Der 2. Dezember schmeckt nach Freude, Ingwer & Zitrone, Schnucki sitzt im Terrarium und wir stürzen uns abenteuerlustig in das Getümmel des Weihnachtsflohmarkts

Die liebe Kirsten von Lila-Laune-Träume ist die heutige Teeadventskalenderfee. Auch ihren Tee kannte ich noch nicht, habe ihn aber voller Freude genossen, da ich Ingwer so sehr mag – sehr gut gewärmt hat mich ♥, Danke schön!

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Solchermaßen gestärkt brach ich hibbelig und aufgeregt zur Verabredung mit meiner Freundin Anna auf, deren Geburtstagsgeschenk der Grund meiner aufgeregten Hibbligkeit war, denn je näher der Übergabetermin kam, desto mehr zweifelte ich an mir, ob es tatsächlich das richtige für sie sein würde – zum großen Glück hatte ich mir völlig unbegründet Sorgen gemacht, denn Schnucki, so taufte sie ihre Brachypelma Smithi sofort, schloss sie sofort in ihr Herz. Uff – mir dagegen fiel ein ganze Gebirge von selbigem, denn ich habe große Spinnenangst, und bekam beim Stricken und Zusammennähen des Körpers immer wieder Gänsehaut. Aber bitteschön, hier kommt Schnucki:

AnnSchnu

Schnucki habe ich nach der Anleitung My Pet Tarantula von Christine Grant gestrickt. Sie sitzt in einem Glaskasten vom schwedischen Möbelriesen neben einem Häkelkaktus und fühlt sich in ihrem neuen Lieblingszimmer pudelwohl. Eine Einzelspinne wird sie nicht bleiben, denn nun wünscht sich Herr Ev eine für sein Auto und ich gehe noch in mich ob ich mich für ihn an einer Poecilotheria metallica versuchen werden, wo bei mir aus naheliegenden Gründen eigentlich die Farbe der Lampropelma violacepos noch besser gefällt, obwohl die Martaus volans der absolute Oberkracher ist … habe das alles jetzt wirklich ich selber geschrieben???

Schnucki saß also sehr glücklich und zufrieden im Terrarium, während wir nach sehr leckerem Quarkstollen und Kaffee zum alljährlichen gemeinnützigen Sinsheimer Weihnachtsflohmarkt aufbrachen. Anna, ganz im Gegensatz zu mir, mit dem festen Vorsatz nix einzukaufen. Fünf Minuten später war er allerdings schon gebrochen ;)!

Für alle FlohmarkliebhaberInnen hier der Tipp, dass er auch morgen noch einmal sein Pforten für alle Glücks- und Schnäppchenjäger öffnen wird.

Für uns gehört der Besuch dort auf jeden Fall zur Adventszeit, aber da es immer sehr voll wird, sollte man sich neben viel Zeit auch gute Nerven mitnehmen, dann Augen auf und rein ins Getümmel!

Auch ich wurde wieder fündig. Meine zwei Highlights sind diese zwei gesegneten,  alten Wetterkerzen aus dem Kapuzinerkloster Altötting, die es fast genauso noch immer zu erstehen gibt – ich liebe solche alte Handwerks- und Brauchtumskunst:

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Dass meine zwei Schätzchen mindestens so ca. aus den 1950er/1960er Jahren stammen, lässt sich u. a. an den plastischen, von Hand aufgebrachten goldfarbenen Dekoren feststellen.

Kurz vor dem letzten Gang zur Kasse fiel mir ein Bild mit einem dreidimensionalen Blumenherz ins Auge, das sich bei näherer Betrachtung uninteressant als ganz und gar aus Plastik entpuppte, daneben aber hing ein anderes Bild in einem ziemlich staubigen Rahmen, das mich sehr ansprach. Als ich es daheim auseinander nahm, entpuppte es sich als eine (wohl) Originalmalerei auf hauchzartem, wahrscheinlich handgeschöpftem Papier, der obere Rand ist nicht beschnitten, sondern „ausgefranst“. Am unteren Rand findet sich die Bleistiftsignatur: Viola Matthes 1984. Leider kann ich im Internet keine näheren Infos zur Urheberin und der Machart des Bildes finden. Ich nehme an, dass Kornelkirschen abgebildet sind und ich finde es wunderschön – für helfende Tipps wäre ich sehr dankbar:

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Vivari-Tuch fertig

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Auch wenn mich beim Stricken immer wieder mal Zweifel befielen, ob die verstrickten unterschiedlichsten Färbungen schlussendlich auch wirklich und angenehm zusammenpassen würden, ich zudem auch mit der Anleitung immer wieder mal Probleme hatte, diese aber einfach kreativ umging, gefällt mir mein fertiges Vivari-Tuch ungemein gut!

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Um dem Tuch den – ich betone: für mich – letzten Schliff zu geben, in der Anleitung wird abgekettet und fertig, habe ich einen I-Cord-Rand

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mit der letzten verwendeten Färbung drumherum gestrickt und dann noch zwei Quasten dran genäht, eine dritte erscheint mir als zuviel und somit obsolet.

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Insgesamt ist es (schräg gemessen) an der längsten Stelle 1,70 mg lang und an der breitesten 96 cm breit und es wiegt 295 g, was mich von einem ordentlich Teil meiner handgefärbten Wollreste befreit hat!

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Insgesamt also ein für mich wirklich lohnendes und schönes Projekt.

Danke Dir, Anna, dafür, dass Du mich mit der Anleitung überrascht hast ♥!

Schoppel – Knit the Cat 09 – White Moments

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In Sachen Schoppel Wolle wiederhole ich mich äußerst gerne immer wieder voll Überzeugung, wie schon hier z. B. bei Knit the Cat 08 – We are color.

