Eierküchle à la Herzelieb

Als ich von Herzeliebs Eierfrikadellen las, war mein erster Gedanke „What? Gebratene Küchle aus hart gekochten Eiern?!“ – das hört sich doch bestimmt nicht nur für mich erst einmal seltsam an, oder? ODER?

Also gut, ich mag Küchle, ich mag Eier, warum also nicht probieren? Dem bonfortionösen Gatten deuchte mein Vorhaben noch immer viel zu abgefahren, weshalb ich, Cleverle, das ich bin, die Rezeptmenge für diesen ersten Versuch halbierte. Sicher ist sicher! Auch auf das Toastbrot habe ich verzichtet, stattdessen einfach ein Stückchen altbackenes Baguette genommen und dieses auch nicht in Milch, sondern schnöde in Wasser eingeweicht, bevor es ausgedrückt zu den restlichen Zutaten rutschen durfte.

Der Gatte mochte ums Verrecken nicht probieren, da konnte ich noch so laut „Hmmm“ und „Aaaaah“ und „Lecker“ seufzen, mir aber schmecken diese Küchle – man verzeihe mir, aber ’ne Frikadelle ist und bleibt für mich eine fleischerne Bulette – ganz ausgezeichnet so warm und frisch aus der Pfanne. Genauso gut aber auch einmal quer geteilt auf der Butterstulle am nächsten Tag als Büro-Mittagessen.

Perfekt dazu passt ein richtig schön schlotziger, schwäbischer Kartoffelsalat. Zum Reinknien, aber auch zum Reinlegen und drin wälzen lecker in dieser Kombination.

Kocht!Das!Nach!

Brennts Mus

Bitte beachten: Werbung wegen Marken- und Ladennennung. Freiwillig, unverlangt, unentgeltlich, einfach weil ich drauf Lust hab, davon überzeugt bin und es deshalb gerne mache.

Zum ersten Mal von Brennts Mus oder auch Schwarzmus hörte ich nach unserem Umzug mitten auf die Schwäbische Alb. Ich hab gefragt was es ist und die Antwort unter „Mus, Brei, Kasch, Pamps und ein Arme-Leute-Essen von früher“ abgespeichert, gegessen habe ich es dort nie. 

Es ist nicht so, dass ich Brei nicht mag, ich war damals nur so jung, dass ich mir keine weiteren Gedanken darüber machte. In unseren, für mich sehr glücklichen, 1,5 Jahren dort aber wurde der Wunsch in mir, beruflich etwas von, aus und mit Lebensmitteln zu machen, immer stärker. Mein einziger Traum war es, das dortige Hauswirtschaftsgymnasium zu besuchen. Nun ja, Erstens kommt es anders, als Zweitens man auch denkt und die Pläne meines Vaters gingen für mich eh nicht in diese für ihn zu profane Richtung. In irgendeiner Parallelwelt, das ist ganz sicher, bin ich trotzdem eine glückliche Ernährungsgeschichteanthropologin. 

Zurück zum Brei, der alles andere als ein trauriges Einerlei ist. 

Auf unserer letzten Genussfahrt machten die liebste Freundin und ich am Mühlenladen der Seifert Mühle in Allemühl Halt:

Diesen können wir Euch voller Überzeugung wärmstens ans Herz legen, denn die Beratung ist erstklassig, so wie das vielfältige Sortiment, in dem immer wieder neue Produkte zu entdecken sind. Dieses Mal nahmen wir uns unter anderem Dinkel-Musmehl von der Ostermühle mit, um eben oben besagtes Brennts Mus selber auszuprobieren. 

Wir beide sind uns da ganz einig: Echtes Superfood ist das, was bestenfalls regional/heimisch erzeugt wird und sich nach dem Erntekalender verarbeiten lässt. Das und nichts anderes! Musmehl wurde übrigens von Slow Food als Passagier in die Arche des Geschmacks aufgenommen und HIER könnt ihr zu Slow Food und dem Schwarzen Brei auch noch einen schönen Artikel des Reutlinger Generalanzeigers anklicken. 

