Klosterberggarten

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Mein Lieblingsort in Kaufbeuren ist der Klosterberggarten.

Dieser Ort atmet aus und ich atme ihn ein. Versinke in seiner Ruhe. Lass mich von all den Düften, dem Summen der Bienen, dem Surren der Hummeln umarmen.

So viel Schönheit hier im Werden und im Vergehen, im Wechsel der Jahreszeiten, so wie zwischen meinem Lachen vor Freude und Trauertränen. Beides ist hier gut aufgehoben, mitten im Leben halt.

Und wunderschön!

Die Schönen vom Parkplatzschotterrand

Erstaunlich, woran man werktäglich so vorbeiläuft, ohne wahrzunehmen, was da zum Teil sehr wertvolles wächst.

So manch einer würde es Unkraut nennen. Für mich sind es die Schönen vom Parkplatzschotterrand:

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Johanniskraut.

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Klatschmohn und Kratzdistel.

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Natternkopf.

 

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Weiße Lichtnelke und Ackerwinde.

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Vogelwicke.

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Nachtkerze und Duftlose Kamille.

 

 

 

Wir können alle was für Vögel, Insekten, Pflanzendiversität machen!

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Dieser Leserbrief spricht mir so aus der Seele!

Allenthalben wird in unterschiedlichsten Medien auf einen dramatischen Rückgang der nicht nur heimatlichen Vogel- und Insektenbestände hingewiesen.

Tut sich in der Natur was dagegen bzw. für diese unsere Mitlebewesen?

Nein.

Bis ins Frühjahr hinein folgte an vielen Strassen und auch an Bahntrassen ein radikaler Kahlschlag und das direkt vor der Brutsaison, was nicht nur für Vögel, sondern auch für Kleintiere verheerende Folgen hat.

Landwirtschaftliche Felder fließen immer größer ineinander und bepflanzte, trennende Feldraine werden immer weniger. Dabei sind gerade sie für z. B. wildlebende Bienen, Hummeln sowie auch Schmetterlinge überlebenswichtig.

Also darauf warten, dass sich von oben her etwas durch Gesetze, Bestimmungen und Verordnungen etwas ändert?

Das ist mir zu wenig.

Machen können wir alle etwas, indem wir unsere Balkone und Gärten wieder mit Leben füllen. Nicht mit Styling, sondern mit Pflanzen, die nicht einfach nur grün sind, sondern mit Pollen und Nektar nur so um sich werfen. Noch vor 20 – 30 Jahren war es ganz normal, dass, wenn man einen Garten ums Haus hatte, darin Obstbäume standen. Und heute, in wievielen Gärten siehst Du heute noch Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Pflaumenbäume?

Mal ganz abgesehen davon, dass man eigenes Obst ganz besonders zu schätzen lernt, sind diese Bäume auch Nahrungs- und somit Lebensraum für Insekten und auch Vögel.

Und auch, wenn man keinen Garten, sondern z. B. „nur“ einen Balkon hat, kann man ihn mit Natur, Genuß und sogar einem eigenen Bienvolk erfüllen, wie es das Garten Fräulein so herrlich lebt.

Ihr wollt mündige Bürger sein und Flagge zeigen?

Gut so!

Fangt damit in Euren Gärten und auf Euren Balkonen für eine bessere Umwelt an.

Ja, vielleicht ist es für uns alle schon kurz nach 12, aber ist das ein Grund, gar nichts mehr zu tun?!