Kastriertes Bloggen

Da ich ab dem 25.05.2018 wegen der undurchschaubaren DSGVO nicht aufgeben mit dem Bloggen aufhören mag, es ist mir zu lieb, werde ich, um aller möglichen und vermuteten Blogdatensammelei vorzubeugen, die Kommentarfunktion komplett abschalten, ebenso die Funktionen Like und Teilen, die ich schon jetzt jedes Mal von Hand heraus nehme. Einen Newsletter biete ich eh nicht an, auch kein Kontaktformular.

Wer Fragen, Bitten, Anregungen, Lob ab dem 25.05.2018 hat, darf sich gerne so frei fühlen, sich direkt bei mir über die im Impressum angegebene Mailadresse anzuschreiben.

Wobei, da werden dann ja auch digitale Spuren hinterlassen …

Gnaaaaaah!

Welche schlauen Menschen zeichnen für diesen, meiner persönlichen Meinung nach, halbgaren Schwachentwurf eigentlich verantwortlich?!

 

 

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DSGVO – Du nimmst mir mein Nimmer- mein Lummerland!

DSGVO – ich habe in den letzten Tagen, Wochen, Monaten sehr viel über Dich gelesen, so viel, dass ich mittlerweile das Gefühl habe, mit jeder neuen Info noch weniger zu wissen als vorher.

Du siehst, Du bist mir bekannt. Aber ich kenne Dich nicht, denn Du bist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Dein Grundgedanke ist der, dass niemand leichtfertig mit unseren Daten umgeht, die wir, die wir uns im Digitalland bewegen, überall dort hinterlassen. Das ist ein guter Gedanke, aber was hast Du draus gemacht?

DSGVO – ich bin keine Digital-, sondern eine Analog-Native, aber eine, die sich gerne informiert, die wissen möchte, um was es sich dreht, aber vor Dir, da strecke ich alles nieder, was ich aufstellen könnte und möchte, denn ich V.E.R.S.T.E.H.E Dich NICHT! Und ich bin mir noch nicht mal sicher, dass Du Dich selbst so verstehst, wie Du verstanden werden willst!

Du siehst, ich versuche mir ein Bild von Dir zu machen. Von mir machst Du Dir bestimmt keines, denn ich schreibe hier privat. Ich schreibe keine Werbeaufsätze für irgendwelche zu bewerbenden Artikel, ja, ich biedere mich noch nicht mal Handarbeitsbücherrezensionen an, denn ich kaufe die alle von meinem eigenen Geld selbst. Schockierend und schön blöd, gell? So wie auch die Garne, die ich verarbeite, alle anderen Bücher, die ich lese, die Zutaten für die Gerichte, die ich koche, ja, auch meine Schuhe, die nicht fad genug für ein graues Leben sind oder die Mützen für über mein ausfallendes Kopfhaar – alles kaufe ich selbst, lasse ich mir nicht für mein Schreiben sponsern, nein, auch keine Gasthausbesuche. Ich lass mir keine Kreuzfahrten oder Urlaubsreisen bezahlen, auch nicht meine Sjöden-Klamotten oder die Perlen, die ich verarbeite, die Garne, die ich versticke, die Farben, mit denen ich male oder die Kamera, mit der ich knipse, auch keine Kino-, Zoo-, Museums-, Wollfestbesuche – alles bezahle ich  auf den Cent genau weiter gerne freiwillig selber. Wie öde, gell! Ich bin die Herrin meines eigenen Lebens, niemands Mietschreibmagd. Ich schreibe über mein Leben, über einen Teil davon. Manchmal hat das Schreiben einen therapierenden Effekt, manchmal baut es Druck ab, lässt Phantasie blubbern, Frust raus und Lust rein.

DSGVO – Du nimmst mir meine Bloglebensqualität.

Viele private Blogs haben mittlerweile vor Dir kapituliert, aufgegeben, wurden gelöscht, aus Angst davor, Fehler zu machen. Gestern, bei Angela, kamen mir die Tränen, denn ihr Blog war einer der ersten, in dem ich las, bevor ich mich selber zu schreiben traute. Die Frage ist nicht wann, sondern wer wird die nächste, wird der nächste sein, deren Verschwinden mich zum Weinen bringt?

