Wenn einmal im Jahr der Granatsplitter ruft!

In Heidenheim begegnete ich ihm vor vielen, vielen Jahren das erste Mal, da nannte man ihn Bergsteiger.

Wer beide nicht kennt, sollte dem Link zur Beschreibung dieser kleinen, leckeren Geschmacksbombe folgen.

Ja, genau so soll er nämlich sein: Fein, klein, da sehr mächtig.

Als ich von der Feier letztens gen Daheim fuhr, da überkam mich plötzlich der Granatsplitter-Gusto und ich wusste, dass ein Café direkt am Weg liegen und mir helfen würde, mich durch zartbittrige Kuvertüre hindurch ins cremig stückige Vergnügen zu knacken.

In der Auslage lagen tatsächlich Granatsplitter. Doch, oh Graus, schlagartig verging mir der Appetit, denn statt einem kleinen, feinen Splitter schwitzen sie dort mit Vollmilchkuvertüre überzogen in einer Größe vor sich hin, die einen spontanen HbA1c-Overkill zur Folge gehabt hätte und an die Hinterlassenschaft mindestens eines Tyrannosaurus Rex gemahnte … lecker sah das nicht mehr aus …

Vier Tage hätte ich an diesem Riesenteil essen müssen, um es ganz zu besteigen. Mindestens!

Mit Genuss hat für mich sowas nichts mehr zu tun, eher mit einer ich-stopf-in-mich-rein-bis-ich-fast-platze-XXL-Fress-Challenge ohne Sinn und Verstand.

Tschüss, Granatsplitter – bis nächstes Jahr. Vielleicht!

 

 

Heidelberger Lieblingsplätze: WortReich

WortReich, Blumenstraße 25 in der Heidelberger Weststadt ist mir der liebevollste Bücherladen überhaupt!

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Hier gibt es Kunst, wundervolle Bücherdamen, herrliche Papeterien – kurz, es gibt nichts, was mein heißes Leserherz nicht begehren würde.

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Du weißt nicht wo die Blumenstraße ist? Kein Problem, denn sie kreuzt sich mit der Kleinschmidtstraße, wo Du in der Bio-Eismanufaktur das, wie ich finde, kreativste und beste Eis im gesamten Umkreis bekommst:

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Wenn Du mit dem Eis in der Hand wieder raus auf den Gehweg kommst, guckst Du einfach linker Hand die Straße hoch und da kannst Du es schon sehen, mein Bücherparadies:

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Heidelberg, Du meine Lieblingsstadt ♥!

Eiszeit!

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Ja, schon klar, schön fotografiertes Eis sieht anders aus, leckerst ist es trotzdem:

Oben = Erbeere mit Basilikum

Unten links: Cremige Bourbon-Vanille

Unten rechts: Pfirsich mit roter Banane, Tonkabohne & Timut (Nepalesischer Pfeffer)

Rhabarber, N’oats & Jamie Oliver

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Ich liebe Rhabarber – ganz besonders in Kombination mit Steuseln als Crumble ♥!

Das Rezept von Jamie Oliver aus seinem Buch Natürlich sprach mich alleine schon wegen dem Ingwer als Zutat an, uneigentlich probierte ich es wegen dem „Blubbern“ im Rezept nicht aus, denn Crumble und Blubbern, das wollte mir eigentlich gar nicht zusammenpassen.

Normalerweise schnipple ich den frisch geernteten Rhabarber einfach klar, lasse ihn etwas gezuckert ziehen, bevor ich ihn, so wie er ist, mit einer Streuseldecke versehen, in den Ofen schiebe.

Letztendlich siegte dann der Rest meines Weinachts-N’oats „Bratapfel“ zusammen mit der Ingwerlust über den Blubberablehnung, ließ mich frische Stangen ernten und erst einmal das Rhabarberkompott für die Crumbleunterlage kochen.

Hallo?! Wieso hat mir eigentlich niemand vorher gesagt, wie lecker diese Kombi Rhabarber-Orangensaft-Orangenschale ist? So lecker, dass ich an die folgende Blubberei gar keinen Gedanken mehr verschwendete und das Kompott am liebsten so und ohne Streuselei aus dem Topf verputzt hätte! Ach ja und nicht zu vergessen: Dem Rhabarber habe ich noch eine restliche Handvoll meiner tiefgefrosteten gelben Himbeeren zugefügt. Apropos Himbeeren: Die treiben auch schon kräftig aus 🙂 – für Nachschub ist also gesorgt!

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Zugegeben, der fertige Crumble sieht oben bei Jamie definitiv leckerer aus, ich nehme mal an, dass er einen rotfleischigen Himbeerrhabarber dafür verwendete, aber mein shreklich grüner Crumble schmeckt trotzdem sehr lecker! Statt Crème double genieße ich ihn mit einem schlichten Naturjoghurt.