Wir lieben es, solche Genussfahrten zu unternehmen, Hofläden zu entdecken, zu besuchen und unsere Vorräte mit besten Lebensmitteln zu bestücken. Das ist wahre Nachhaltigkeit. Wir verwerten „von der Schnuffel bis zum Schwänzel“ aka Neudeutsch „from nose to tail“, so wie es unsere Vorfahrinnen schon taten. Frisch, lecker und dazu das gute Gefühl, Erzeuger und HoflädeninhaberInnen zu unterstützen und zu erhalten. 

Nun, hier kommt es, das fertige Brennts Mus, das frisch zubereitet als Frühstück eine tolle Basis für den Tag bietet. Kommt völlig ohne Zusatzstoffe und mit lediglich fünf Zutaten aus: Musmehl, Wasser, Milch, Salz, Honig – wobei jedem/jeder die Freiheit bleibt, den Brei selber so zu variieren, wie man es für sich möchte. Fertig ist die leckere, gesunde Laube:

Brennts Mus (2 Portionen):

Zutaten: 

75 g Musmehl, 1/4 l Wasser, 1/4 l Milch, 1 Prise Salz, 1 kleines Löffelchen Imker-Honig

Zubereitung:

Das Musmehl in einem Topf ohne weitere Zugaben und unter stetigem Rühren leicht anrösten, bis es nussig zu duften beginnt. Dann sofort mit Wasser und Milch ablöschen, die Prise Salz dazu und den Brei für mindestens 20 Minuten leicht köcheln lassen, bis er die Konsistenz erreicht hat, die man mag, dabei immer wieder umrühren, damit er nicht am Topfboden ansetzt. Den Honig erst darunter rühren, wenn er fertig ist. 

Meine Beilage waren dazu mit der Gabel zerquetschte Erdbeeren, die ich nur mit einem kleinen Klacks eigener Marmelade ganz leicht nachgesüßt habe. 

Und wenn vom Mus was übrig ist, dann füllt das einfach in kleine, muckelige Puddingförmle und macht das hier draus:

Gebacken: Scones mit kandierter Orange und Cranberries

Ach ja, ich hör schon die Seufzer: „Was für ein grottiges Photo!“ – ja, gewiss, grottig ist es, aber das, worauf es ankommt, die Scones, hach, die sind einfach nur lecker! Hört auf zu jammern, denn ich esse etwas Gutes lieber, als an einem perfekten Bild zu friemeln.

Zutaten:

20 g bestens kandiertes Orangeat von einem Konditor, 80 g getrocknete Cranberries, 250 g Mehl, 20 g Zucker, 1,5 Tl Weinsteinbackpulver, 0,5 Tl Natron, 1 Prise Salz, die abgeriebene Schale einer Bio-Orange und 60 ml ihres ausgepressten Saftes, 1 Ei, 75 ml Süßrahmbutter, 1 El Milch

Zubereitung:

Das Ei mit dem Orangensaft verquirlen und das Orangeat und die Cranberries darunter rühren. 

Das Mehl mit allen übriggebliebenen Zutaten leicht verkneten, dann die Ei-Saft-Früchte-Mischung ebenfalls hinein kneten. Nicht zu lange, der Teig geht sonst beim Backen nicht richtig auf.

Den Batz so rund auswellen, dass er durchgehend 2 cm hoch ist und ihn in acht „Tortenstücke“ schneiden mit der Milch bepinseln auf mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dieses in die mittlere Schiene im auf 200° C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen schieben und für ca. 15 Minten goldgelb backen.

Ich mache es so, dass ich den Wecker auf 13 Minuten stelle, nachsehe, wie die Scones aussehen und dann noch für 1 – 2 Minuten weiter backen lasse. 

Wenn es schnell gehen muss: Bohnensuppe aus dem Vorrat mit nicht ganz so schnellen Schmalzbatzen

Manchmal muss es schnell gehen oder ebenso manchmal habe ich nicht viel Lust zu kochen und dann schau ich so, was der Vorrat her gibt für etwas, das recht schnell auf dem Tisch steht – oki, die Schmalzbatzen dann nicht so, die brauchen Gehzeit, aber die Bohnesupp, die hält, was sie verspricht!