Ist es das was Du willst? Keine privaten Meinungsäußerungen mehr? Nichts, was diese Blogs, so wie meiner, miteinander teilen können, weil wir Daten austauschen? Ja verflucht noch mal, glaubst Du ich bin Evchen White, die sich damit eine illegale Datenabgrabscherkrake aufbauen will, um so ganz im Heimlichen danach zu trachten, mir die Welt im Digitalwahn untertan zu machen, um als Watching Big Sister im Mamamobil und nur noch roten Schuhen die Hirne meiner Leserinnen und Leser rein zu waschen und munter gegen bare Münze zu manipulieren?!?!?

Wenn ich diese vermeintliche Chance in den vergangenen 14 Jahren nicht ergriffen habe, warum sollte ich dann jetzt damit anfangen, wo ich doch immer noch nur Lesen und Schreiben will?

Es hat einen Grund, warum im Impressum nicht mein Klarname steht, denn eines ist gewiss so sicher wie das Amen in der Kirche, dass Du mich nicht vor diesem Grund schützen wirst, wenn der vor meiner Tür steht.

Heisst Schutz für Dich, dass ich vor Dir und allen anderen alle Hüllen fallen lassen muss?

Ich will nicht aufgeben, aber wo bleiben denn Deine Optionen für Menschen wie mich, die rein privat sind, nicht Jura studiert haben und keine EDV-Nerds sind? Diese Optionen sind Dir doch, mit Verlaub, scheißegal, denn Dummheit schützt vor Schaden nicht. Wie schade, dass Du Deine eigene nicht erkennen kannst, denn Ausnahmen bestätigen doch die Regel – oder bist Du davon überzeugt, päpstlicher als der Papst zu sein?

Und was machen die die aufgeben?

Die gehen zum großen Teil hinüber zum Zuckerbergschen Gesichtsbuch.

Kopf-Tischkante-Kopf-Tischkante, etc., pp, usw. …

Nein, soweit willst Du dann doch nicht gehen, dass die Mutter aller Datenabgreifungsvarianten nicht weiter analysieren, vermuten, ahnen, spezifizieren, abklären, abgleichen kann soviel wie sie will und noch mehr, was man sich gar nicht vorstellen mag. Und damit dann auch noch richtig Geld verdient.

DSGVO – ehrlich, ich versteh Dich wirklich nicht.

Von meinen 14 Jahren im WWW sind mir ganze 8 darin abhanden gekommen und deshalb weiß ich, dass es auch ein Leben vor und nach Blog gibt. Ohne gesichtsbuch, instantgram und tswitter auf jeden Fall.

Du scheinst stets lenk- und überprüfbares Grau sehr zu lieben. Alles genormte, paragraphisierte, alles was schön stramm überprüft marschiert und dabei kein Liedchen pfeift, dass Dich beim Kontrollieren stören könnte.

Manchmal denke ich, dass ich gleich aufwache um festzustellen, dass ich nur geträumt habe, in einem dieser miesen Science fiction-Filme festgehangen zu haben, in dem man mich zwingen wollte Soylent Green zu essen …

Meine Blogroll ist schon weg vom Blog, mein Gravatar gelöscht, ich lasse nur noch Kommentare zu, man kann bei mir nicht mehr „Like“ drücken und auch nicht mehr „Teilen“.

DSGVO – Du nimmst mir das, was ich an Blogland so liebe: Leichtigkeit, Unbekümmertheit, genau dieses kleine, große Nimmer- und das Lummerland, in dem ich, in dem wir uns so frei bewegen, lesen, schreiben konnten.

 

 

 

 

Zumachen!?

In unserem direkten und größeren Umkreis wurden und werden immer mehr Verbindungen zugemacht, wegen Überholung, Neubau, Sanierung.

Wohl dem, der Ortskenntnis und/oder ein wirklich gutes Navigationssystem hat.

Arztpraxen, ärztliche Einrichtungen schließen wegen Überalterung der Inhaber und wegen finanzieller Erwägungen.

Wohl dem, der mobil genug ist, weiter weg zu fahren, dessen kognitive und digitale Fähigkeit dazu ausreichen, ein selbstbestimmter und mündiger Patient zu sein. Wohl dem, der über ein soziales Netz verfügt.

