Shrub & Fruchtleder

Shrub – Rezept:

1 kg Fruchtmischung (Kirsche, Erdbeere, Brombeere, weiße Johannisbeere, 2 Vanilleschoten) ansetzen mit 900 g Zucker und für eine Woche in einem verschlossenen Glas ziehen lassen. Täglich umrühren.

Nach der Woche durch ein Passiertuch abgießen und die Fruchtmasse gut ausdrücken. Die Fruchtmasse für das Fruchtleder beiseite legen.

Den Shrub-Ansatz mit 1 l gutem Bio-Apfelessig (ich habe naturtrüben genommen) verrühren und aufkochen lassen. In frisch sterilisierte Flaschen füllen, Deckel festdrehen. Fertig.

Nach Wunsch verdünnen.

Für das Fruchtleder die Fruchtmasse so gut als möglich pürieren. Ich habe dafür die Kerne und auch die Vanilleschoten mit drin gelassen. Die Masse mithilfe einer Winkelpalette dünn und gleichmässig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausstreichen. Den Backofen auf 80° C vorheizen, das Bachblech in die Mitte schieben, zwischen Herd und Backofentür einen Holzkochlöffel klemmen, sodass sie sich nicht schließt und die Flüssigkeit entweichen kann. Ca. 5 Std. so trocknen lassen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt. Dann die Platte herausnehmen, mit der Schere in Streifen schneiden. Die aufwickeln und in einem ebenfalls sterilisierten Glas verschlossen aufheben, damit sie schön trocken bleiben.

Nachdem die Menschen um mich herum weder den Begriff „Fruchtleder“ kennen, noch jemals vorher eines probiert haben, rief die liebe L., als ich ihr das Tütchen hin hielt, damit sie zugreift, sofort begeistert „Pastila“ und erzählte mir, dass das von ihrer Mama in Russland noch heute jedes Jahr selbst gemacht und ruckzuck verputzt wird.

Was für eine Freude für mich – auch für das große Pastila-Lob der lieben L. und ich bleibe bei Pastila, denn das hört sich so sehr viel schöner an als unser Fruchtleder!

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Hallöchen, Popöchen!

Mit dem Fotografieren von Insekten ist das so eine Sache, wenn man kein Pro ist oder keine High-End-Kamera zur Verfügung hat. Schöne Photos kann man trotzdem knipsen, wenn man ein bischen Zeit und die Fähigkeit zum Ausharren mitbringt.

Durchaus einige Anläufe braucht es dazu, denn oft hat man nur einen Hummelpopo im Bild,

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wenn mal selbige doch viel lieber beim Nektar schlürfen und Pollen sammeln knipsen möchte.

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Besonders fummlig ist die Angelegenheit mit den kleinen, flinken Schwebefliegen, denn meist erwischt man sie nur nur im Flug

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und nur selten bei einer Ruhepause.

 

Den Joker aber, denn kann man mit einem Blick hinein in Blüten erwischen:

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Am liebsten ist es mir, wenn ich beim Fotografieren nicht nachdenken, nur den Auslöser drücken brauche, in solchen Momenten aber, da wäre eine richtig gute Makrokamera schon eine tolle Sache!

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Todtenauer Moor

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Ich hege eine große Moorliebe.

Zum großen Teil liegt das daran, dass Moorgebiete eine ganz eigene, auf den ersten Blick sehr karg erscheinende, auf den zweiten aber voller großartiger Fülle eine ganz eigene Diversität aufweisen.

Zum anderen ist es so, dass Moore als Kohlenstoffspeicher für uns alle eine ganz wichtige Lebens- und Klimagrundlage bilden, was viel zu vielen Menschen nicht bewusst oder gleich ganz egal ist.

Wer sich dafür interessiert, dem möchte ich als Einstieg den NABU-Beitrag Der unterschätzte Klimaschützer – Moore als Kohlenstoffspeicher wärmstens ans Herz legen.

