß ich auf tolle HistorikerInnen, KünstlerInnen, BestatterInnen, MitmenschInnen (aka BloggerInnen) die ich nicht missen möchte, da ich ihnen bereits vorher z. B. über ihre Blogs folgte.

Zum allergrößten Teil dient mir Twitter also zur Informationsbeschaffung, zu einem wesentlich kleinen Teil aber auch zu einem zwanglosen Austausch, der manchmal herzerfrischen albern sein kann, aber auch mal mitfühlend, traurig, banal und oder einfach nur nett, freundlich, schön.

Das ist meine Bubble.

Zwangsläufig gerät man nach einiger Zeit auch in Berührung mit anderen Blasen, manche platzen recht schnell, denn die Kommentarkommunikation kann extrem schnell, ohne dass frau das geahnt hätte, ins Hämische und ekelhaft Selbstgerechte abrutschen und wenn eine mal damit angefangen hat, dann folgen ganz schnell die treuen Abwatscherinnen aus deren ureigenen Seifenblase und das kann eine Dynamik annehmen, der ich nicht folgen kann. Ich rede da nur zum Teil aus eigener Erfahrung, zum anderen Teil sind das Tweets anderer Personen, die regelrecht vorgeführt und auf distanzlose und übergriffige Art und Weise abgewertet werden.

Das ist nicht mein Kommunikationsverständnis und abgesehen davon, passiert momentan um uns alle herum so viel schlimmes, für das es sich viel eher lohnen würde, den Mund so grandios aufzumachen und Position zu beziehen, von solchem aber berichten diese MenschInnen dann aber extrem wenig bis gar nicht.

Ich möchte mir über deren Beweggründe keine Gedanken machen, es reicht, das sie mich so unangenehm berühren, dass ich gar keinen näheren Diskurs oder Kontakt haben möchte.

Das was um uns alle herum passiert, was rund um mich herum passiert, das fordert mich, das macht mich zum Teil sehr traurig und ab und an sogar Angst – wohlgemerkt nicht vor dem sachlichen Virus, sondern einzig und allein vor dem menschlichen Faktor. Das Leben wie es vor Corona war, das ist jetzt anders, die Hoffnung bleibt, dass irgendwann wieder Normalität eintritt und so wie es immer wieder neue Entwicklungen gibt, so entscheide ich wie alle anderen immer wieder aufs Neue, wie es mir damit am besten geht.

Am vergangenen Freitag war so ein Tag, an dem mir auf Twitter alles zuviel wurde, weshalb ich mich einfach herauszog. Mein Sohn bekam das mit und wir hatten anschließend ein langes, sehr informatives Gespräch über Kommunikationskultur, mein Selbstverständnis als Bloggerin und mein Unverständnis darüber, womit ich bei Twitter in Berührung komme und was für eine vergebene Liebesmüh das ist, mir über die oben beschriebenen negativen Auswüchse überhaupt Gedanken zu machen, geschweige denn, dort auf ein sachliche Diskussionen zu warten, wo Menschen einfach nur ihr Recht auf das Rechthaben ohne Anstand herauszurotzen. Ja, ich werde meinen Account dort behalten, aber ich werde mich bemühen, wieder dorthin zu kommen, wo ich am Anfang war: Information bekommen, meine Solidarität durch Retweet zu zeigen. Mich dort austauschen, wo ich weiß, dass ich das mit Menschen mache, die so machen wie ich – und natürlich weiter neugierig auf alles Neue zu sein, dem ich dort begegnen kann.

Meine digitale Wohlfühlwelt ist und bleibt (hoffentlich) das Bloggen.

Ein kleiner Wald

Solch eine unbändige Freude hat mir das Weihnachtsbäumchen-Stricken bereitet, dass ich, erst einmal damit angefangen, nicht mehr damit aufhören konnte!

Im Gegensatz zum Original habe ich tatsächlich komplett auf das Einstricken eines Musters verzichtet, einfach um nicht von der Schönheit der handgefärbten Garne abzulenken, weil mir in diesem Fall weniger mehr ist. 

Aus dem Endfaden des Wipfels habe ich eine kleine Luftmaschenreihe gehäkelt und diese fest vernäht, um die Bäumchen später an diesem Schlupf aufhängen zu können. 

Auch bei den Stämmchen verfolgte ich einen anderen Plan, strickte diese nicht, sondern nutzte gut durchgetrocknete Holunderzweiglein aus dem Garten, was die Bäumlein nicht so statisch, sondern viel netter bewegt aussehen lässt. 

Als Füllung habe ich kardierte Schafwolle verwendet. 

Jetzt werde ich noch ein bischen überlegen, wie der fertige Weihnachtsbaumwaldfensterschmuck letztendlich aussehen soll, wovon es dann wieder ein Bild geben wird. 

