„Blogger läuft bald ab“

So, ich habe gedacht, ich hätte noch bis Ende des Jahres Zeit mit meiner Entscheidung.

Aber mein Host kommt mir mit der Mitteilung doch tatsächlich zuvor, dass ich bzw. mein Blog in einem Monat ablaufe.

Nun denn.

Ich werde hier schließen.

17 Jahre sollten genug sein.

Bloggen ist nicht mehr das, was es ursprünglich war.

Ich mag es nicht, wenn ich mich erst einmal hindurch klicken muss, ob und was gespeichert werden soll oder eben nicht. Ich mag mich für Kommentare nicht erst mit mehr als meinem Namen, meiner Blogadresse, meiner Emailadresse verifizieren oder erst einmal ein virtuelles Tick-Tack-Spiel zu spielen, um zu verfizieren, dass ich mich verifiziert habe. Ich mag es nicht, dass meine Kommentare durch manche Blog-Hosts gleich mal ausgesondert werden, was im Gegenschluss Kommentare von Blog-Inhaberinnen, die einen anderen Host nutzen als ich, was völlig in Ordnung ist, bei mir auch erst gar nicht hindurch kommen. Ich mag es nicht, eine Meinung als Werbung zu titulisieren, auch dann, wenn ich dazu keinen Auftrag habe/hatte, nix billiger bekam, sondern auf etwas sparte und darüber dann das schreibe, was ich denke. Ich mag es nicht, „Werbung“ zu lesen, weil Orts- und Blognamen genannt werden. Wie hohl ist das eigentlich in einer Gesellschaft, die als fettes Fettauge auf der immer mager werdenden Weltsuppe schwimmt und sich in ihren virtuellen Kreuzfahrten noch immer zu Tode konsumiert?!

Das Bloggen selbst ist dadurch ein anderes geworden, weil es dadurch sehr viel von seiner Leichtigkeit verloren hat.

Die Zeit selbst ist eine andere geworden, oft nur noch zu einem digitalen Fast Food verkommen, bei dem schnell mal geklickt, geliked, geniced wird, ohne einer sehr viel langwierigeren Auseinandersetzung mit langen Texten, die ich so schätze.

Ich selbst bin seit Ende 2014 eine Andere geworden. Mir ist seit Einführung der DSGVO mein Blogland verloren gegangen, dass ich so mochte, das mir so gut tat. Mir für mich. Ich habe nie in der Intention geschrieben, durch meine Worte Beifall, Follower und Claqueure zu generieren. Ich habe für mich geschrieben. Weil es mir Freude, Spaß, ein Bedürfnis war und ist. Weil ich dadurch tolle Leute kennengelernt habe. Ja, natürlich habe ich dadurch auch Arschlöcher kennengelernt, auf die ich gerne verzichtet hätte. Aber so ist das Leben nun mal. Manchmal tritt man sich etwas Stinkendes ein. Das ist im realen Leben auch nicht anders. 99 zaubern dir ein Lächeln ins Gesicht, richtig runter aber zieht dich die Hundertste, die gar nicht so ist, wie du dachtest.

Und dann kam Corona.

Und seither hat sich noch viel mehr verändert.

Mir lieb gewordene Blogs ging in krudesten Verschwörungstheorien unter, wähnten sich in ihrer Ekelhaftigkeit verfolgt, wie die Mordopfer der Nazizeit. Tanzten in sich endlos wiederholende Spiralen von „… wissen mehr, werdet schon sehen …“, ohne auf Nachfragen konkret zu werden. Hangelten sich von einem abstrusen Doomsday zum anderen … ich weiß gar nicht, wie oft unsere Demokratie seitdem von ihnen schon gestürzt wurde und in Wirklichkeit schreibe ich hier ja auch bereits aus der Gruft, denn ich bin ja schon x-Mal durch meine Impfungen gestorben. Was solls, das was Corona wie mit einer Triangel für uns alle zart anklingeln hat lassen, wird nichts sein zu dem, was die Klimaänderung mit sich bringt.