Schnelle Bohnensuppe

Zutaten:

2 Gläser weiße Bio-Bohnen á ca. 350 g Füllmenge (es gehen bestimmt auch andere Bohnenkonserven im Glas), 1 l von der selbst eingeweckten Geflügelbrühe mit etwas Einlage (es gehen bestimmt auch andere Brühen, auch solche ohne Einlage oder gleich welche, die gar nicht selbst gemacht sind), 1 große Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 2 Stangen Staudensellerie, 1 Petersilienwurzel (genauso gut geht aber auch eine Pastinake), 100 g gut durchwachsene Speckwürfel, 2 Lorbeerblätter, 1/2 Tl getrockneter Majoran, 1 El Olivenöl, 1 El (gutes, edelsüßes, ungarisches) Paprikapulver, 1 Tl Apfelessig, Salz, Pfeffer, 1 El Schmand und 1 El Mehl

Zubereitung:

Die Bohnen abgießen und sorgfältig abbrausen, bis der ganze Schlonz weg ist. Den gesäuberten Staudensellerie in nicht zu dünne Scheibchen schneiden, die gesäuberte, geschälte Petersilienwurzel fein würfeln. Ebenso die Zwiebel. Die Knoblauchzehe zerreiben. 

Die Speck- und Zwiebelwürfel im nicht zu heißen Olivenöl goldgelb anschmoren, dann kurz den zerriebenen Knoblauch und den Majoran dazu, bis es fein duftet. Nun den Topf von der heißen Platte nehmen und das Paprikapulver sorgfältig hinein rühren. Den Topf wieder kurz drauf auf die heiße Platte und dann erst mit dem Essig ablöschen und gleich darauf mit der Brühe aufgießen, den Staudensellerie, die Petersilienwurzelwürfel und die Lorbeerblätter dazu geben, alles kurz aufwallen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nun den Schmand mit dem Mehl verquirlen und damit die Suppe andicken und diese nun für 8 Minuten leise köcheln lassen. Dann die Bohnen dazu geben und noch einmal für ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

Ich stelle ein Schälchen mit fein geschnittenem Selleriegrün dazu, aus dem man sich nach Belieben über die Suppe geben kann. 

Schmeckt bestimmt auch mit der Zutat Kümmel statt Majoran gut – werde ich beim nächsten Mal ausprobieren.

Eine deftige Suppe verträgt im Winter noch eine deftige Zulage dazu. Deshalb:

Schmalzbatzen

Zutaten:

300 g Mehl, 10 g Hefe, 100 g entweder selbstgemachtes Schmalz oder eben solches vom Metzger des Vertrauens – ich nahm letzteres mit Chili, 1 Tl Salz, zusätzliches Mehl für das spätere Formen

Zubereitung:

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, dann mit allen weiteren Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, diesen rundum etwas bemehlen und zugedeckt für eine Stunde gehen lassen. Dann noch einmal durchkneten, den Teig zu einem Strang formen und mit wieder bemehlten Händen, da der Teig recht weich ist, gleichgroße Batzen (Stücke) davon abtrennen, rund formen und ein weiteres Mal abgedeckt für eine Stunde gehen lassen.

Dann im auf 200° C Unter-/Oberhitze vorgeheizten Backofen für 20 – 25 Minuten goldgelb backen.

Gebacken: Herzeliebs Campingwecken

Einer der für mich am liebevollsten gestalteten heimischen Foodblogs ist der von Frau Herzelieb aus Nordfriesland. Einer Region, die völlig zu Unrecht kulinarisch komplett unterschätzt wird, wie sie es in jedem ihrer Rezepte immer wieder aufs Neue beweist. 

Ich habe schon einige ihrer Rezepte nachgebacken und -gekocht und es stimmt was sie schreibt, denn das Ergebnis ist jedes Mal einfach nur komfortabel lecker, was bestimmt an der Prise Liebe liegt, denn diese Zutat fehlt nie und ist ihr ein unabdingliches Muss ;). 

Unglaublich, dass ich darüber noch nie im Blog geschrieben habe, aber das ändert sich ab sofort mit ihrem Rezept für die Campingwecken, das ich hier nicht nachschreibe, sondern verlinke, denn die Ehre dafür gebührt alleine ihr. Gehet also hin und werdet ebenfalls fündig!