TV-Tipp: Nordwolle Rügen – und wie ich endlich meine perfekte Jacke fand

Ja, das ist Werbung – freiwillig geleistet, unverlangt, unabgesprochen und mit dem vollen VK bezahlt. Also: Die Blogpolizei kann sich getrost schleichen!

Als ich noch beim Unternehmen XY arbeitete, bekam ich eine für mich übergroße Vollfunktionsjacke mit allem Schnick & Schnack der Firma mit dem Pfötchen drauf. Zum Schutz vor Schmutz und noch viel mehr vor Kälte. Diese Jacke habe ich viele Jahre getragen, auch nachdem ich nicht mehr bei XY war, weil sie praktisch war und mich in der kalten Jahreszeit perfekt über den Podex hinaus vor Schmutz, Nässe, Kälte schützte. Über 15 Jahre ging das so, bis sich die Innenbeschichtung eines Winters aufdröselte, hinaus bröselte und die Jacke so keinen Schutz mehr bot.

Was nun?

Ich tendierte wiederum zu einer Funktionsjacke. Zu einer richtig warmen, Nässe, Wind, Kälte abhaltenden, über meinen Podex hinaus. Ich sichtete Angebote, wälzte Kataloge und irgendwann war ich von all den Jacken regelrecht erschlagen, vor lauter Auswahl konnte ich mich nicht entscheiden, bis ich für mich alles auf einen Punkt herunterbrechen konnte:

Ich wollte definitiv keine Jacke mehr, die aus fast nichts mehr außer Kunststoff bestand und sei er mit noch so tollen Eigenschaften ausgestattet.

An diesem Punkt hatte ich genau ein Bild im Kopf:

Mit Anfang 20 kaufte sich mein Opa, der mit der Gattin mit dem Prinzessinnennamen, eine neue Wanderjoppe und ich war überglücklich, dass ich dafür seine alte bekam, vielgetragen, vielgeliebt und durch und durch aus Filz, so fest gewalkt, dass Kälte und Nässe keine Chance gegen sie hatten.

Der Joppe war ich längst entwachsen, was kein Problem war, denn ich hatte ja noch meinen Paletot, ebenfalls aus Filz, aber eben auch nicht wirklich praktisch, da lang und breit und bestens geeignet, im Winter mit seinen Ärmeln irgendwelche Tische leer zu fegen oder Regale auszuräumen – keine Langzeitlösung halt.

Ich wusste, dass Wolle in meiner neuen Jacke sein sollte, aber vielleicht innen getragen als Fell, außen Leder?

Naja, die letzten fünf Winter waren mit meinem Paletot gut zu überwinden, auch wenn er keine Dauerlösung war und dann sah oder las ich zu Beginn des letzten Jahres einen ersten Bericht über Nordwolle Rügen und da fiel es mir wie Schuppen aus den Augen: Da, genau da hing ja meine Jacke:

Passt perfekt – kein Kunststoff, außer dem Reißverschluss – ein wundervoller, robuster Filz und drin steckt eine überglückliche Jackenbesitzerin, die gar nicht mehr damit aufhören kann, beseelt zu grinsen!

Im NDR-Fernsehen auf die nordstory – Wolle for future könnt Ihr Euch ein eigenes Bild von der Nordwolle Rügen machen.

Wenn Ihr ebenfalls genug von der vielen Plaste in der Kleidung und ihren schlimmen Folgen für unsere Umwelt habt, dann denkt doch mal drüber nach, ob diese tatsächlich nachhaltigen Jacken nicht auch etwas für Euch sind. Für Euch, für die Umwelt, für die Schafe, die Natur und für all diese handwerklichen Betriebe und die Arbeitsplätze, die damit einhergehen. 

Der Hofladen vom Ludwighof in Hoffenheim

Natürlich ist das Werbung = unverlangt, unbezahlt, unverantwortet – alleine ganz von mir aus.

Der Ludwighof und sein Hofladen sind ein ganz herrliches Projekt, das einem alten Gebäude ein neues und sehr bereicherndes Leben eingehaucht hat. Klickt die Homepage unbedingt ein, um zu sehen, wie herrlich der Ludwighof mit all seinen Nebengebäuden ist.

Die junge Chefin im Hofladen packt ihre Pläne voller Energie an und setzt um, was für sie das Leben schöner, leckerer, lebenswerter macht. 

In Kooperation mit zahlreichen anderen tatsächlich regionalen Erzeugern kocht sie nicht nur ein, sondern bietet unter anderem ihre im eigenen Holzbackofen gebackenen Kuchen, Brote, Seelen und noch mehr an und steckt voll mit sehr viel mehr Ideen.

Anschauen, reinkommen, wohlfühlen und in einem authentischen Ambiente, dessen Renovierung voller Behutsamkeit begonnen hat, voller Geschichte und Geschichten, einfach genießen!