Mein Mühen mit der altdeutschen Schrift

Das Schreiben der altdeutschen Schrift stand in der 3. oder 4. Grundschulklasse fest mit auf unserem Lehrplan und ich kann mich erinnern, dass sie mir zwar manchmal wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkam, welches ich aber unbedingt knacken wollte.

Die Zacken, Schleifen, Haken, Mandeln beim Online-Kurs von Kallimagie kommen mir bei den Schreibübungen manchmal wie zu knackende Nüsse vor, bei denen ich mir immer wieder recht schwer tue, denn, wie im Bild oben mit all seinen Fehlern zu sehen, habe ich eine freie, runde, schwungvolle Schrift, die sich nicht in Linien greifen lässt, weshalb mir bei der Umsetzung immer wieder Fehler unterlaufen.

Ich schreibe sehr, sehr gerne und viel mit dem Füller. Normalerweise mit einer breiten 1.9er-Feder, was beim Üben aber eher kontraproduktiv ist, weshalb ich dabei lieber zu einer 1.1er greife, mit der es mir viel leichter von der Hand geht.

Mein Ehrgeiz ist geweckt, aber noch überwiegt er die Freude daran, denn für diesen Tanz, das merke ich recht deutlich, müssen mein Füller und meine Hand miteinander noch sehr viel geschmeidiger werden.

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Macht Handarbeiten glücklich? Und Werbung für diese Ausstellung, ganz besonders am Abend des 08.03.2018!

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Das fragt die aktuelle Ausstellung im Stadtmuseum Hornmoldhaus in Bietigheim-Bissingen.

Den Himmel über dieser wunderbaren alten Stadt voller Kunst hielt auch hier der Kältemond in fester Umarmung:

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Definitiv aber, denn draußen mochte es noch so kalt sein, war in mir alles voller freudiger Wärme und so schrieb ich in das Gästebuch, dass es dafür für mich nur eine Antwort gibt: Ja!

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Beinahe hatte ich es schon vergessen, dass ich unbedingt, wenigstens zu einem kurzen Besuch hierher kommen wollte und so sehr bedauere ich, dass ich am Donnerstag den 08.03.2018, 19:00 Uhr, nicht hier sein kann, denn dann hält die von mir über ihren Blog überaus geschätzte Frau Suschna eine Lesung mit dem Thema „Verflixt und zugenäht – Warum ist der rote Faden rot?“ Oh, wie gerne doch wäre ich da dabei! Vielleicht aber wird eine der geschätzten Leserinnen das Museum ausgerechnet an diesem Abend besuchen? Denn dann wäre es so, dass ich ja doch ein klitzekleines bischen mit auf dem Schoß sitzen würde!

Die Stunde, die ich hier verbringen konnte durfte, die war mir voller kostbarer Entdeckungen und Anregungen – schon alleine diese Handarbeitsbücher-Bibliothek voller gedruckter Schätze zu vielfältigen Themen:

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Bisher noch nicht gesehenes und für mich so neues bargen die liebevoll arrangierten Schaukästen:

„Madame Tricot“ darf hier natürlich auf keinen Fall fehlen und so kam ich endlich einmal ihrem „Fridge“ ganz nah:

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Eine ganz besonders große Freude waren mir die Stände einiger Handarbeitskünstlerinnen, alle herrlich freundlich und allzeit bereit, zu jeder Frage fundierte Antworten zu geben.

Ich hielt das erste Mal einen Broomstick für Häkeleien in der Hand und frage mich noch immer, warum ich nicht wenigstens diese schön ausgearbeiteten und dekorativen Stäbe fotografiert habe?!

Bei Andrea Keller-Wittchen gab es eine ganze Galerie an Miniaturpuppenkleidern zu bewundern:

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Sie stellt sie mit Nadeln von der Stärke von 0,75 – 1 mm her:

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Ich musste sofort an das kleine Püppchen denken, das früher in meinen Puppenhaus saß und ebenfalls ein Kleidchen, allerdings gehäkelt, trägt:

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Hier im Vergleich ist ganz gut zu sehen, dass es wohl in einer entsprechenden Nadelstärke gearbeitet wurde.

Am faszinierendsten aber war für mich der Stand von Magdalen Jeske mit ihren Nadelocchi-Kunstwerken:

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Occhi ist mir bisher auf Ausstellungen und Messen immer nur in der Schiffchenvariante begegnet, dass dies aber auch mithilfe einer Nadel möglich ist, ist zwar im Nachhinein eigentlich voller Logik, hätte man mich aber vorher gefragt, so wäre mir das nicht bewusst gewesen.