Jajaja, das Bild oben ist unscharf, ich werde nie eine auch nur annähernd gute Foodbloggerin sein, denn wenn so ein Weck frisch, dampfig, duftig vor mir liegt, dann mag ich nicht lange erst ein perfektes Photo knipsen, sondern nur noch mit einem gehauchten „Hmmm“ genießen!

Der Teig für die Campingwecken ist der butterweichste, den ich jemals verarbeitet habe und obwohl er so fluffig ist, gehört er nicht in meine schrecklich klebrige Batz-Teig-Kategorie, die ich so gar nicht mag, was an sich bereits grandios ist. 

Geändert habe ich für uns am Rezept nur dieses: 

In den Teig kamen nicht 50 g sondern lediglich 25 g Zucker und für die inneren Teigkugeln habe ich komplett auf die 80 g Hagelzucker verzichtet und stattdessen einige gehackte Mandeln und eine kleine Handvoll Cranberries in den Teig hineingefaltet. 

Für uns sind die Campingwecken so perfekt, werden definitiv immer wieder gebacken und wandern in das Buch mit meinen Lieblingsrezepten.

Vielen Dank, Frau Herzelieb!

„Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen!“

„Kreative und kulinarische Ideen für den Tannenbaum nach den Festtagen“ von Sindy Grambow

Achtung, das ist Werbung: Und zwar eine völlig unabgesprochene, unverlangte, eine ohne jegliche Gegenleistung – schlicht und einfach die Werbung für ein herrliches Buch, das mich voll und ganz überzeugt,  bereichert und begeistert!

Dass ich dieses Buch mit einem Zickl gewonnen habe, darüber hatte ich bereits in meinem Uff! geschrieben. Eigentlich wollte ich darüber auch schon wieder in der Zeit geschrieben haben, wo die meisten Weihnachtsbäume noch in den Wohnungen standen, aber die Entzündung in meinem Kiefer hat mich in den vergangenen Tagen so ausgeknockt, dass ich die Chance dazu noch an diesem Wochenende ergreifen möchte, bevor der nächste Termin ansteht, von dem ich ahne aber noch nicht weiß, wie er ausgehen wird.

So, nun aber zu Sindy und zu ihrem Blog Unkrautgourmet – es muss wohl so gegen Ende 2014/Anfang 2015 gewesen sein, als ich ihr, der Diplombiologin, Streuobst-Pädagogin und UNESCO Geopark-vor-Ort-Begleiterin dort zu folgen begann.

Ich liebe Handarbeiten, genauso groß aber ist auch meine Liebe zur Natur direkt vor der Haustür. Ganz egal wo auch immer mein Leben mich hinführte, das, was mich vor der Haustür umgab, das, was es vor der Haustür zu entdecken, gab, das, was vor der Haustür in der Natur wuchs, das war schon immer von allergrößter Wichtigkeit für mich. Meine Kraftorte, die sind direkt mit Wäldern verbunden. Meine Liebe zur Natur sog ich gleichsam mit der Muttermilch auf, denn der Respekt davor, die Freude darüber, die war immer vorhanden, wurde gleichsam gefordert und gefördert. 

Mein Mann und ich gehen seit Jahren immer wieder zu regionalen Naturparkmärkten, da wir es für wichtig und richtig halten, regionale Erzeuger und Hand-in-Hand-mit-der-Natur-Einhergehende zu unterstützen und zu erhalten, so wie unbedingt auch die für den Naturschutz unerlässlichen Streuobstwiesen. Wer Obst nur aus dem Supermarkt kennt, der weiß gar nicht, wie wundervoll ganz besonders alte Apfelsorten schmecken, bei denen es ganz bestimmt nicht einzig ein perfektes Aussehen war, aufgrund dessen sie einmal gezüchtet worden sind. 

Und beim Thema Streuobstwiesen bin ich auch wieder ganz schnell zurück bei Sindy und der Draußenschule Ladenburg und dann auch bei Ihrem Zweitblog Musik der Pflanzen

Und nun zur Besprechung von „Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen!“:

Erschienen ist das Buch 2020 und kann unter der ISBN: 9-783-752-62787-9 zum VK von 16,99 € bestellt werden. Ein Link dazu findet Ihr direkt oben rechts auf dem Blog Unkrautgourmet

Eines solltet Ihr aber unbedingt beachten: Sammelt nicht einfach wild in der Natur darauf los, denn die hochgiftige Eibe kann ganz schnell mit einem essbaren Nadelgehölz verwechselt werden. Und beim Thema Weihnachtstannenbaum ist es eh für Umwelt und Gesundheit am allerbesten, einen aus pestizidfreiem Anbau zu wählen. 