Kulinarisches Rhabarberblütenörks

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Mein köstlicher Rhabarber treibt Blüten wie Hulle und sie sind viel zu schön, um sie einfach abzuschneiden und zu kompostieren.

Warum sie also nicht kulinarisch verwerten? Im Inetland fand ich nicht allzuviel dazu, weshalb ich einen eigenen Feldversuch startete, die Blüten säuberte, wusch, klein schnitt, Butter mit einer Prise Zucker in einer Pfanne aufschäumen und die Blüten kurz darin ziehen ließ. Hmm, mir lief schon das Wasser im Mund bei dem Gedanken dabei zusammen, die Schmorblüten mir unter ein rahmiges Joghurt zu ziehen.

Nach kurzer Zeit sah es in der Pfanne so aus:

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Und es schmeckte leider genau so örksig, wie es aussah und dazu eine Konsistenz wie übergarter Brokkoli. Ich hab noch nie übergarten Brokkoli gegessen, aber genau so stelle ich ihn mir vor: Örks. Geht gar nicht, dafür bin ich denn kulinarisch wohl nicht naturverbunden genug :/.

Nächster Versuch: An der rohen Blüte geknabbert. Hmm, tja, nun, auch dafür bin ich dann leider doch nicht naturverbunden genug. Schade :(.

Aber der dritte Versuch, der ist ein voller Erfolg:

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Rhabarberblüten in der Vase sind einfach nur knorke!

Wenn ich was mag, dann mache ich Werbung ohne Gegenleistung.

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Es nervt mich so unglaublich ab, wenn ich einen Blogbeitrag lese, unter dem dann in sehr viel kleinerer Schrift der Hinweis steht, dass das ein Affiliate-Linke sei, eine Werbung für die man gesponsert bzw. wie auch immer entlohnt worden ist.

Nur dass wir uns nicht falsch verstehen, dass gesponserte Beiträge veröffentlich werden, damit habe ich überhaupt gar kein Problem! Das ist für mich völlig o.k.! Aber was soll diese Winzgeschreibsel? Wieso wird nicht normalgroß und meinetwegen auch fett geschrieben dazu gestanden, dass man dafür sachbezogen oder monetär entlohnt wurde? Für mich hat diese Lupenschreiberei ein blödes Geschmäckle, so, als würde man sich dafür schämen, so als würde man das klar für die Entlohnung machen und eben nicht aus Überzeugung. Also weg damit!

Dieses ist eindeutig keine Affiliate-Werbung! Ich bekomme dafür nichts. Und das ist völlig in Ordnung so.

Auf mymuesli hin gestuppst hat mich meine Tochter, die sich hier ihre Müslis selber mixt und diese auch gerne verschenkt. Ich finde das eine echt tolle Idee und musste sie auch gleich ausprobieren. Überhaupt probiere ich seit Jahrzehnten immer wieder neue Müslis aus, aber irgendwas stört mich immer an ihnen, ich finde einfach keines, das schmeckend zu mir passen möchte.

Haferflocken aber, die liebe ich einfach, die schmecken mir immer, keine Frage also, dass ich N’oats ausprobieren musste: Als Porridge, als Overnightoats, einfach in Joghurt/Quark/Frischkäse gerührt, als Topping oder Backzutat: Alles überzeugend und immer wieder neu lecker!

Und dazu noch diese geniale und multifunktional weiterverwertbare Packung.

Ich bin rundum begeistert und dazu gibt es in Heidelberg auch noch einen mymuesli-Laden mit sehr freundlichem Personal, tollem Service und wirklich guter Beratung: besser geht es also nicht ;)!

Rhabarber-Apfel-Crumble

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Das sehr sonnige und warme Wetter ließ meinen Rhabarber förmlich explodieren. Das feine Rot auf den zarten Stangen ließ mir so das Wasser im Munde zusammenlaufen, dass ich mir die vier größten Stangen vorsichtig aus der Staude für den ersten köstlichen Crumble des Jahres herausdrehte:

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Zutaten:

4 Äpfel nach Gusto

Rhabarber nach Gusto

1/2 Bio-Zitrone, entsaftet

200 g Dinkelmehl

50 g brauner Rohrzucker

1 Prise Salz

1 Tl Zimt

100 g Süßrahmbutter

Bio-Naturjoghurt

Zubereitung:

Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Äpfel, Rhabarber waschen, klein schneiden, mit 2 EL Zitronensaft vermischen, in eine Auflaufform füllen.

Aus Mehl, Zucker, Salz, Zimt, Butter mit den Händen einen Streuselteig kneten, diesen über das Fruchtgemisch. Ab in den Ofen für ca. 30 Minuten, bis der Crumble schön goldgelb ist.

Mit einem Klacks Joghurt genießen.

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