Erst gaben die vielen kleinen und tatsächlich noch ihr Handwerk ausübenden Bäcker auf, nun beginnen die kleinen und tatsächlich noch ihr Handwerk ausübenden Metzgereien zu sterben, weil sie der immer größer werdenden Bestimmungs- und Vorschriftenlawine nicht mehr Herr werden können und weil man sich zwar gerne ein Grillequipment im vierstellige €-Höhe hinstellt, das aber gerne beim plasteverpackten Discounterqualfleisch einspart, weil Gutes da so billig ist.

Gelackmeiert sind all die, einen Diesel fahren, weil sie den Industrielügen glaubten, dass der für die Umwelt besser sei. Jetzt machen die Kunden bei Diesel dicht und es wird immer deutlicher, dass auch bei Benzinern gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Macht ja nix, denn der Dumme ist ja der, der am Lenkrad sitzt und all die Lügen für wahr hielt.

Wohl dem, der nicht auf ein Auto angewiesen ist, um zum Arzt, der ärztlichen Einrichtung, zum Einkaufen jenseits eines Discounters zu kommen. Von der Arbeitsstelle ganz zu schweigen

Fleischesser sind Leichenfresser skandieren die, die das nicht tun, aber ihr plasteverpacktes Sojaschnitzel im Biosupermarkt mit reinem Gewissen kaufen, ohne dass es sie interessiert, dass in Brasilien Urwald für gigantische Monokulturen genveränderter Sojaplantagen gerodet wird.

Wohl dem, der kein exotisches Superfood braucht, Erntekalender kennt, regionale Erzeuger unterstützt und eine Hornisse von einer Erdhummel unterscheiden kann.

Private Blogs ohne jegliche kommerzielle Interessen schließen wegen DSGVO, weil sie kapitulieren vor dem Amtssprechdeutsch, aus Angst vor Bußgeldern, weil all diese Fachausdrücke, auf die sie bei ihren Recherchen stoßen, sie, so auch mich, hemmungslos überfordern, aber (so gerade gelesen) „Dummheit nicht vor Strafe schützt“. Danke übrigens für dieses Attestieren.

Wohl dem, der nicht zu dumm ist.

Wobei, heisst es nicht „Seelig sind die geistig armen, denn ihrer ist das Himmelreich“?!

Ich bin sehr gespannt, wie die digitale Landschaft ab dem 25.05. aussehen wird. Illusionen, dass etwa den grossen Datenkraken dadurch die Datenquellen abgegrenzt werden, gebe ich mich nicht hin. Das wäre dann doch viel zu vermessen ;).

Zumachen ist für mich (noch?) keine Alternative.

Traurig, was für groteske Züge unsere Gesellschaft in immer größerem Ausmaß annimmt.

Brunz

Was manche Bahnsitze so aussehen lässt?

Nun, zumindest an manchen Bahntagen gibt es eine Ahnung davon, wenn der arme (und er tut mir wirklich von ganzem Herzen leid), wuchtige, offensichtlich heftig inkontinente, ältere Mann auch an Bord ist.

Was tun?

Ich weiß es nicht, er sitzt schon immer im Zug, wenn ich rein komme. Der Geruch ist dann so stark, dass ich mit Brechreiz bis ans andere Ende gehe.

Eminem findet SEHR deutliche Worte

Über diesen Spiegel-Beitrag kommt man auf den Link zu Eminems Anti-Trump-Freestyle-Rap, den ich hier leider nicht direkt „einbauen“ kann.

Seine Art sich auszudrücken muss man nicht mögen, ich hingegen mag Rap und HipHop von Beginn an sehr, beschallte meine Kinder damit schon im Mutterleib und – ganz ehrlich – mir ist jemand, der auf seine verbale Art sehr deutlich wird, tausendmal lieber wie jemand, der aus vermeintlich politischer Korrektheit heraus einfach nur schweigt oder verschwiemelt herumdruckst.

YES!

Nicht mal mehr am Arsch

zu finden sind Respekt, Moral, Verständnis, Anständigkeit, Menschlichkeit, Gleichberechtigung und Demokratieverständnis für diejenigen, die zur Jagd aufrufen und zurückholen wollen, was ihnen so NIE gehört hat!