Meine Empfehlung deshalb: Lest als erstes das Kapitel 5 „Wichtige Hinweise … die der eigenen Sicherheit dienen“ auf Seite 85!

Der Buchtitel selber kann, darf, muss ganz wortwörtlich genommen werden, denn nach einer allgemeinen Einführung finden sich darin leckere Tannenbaumverwertungsrezepte, angefangen von Gewürzen, über Punsch und Sirup bis hin zu Suppe, Hähnchen, Gebäck, Brot und Dessert. 

Aber nicht nur die Kulinarik ist bestens bedient, auch die Kreativität kommt nicht zu kurz, denn was schmeckt, eignet sich natürlich auch z. B. für gesunde Cremes, Bäder und Inhalationen. Ganz zu schweigen davon, wie hübsch so ein geschnitzter Quirl aus einer Tannenbaumspitze ist – ich habe das vor Jahren mal selber ausprobiert und weiß deshalb, dass so ein Quirl toll in der Küche funktioniert, aber auch als kleine Rankhilfe für Pflanzen. 

Der Weihnachtsbaumstamm kann zu einer Bienennisthilfe umfunktioniert werden, aus den Ästen werden Knöpfe und noch anderes sehr nützliches, das unbedingt Lust auf mehr und darauf macht, alles selber auszuprobieren. 

Das Buch hat ein für mich sehr angenehmes Format, das ganze Design und die schönen Fotos darin sind sehr wertig und ansprechend gestaltet – ich empfinde es als absolut authentisch und in keinster Weise aufgesetzt oder gar effektheischend. Ich blättere immer wieder gerne darin, wälze Pläne, habe einfach eine sehr große Freude daran. 

Ich wünschte mir, dass es mehr von solchen Büchern gäbe, ohne pädagogisch erhobenem Zeigefinger, die einfach eine unvoreingenommene Lust auf Mit- und Nachmachen wecken. 

Damit bekommt man 100 % Sindy und von mir eine absolute Kauf-, Lese- und Umsetzungsempfehlung! 

Einer der allerbesten Tage 2020

Das vergangene Jahr war in Punkto Familienzeit nicht so einfach und unbeschwert, wie wir das bisher kannten. 

Treffen mussten vorher genau geplant werden – einfach mal so, das ging leider nicht. 

Trotzdem hat uns dieses Jahr nicht voneinander fort getrieben, sondern uns noch näher zueinander gebracht. 

Meine Mutter bekam zu ihrem Geburtstag einen Rundum-Pilze-Tag vom Tochterkind und -freund geschenkt, der nicht nur das gemeinsame Pilzesuche bei einem Ort, in dem meine Eltern gemeinsam bis zum Tod meines Vaters lebten, umfasste und der uns als Familie daher bestens bekannt ist. 

Dieser in der Natur verbrachte Tag verband mit Erinnerungen, schuf neue, erfüllte und beschenkte uns die Seele und füllte so diese und unsere Pilzkörbe!

Neben unterschiedlichsten Schwammerln fanden wir Holzbirnen im Gras, sammelten Maroni auf und eine Handvoll praller Schlehen. 

Zwischendrin sang ich mir auf einem Waldweg meine Freude an diesem Tag aus dem Leib.

Dieses Geschenk für meine Mutter wurde so zu einem für uns alle!

Und zu einem kostbaren Tag, von dem ich noch immer zehre, an den ich mich so gerne zurück erinnere an all die wunderbaren Eindrücke. 

Zum Abschluss putzen, kochten, verspeisten wir einen Teil unseres Fundes an einem geschützten Platz noch direkt vor Ort, saßen auf Baumstücken, erzählten, lachten, genossen alles, was es an fein Mitgebrachtem zu genießen gab, erzählten uns gegenseitig, was aus den Pilzen daheim werden würde, die wir alle noch in unseren Körben hatten und tankten einfach unsere Reserven auf. 