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Stundenlang hätte ich zusehen und -hören können, so interessant und fesselnd hat sie von ihrer Kunst berichtet. Mit der Nadel in dieser Technik zu arbeiten, hat sie über das Buch „Perlnaofe“ der Occhi-Künstlerin Gundhild Fette gelernt. Begebt Euch mal über die Internet-Suchmaschinen auf eine Pirsch danach und lasst Euch überraschen, was Ihr da alles entdecken werdet! Ich werde meine Augen auf jeden Fall offen halten, vielleicht habe ich ja Glück, irgendwo eine der vergriffenen Ausgaben zu ergattern. Frau Jeske gab mir ihre Kontaktdaten mit, die ich hier aber nicht einfach so auf den Blog werden möchte. Also, wenn Ihr Fragen an sie habt, denn meldet Euch, ich gebe sie gerne weiter.

Natürlich habe ich etwas bei Ihr gekauft:

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Sie hatte mehrere von diesen Halsketten mit dem Occhi-Anhängern, auch in Lila, letztendlich war es mir aber unmöglich an diesem prächtigen Orange vorbei zu kommen! Diese Anhänger haben ihre eigene Geschichte und das ist es, was ich an Handarbeit liebe, wenn sie etwas erzählen: Der Anhänger ist rund um einen zarten Armreif gearbeitet, den ihre Tochter als Kind trug und ihre Tochter war es auch, die sie zu diesen Schmuckstücken inspirierte – absolut herrlich so etwas ♥!

Für mich gleich in doppelter Hinsicht, denn beide SpinningMartha-Färbungen, für die ich mir schon Projekte ausgesucht habe, passen bestens dazu:

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Handarbeiten macht glücklich und auch wenn Ihr selber keine herstellt, sie aber trotzdem zu schätzen wisst, werdet Ihr diese Ausstellung mit Sicherheit mögen und – wer weiß – vielleicht fangt Ihr dann ja auch selber an mit Sticken, Weben, Färben, Nähen, Stricken, Häkeln, Klöppeln, Drucken, Occhi, Spinnen.

Viel Spaß dabei!

 


Das ist ja toll, vielen Dank für den Bericht! Nun freue ich mich noch mehr auf meinen Besuch dort.
Schade, dass wir uns nicht treffen werden.

  • Ja, das ist wirklich, wirklich schade, denn ich hätte Dich sehr gerne im richtigen Leben kennengelernt!
    Herzliche Dir, ganz viel Erfolg und äußerst kreative Zuhörerinnen!

Förmchen für den Schrank

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Beim Schlendern über Flohmärkte finde ich immer wieder mal schöne alte Back- und/oder Puddingförmchen:

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Viel, viel schöner sind sie als all der Plastikdekokram, denn sie erzählen Geschichten und ich erzähle mit ihnen vom Leben, indem ich sie ein Licht bringen lasse:

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Und sie immer wieder, besonders gerne natürlich in der dunkleren Jahreszeit, zum Beispiel auch so neu dekoriere:

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Aber es gibt noch so viele andere Ideen für sie – einfach mal im WWW mit dem Suchbegriff „old tin tarts“ stöbern – ich bin selber ganz überrascht, was es da alles zu entdecken gibt – so nach und nach werde ich selber einige der Ideen umsetzen. Für den Anfang aber, hat der weiße Schrank zwei Förmchengriffe bekommen ;).

Kein Jahr ohne Wollfest: WollLandia in Kieselbronn vom 10. – 11. März 2018

Was für ein Glück, denn auch dieses Jahr wird nicht ohne Wollfest sein:

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Die liebe Erica, die bereits fest zum wohlverdienten und -organisierten Veranstalterteam des Kurpfälzer Wollfests in Leimen gehörte, das nach drei wundervollen Jahren nun leider nicht mehr stattfinden wird, übernimmt dankenswerterweise den Wollfestvirus mit in ihre Heimatgemeinde Kieselbronn, wo am 10. und 11. März 2018 zum allerersten Mal ihr WollLandia stattfinden wird.

Ich freue mich unglaublich, dass es auch dieses Jahr in unserer Region wieder ein Wollfest geben wird und da ich für einige Jahre meines Arbeitslebens vom Fach war, weiß ich sehr genau, wieviel von ihrem Herzblut neben Zeit, Energie, Kraft, Kreativität und Engagement in ihrem Wollfest stecken, weshalb ich ihr dafür alles Glück und jeden Erfolg der Welt wünsche, damit sie uns beide auch für weitere Jahre erhalten bleiben mögen!