Klar also, dass ich mich riesig auf einen Spaziergang in und um das Todtenauer Moor freute.

Für viele sind Moor gruselige Orte voller unbekannter Schrecken und grausamer Mythen, auch um dieses ranken sich solche. Ganz einfach aber lässt sich so etwas für Hasenfüsse umgehen, wenn man am hellen Tag hindurchwandert ;).

Moore sind voller Leben:

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Viel lernen lässt sich auf den Schautafeln, wen das nicht interessiert, der sollte einfach genießen:

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Entlang der Magerwiesen geht es hinein ins Moor.

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Den Wanderweg hatten wir fast ganz allein für uns, nur von einem Radler wurden wir überholt.

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Vorbei an blühenden Heidelbeerbüschen, Sumpf-Vergissmeinnicht, jungen Ebereschen und Farnen ging es bis in einen herrlich kühlen und stillen Wald, der mit seinen hohen Nadelbäumen wie eine Kathedrale wirkte.

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Wälder wie diese sind mir meine liebsten Kraftorte.

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Perfekte Plätze, um völlig zur Ruhe und ganz zu sich selbst zu kommen.

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Gartenleid und Gartenfreud

Nun drei Wochen schon ein steter Wechsel von Brüllheiß, steigender Luftfeuchtigkeit bis große Schwüle, Gewitter mit starken Windböen, Regen bis hin zu Starkregen, fordern im Garten ihren Tribut.

Meine Rosen verblühen nicht, sondern verfaulen.

Die Äpfel, auf die ich mich so gefreut habe, liegen fast alle auf dem Boden.

Aber es gibt auch positives, denn der weiße ungarische Kürbis, den mein Mann ausgesät und -gepflanzt hat, wuchert wie Hulle. Seine Blüten werden fleißig besucht und sorgen so dafür, dass all die Wildbienen und Hummeln sich weiterhin am Pollenbuffett bedienen können.

Ordentlich geSHRUBt

Da hat mich doch die liebste Freundin nach dem Shrub-Rezept meiner letzten Kesselei-Einladung gefragt, was der beste Anlass dazu war, selber auch mal wieder einen anzusetzen:

Kirschen, Erdbeeren, Brombeeren und weisse Johannisbeeren dürfen nun zusammen mit braunem Grümmel-Kandis abhängen, bis er sich komplett aufgelöst hat. Dann richtig guten Bio-Apfelessig dazu, aufkochen lassen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Das wird lecker.

Für die, die nicht wissen, was ihnen mit einem Shrub entgeht, gibt es bei Wikipedia eine kurze Erklärung dazu und dann einfach nach Rezepten suchmaschinen und einen eigenen ansetzen.

Eigene Ernte

Endlich wieder eigene Kirschen – und dann auch noch gelbe ♡!

Nun, im dritten Jahr nach Auspflanzung, trägt auch die weiße Erdbeere zum ersten Mal mehrere, sehr aromatische Früchte. Gestern zum ersten Mal welche mit dem Sortennamen „Pine Berrie“ an einem Erdbeerstand zum Verkauf gesehen, mit insgesamt runderer Form und deren Nüsschen im Gegensatz zu meinen rot waren. Bei der anschließenden Fachsimpelei bestätigte sich, dass diese Sorte jeden Versuch lohnt, aber echt divös ist.

Edit: Wenn ich mich recht erinnere, handelt es sich bei meiner Sorte die weiße Wilderdbeere Blanc Ameliore.

Wäre ich Kinski und suchte nach Erdbeerrot, …

… dann schöb ich mir die herrlich reifen roten Walderbeeren mit allen Fingern in den Mund, zerdrückte sie mit meiner Zunge am Gaumen, um ihre musig warme Süße zu schlürfen, zu schlucken, ganz ohne Kauen.

Küssen aber würd ich mir die Lippen wund am knallprallen Erdbeerspinatrot, das so langweilig nach gar nix schmeckt.