Dieser Tag im Herbst fiel genau in eine Zeit hinein, in der all dies möglich war – selbst mit einer von allem unbelasteten, großen Vorplanung hätte er nicht perfekter sein können!

Ein solcher Tag wie dieser ist pures Glück für mich!

Reisen in die Ferne, besonderer Luxus und Exklusivität könnten ihn mit nichts aufwiegen. „Warum in die Ferne schweifen?“ – Goethe hat zumindest für mich damit recht – es gibt so vieles um uns herum zu entdecken, was Geschenk, Freude und Abenteuer zugleich ist, wenn man es nur begreifen kann. 

Teezauberkemenatentür

Eine eigene Kemenate haben zu können, in der ich nach eigenem Gusto schalten und walten kann, ist absolut großartig. 

Natürlich hält dazu auch die Kemenatentür her, die sich vortrefflich als Projektionsfläche eignet wie aktuell für all die wunderbare Teezauber-Post, die mich so herrlich vom 01. bis zum 24.12. durch den Advent begleitet und mir viele neue Ideen und Denkansätze geschenkt hat. 

Ich danke Dir von Herzen dafür, liebe Claudia Alltagsbunt!

Der 24.Blogteezauberzember 2020 wünscht eine Frohe Weihnacht

Liebe Nicole von Frau Frieda,

vielen Dank für den tollen Abschluss des von Claudia in diesem Jahr organisierten Teezaubers. Die Post machte es bei mir für den 24. wirklich spannend, denn Dein Umschlag kam erst ganz kurz davor an und ich habe mich besonders gefreut, als ich ihn aus dem Briefkasten holen durfte. 

Danke für Deine tatsächlich wunderschöne Weihnachtskarte, den feinen Tee und auch für Deinen wunderbaren Blogbeitrag dazu, den ich sehr gerne gelesen habe. 

Ich hoffe, dass es für Dich in Ordnung ist, dass ich erst heute darüber schreibe.

Nach den letzten Tagen voller Arbeit und all den Aufgaben, habe ich gestern irgendwann das Handy ganz weit weg geholt und mich bewusst nur noch auf diese so ganz andere Weihnacht konzentriert, um sie so gut wie möglich und so konzentriert wie möglich zu durchleben und zu genießen. Für den heutigen Morgen hatte ich den Wecker ausgestellt und zum ersten Mal seit Monaten tief, ohne Unterbrechungen und so lange geschlafen, dass ich es beim Aufstehen gar nicht glauben wollte – ich bin gerade in einem ganz ruhigen Chillen-Stadium angekommen, dass mir unendlich gut tut. 

Vielen Dank also Dir Nicole und Deine Karte hat einen Platz an meiner Teezauber-Tür zu meiner Kemenate gefunden – dazu aber morgen mehr.

Frohe Weihnachten Euch allen!

 

 

Der 23. Bogteezauberzember 2020 ist das i-Tüpfelchen auf einem Tag voller Dankbarkeit

Liebe Karina von Karinas Paradies,

wie jeden Morgen, seit der Advent begonnen hat, führt mein erster Gang hin zum Adventskalender und die Freude war groß, als ich Dein Lesezeichen und Deinen Tee aus dem Kuvert zog!

Heute habe ich meine Mama als Fahrdienst zu einem unabdinglichen Termin in die große Klinik begleitet und während ich auf sie wartete, las ich auf Deinem Blog Deinen Beitrag zu heute und habe diese wunderschönen Photos von Dir bewundert – Dein hölzernes Sternen-Brett ist ja zum Niederknien!

Bald danach kam auch meine Mama wieder zurück zu mir ins Auto und eines meiner allerschönsten Geschenke an dieser Weihnacht ist, dass momentan soweit alles in Ordnung ist und nicht ein Eingriff sondern „nur“ ein nächster Kontrolltermin vor ihr steht!

Karina, neben mir steht ein Stapel voller zu lesender Bücher und Dein Lesezeichen wird mich durch jedes einzelne davon begleiten – vielen Dank!

Morgen dann am 24. Dezember treffen wir uns zum letzten Adventskalenderteetag bei Frau Frieda.