Eine tolle Ausstellerriege wird dabei sein und ich freue mich ganz besonders auf Sandra Farbenpracht neben all den anderen herrlich kreativen Menschen ♥!

Wir haben vor, diesen Termin für einen Frauentag-Ausflug zu nutzen, denn die ganze Region hat noch so viel anderes zu bieten wie zum Beispiel das Schmuckmuseum Pforzheim und das Kloster Maulbronn – auch die Kulinarik kommt wie der Konditorei Heidlinger in Mühlacker auf keinen Fall zu kurz.

Ich freue mich also tatsächlich sehr auf WollLandia und auf den schönen Tag, den wir dann haben werden.

Bis bald also!

Die 23. Tasse Tee mit Granatapfel-Honig und noch einem kleinen, feine Basteltipp meiner Mutter

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Liebe Jasmin „Muckel & Me“ geh nicht so hart mit Dir ins Gericht, denn selbstverständlich ist auch Deine Karte genauso schön und willkommen wie alle anderen, weshalb ich mich auf und sie überhaupt nicht weniger gefreut hätte und habe! Du siehst, alles gut also, fein und lecker!

Naja, jetzt noch für Weihnachten basteln, dafür wird es jetzt ein bischen knapp, aber wer weiß, so manch eine wird vielleicht doch noch in ihrem Bastelstash für solch minimalistische Weihnachtsfeinigkleinigkeiten fündig, wie ich sie im Adventskalender meiner Mutter für mich gefunden habe:

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So herrlich hat sie sie für sich dekoriert:

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Am 3. Dezember wärmt mich würziger Christmas Tea und hier kommt ein Basteltipp zum 1. Advent: Du bringst ein Licht in meine Welt

Das heutige Adventskalenderkuvert kommt von Jojos kleine Welt und beim Öffnen kamen mir diese Adventsschätze entgegen:

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Alles passt so schön zusammen: Die Karte mit den lieben Worten, der Schoko-Nikolaus, das Rezept, der Stern (der nun bereits unsere Wohnungstür schmückt) und dann natürlich der herrlich würzig wärmende Tee ♥ – Danke, liebe Lene! Die Yogi-Tees gehören zu meinen Weihnachtsteeklassikern, seit ich sie vor vielen Jahren zum ersten Mal entdeckte. Ich mag ihre so fein aufeinander abgestimmten Gewürzkomponenten wirklich sehr – was für eine 1. Advent-Freude!

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Die Adventszeit, die mir so wichtig ist, die ich so liebe, ist die beste Zeit der Welt für mich, in mich zu gehen, über mein Leben nachzudenken, was gut war in diesem Jahr, was nicht, was ich mich für mich daraus für das nächste ziehen, lernen, bewahren, ändern möchte. Es ist mir die beste Zeit im Jahr mit Selbstgemachtem Danke zu sagen für Liebe, Freundschaft, Gutes.

Dieses Jahr mache ich das mit dem Satz: „Du bringst ein Licht in meine Welt“.

Daraus entsteht der Kerzenschein, mit dem ich mich bedanke:

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Die alten Backförmchen entdeckte ich auf dem Flohmarkt, mit einem erbsengroßen Stück Klebewachs befestige ich eine Kerze so, dass sie gerade steht. Diese alten Förmchen sind manchmal etwas verbogen, deshalb muss man die Kerze ab und an etwas austarieren. Um die Kerze drumherum kommen Mandelkernze und getrocknete Aroniabeeren aus unserem Garten und etwas Schnickeldi, was sich halt so an kleinen Weihnachtsschätzen in der Bastelschublade findet. Achtet darauf, dass die Kerze mit nichts in Berührung kommt, was sich schnell entzünden könnte.

Für den Transport setze ich das Kerzentöpfchen in ein Muffinförmchen aus Papier, alles zusammen in einen Zellophanbeutel, damit nichts herausfallen kann.

Euren Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt, was ich hier im Kleinen zeige, geht im Großen auch z. B. mit ausrangierten, alten Email-Kugelhupfformen, die sich für kleines Geld auf Flohmärkten finden lassen und einer schönen, großen Blockkerze.

Ich wünsche Euch einen schönen 1. Advent voller Licht und Kerzenschein außen und innen ♥!