Ja, für mich sind und bleiben alle bisherigen, wie auch das aktuelle Schoppel-Magazin, wirklich in Qualität, Inhalt, Machart auf dem deutschen Strick- und Handarbeits-Magazin-Markt unerreicht!

Ja, tatsächlich, wie im Vorwort von Gerhard Schoppel zu lesen: „Wolle kann auch High Fashion sein“ – auch Heft No. 9 ist der beste Beweis dafür.

Durch das ganze Heft zieht sich das Thema „Weiss“ gleichsam als roter Faden, lässt so die Modelle strahlen und präsentiert sie völlig unaufdringlich und sehr kunstvoll aufs Beste. Hier bei ravelry findet Ihr sie komplett alle. Meine bisherigen Favoriten sind: Altes Rom, Zora in Red, Shegra, Evanton, Autumn Tints, Hund „Olivier“ und Vortex.

Selbst wenn ich kein Modell nachstricken wollen würde, hätte ich das Heft doch mit nach Hause genommen, einfach weil es rundum schön und voller Inspiration ist. Ein solches Konzept beginnt bereits bei der herrlich festen Papierqualität, die Modelle erwähnte ich bereits, dazu gibt es aber auch noch ein intensives Portrait der Schäferei Stotz von der Schwäbischen Alb und des in Japan lebenden Designers Bernd Kestler – beide Berichte sehr lebendig geschrieben, was Lust und Neugier auf mehr Informationen macht.

Tja und als letztes dann der Preis: 6,95 €. Tatsächlich und lediglich 6,95 € – unschlagbar günstig!

Also, Herr Schoppel, auch wenn ich mich wiederhole: „CHAPEAU“ und Danke für all Ihre Kreativität!

 

Ein Sonnensegel für S.

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S. ist eine Frau, die man einfach nur schätzen und noch mehr mögen kann!

Sie ist engagiert, zielstrebig, sehr empathisch und einfühlsam, immer freundlich, voll Herzenswärme, mit einem Lächeln und nicht aufgesetzt. Sie nimmt wahr und vertritt offen und ehrlich ihre Meinung. Ganz egal, ob man das jetzt hören möchte oder nicht. Kurz ich mag sie sehr. Als Mensch und als Kollegin, für die ich immer gerne, mit der ich immer gerne zusammengearbeitet habe.

Nun ist es an der Zeit, dass sie in eine andere Richtung abbiegt, was mich für sie sehr freut (für mich weniger), aber diese Richtung ist eine sehr viel versprechende und für sie definitiv bessere – und das überwiegt alles andere hin zum Guten!

Mit diesem Sonnensegel mag ich mich für das Miteinander in den vergangenen Jahren bedanken und ihr gleichzeitig damit wünschen, dass ihr Weg sie weiter so voran bringen wird und dazu ganz viel Glück, Erfolg und natürlich auch Liebe für und mit ihr in ihrer Familie.

Technische Daten:

100 g Zauberwiese handgefärbtes Garn Silberglitzer „Herbstblau“ (75 % Merino Superwash/20 % Nylon/5 % Stellina Sparkle

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50 g Schoppel merino lace, Farbe: helio, (20 % Mohair/57 % Schurwolle merino/23 % Polyamid)

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Rundstricknadel 4,5 mm

Anleitung: Sonnensegel

In-a-Square-Pullover

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Ich sortiere zumindest schon einmal die Wolle zu den passenden Anleitungen ;).

Unentkommbar für mich ist diese wunderbare Wollsinn-Anleitung: In-a-Square

Treu bleibe ich mir lediglich in meinem Vorsatz, komplett aus meinem Stash zu stricken und ich bleibe dabei in voller Absicht recht monochrom  – naja, sollte wohl eher sagen so weit als möglich in der Farbfamilie:

Ganz links: Holst SUPERSOFT – Sage Blue

Oben mittig: Holst COAST – Jade

Oben rechts: Holst COAST – Skylight

Unten rechts: ITO Kino – Light Blue

Unten mittig: Holst NOBLE – Blue Stone

 

 

Time to stash my bust!

Vor einigen Tagen flatterte mir eine Nachricht mit einer anonym übersandten Anleitung in mein Emailfach – hmmm – dabei stand, dass ich schon wissen würde, wer mich da erfreut!? Erfreut hat mich meine liebe Anna tatsächlich, die damit ein ravelry-Feature ausprobierte und zwar mit dem

Vivari MKAL von MARIA ZILAKOU Designs

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Ich freu mich so sehr, dass sie mich ausgerechnet mit der Anleitung zu einem solchen gemeinsamen Knit-a-long überrascht hat, denn die in der ersten Info angesprochen 14 Restbobbel dafür werde ich locker in meiner Restebox von ein- bis mehrfarbig eingefärbt finden können! Das wird ein wunderbares Projekt mit all diesen tollen Garnen werden.

Meine Vorräte zu „sprengen“ (to bust) ist für mich seit letztem Jahr eh ein ganz großes Herzensthema, da ich bemüht bin, immer mehr aus meinen Vorräten zu stricken. Es gäbe mehr als genug wundervolle Färbewolle von ganz tollen Handfärberinnen, bei denen ich jeden Monat aufs Neue fündig werden und bestellen könnte, aber – Hand aufs Herz – in meinem Wollvorrat schlummern auch ganz viele wundervolle Garne, die ich nicht nur anflauschen und beliebäugeln, sondern endlich auch verarbeiten, verschenken, tragen möchte.

Die Vorstellung, dass ich ansonsten immer mehr Wolle anhäufen würde, zu dem was ich eh schon habe, wäre unendlich bedrückend für mich und alles andere als beglückend.

Also lasse ich meine Vorräte voll Spaß knallen :)!