Ich bin zu alt, um für alles Verständnis entwickeln zu wollen. Ich bin alt genug, um zu wissen, was ich nicht will. Alt genug, um trotz allem um die Schönheit, Magie, Freude des Lebens zu wissen. Trotzdem. Oder gerade deshalb.

Ich werde immer Team „Apfelbäumchen pflanzen“ sein. Und Team „Bunt“ und „Jetzt erst recht“, „Keine Macht den Covidioten und erst recht nicht Brauner Scheiße“!

Es geht mir gut, mit dem Gedanken abzulaufen. Aufzuräumen. Ab zu schließen.

Ich bin weiter auf Insta zu finden, obwohl das für mich die schlechteste aller Varianten ist,  die ich mir vorstellen konnte. Aber leider ist er gerade da noch, dieser Austausch, den ich so mochte mit den Menschen, die ich auch nach so langer Zeit noch so mag. Bitte, nennt mich doch inkonsequent, es juckt mich nicht.

So ist das mit der Zeit.

Sie beginnt zu laufen und sie läuft ab.

Kein Drama.

Lieber ein Staunen, ein Wundern. Ganz viel Lachen. Demut. Große Dankbarkeit für mein Leben und dafür in dieser Gesellschaft geboren zu sein, leben zu dürfen, in der eben nicht alles nur Lug ist oder Trug, Gewalt, Krieg, Verzweiflung und der Tod herrscht. Sondern Wissenschaft und Demokratie und in der ich die sein kann und darf, die ich bin.

Danke.

2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 35/52- Thema: „Häuser“

Daheim zu sein, einen Wohnung, einen sicheren Hafen zu haben, das ist ein unbezahlbarer Schatz. 

Zum Thema „Häuser“ dachte ich über all jene nach, die Stationen meines Lebens waren und sind. Die bisher emotionalste Begegnung mit einem Haus brachte die Beschäftigung mit dem Leben meiner Mutter mit sich.

In dem Haus auf dem Photo wurde sie in einer Winternacht 1941 geboren, als der Schnee so hoch lag, dass die Hebamme fast nicht mehr hindurch kam. In diesem Haus sprach sie ihre ersten Worte, tat sie ihre ersten Schritte. Die Wiesen um das Haus waren der Spielplatz für sie und ihre Geschwister. Hier war sie geborgen und daheim. Hier war ihre Heimat. Hier lebte die ganze, damals noch große Familie. 

1945 mussten sie ihre Wohnung verlassen, innerhalb weniger Minuten, nur mit dem, was jeder von ihnen selber tragen konnte. Mama, Papa, meine Mutter mit ihren Geschwistern und ihre Großmutter. Sie verloren die Wohnung, das Haus, den Ort und zum Schluss das Land und ihre Identität, bis ihnen am Ziel des elenden Wegs im „goldenen“ Westen nur noch „Huraflüchtling“ nachgerufen wurde. 

Im Jahr 2011 machte ich mich mit einem alten, handschriftlichen Vermerk online mit Satelliten-Aufnahme auf die Suche nach dem verlorenen Paradies ihrer Kindheit, dessen Verlust ihre Seele so nachhaltig beschädigt hat. Das Wunder geschah: Ich fand ein Haus, zu dem alles passte, wovon sie erzählte und einige Wochen darauf fuhren wir gemeinsam mit ihr dorthin.

Meine Mutter begann zu weinen, als sie immer mehr erkannte und auf dem Weg zum Haus, als wir ihm immer näher kamen, schnitt es auch mir ins Herz und ich weinte mit ihr, obwohl ich doch zum allersten Mal davor stand vor diesem Haus, das ich ohne sie niemals erkannt hätte. 

Dieses Haus war die Heimat meiner Mutter, bevor ihre Welt nachhaltig zerbrach. Dieses Haus schenkte mir, die ich mich immer für wurzellos hielt, das erste Mal in meinem Leben doch noch sicht- und fühlbare Wurzeln. 

Häuser geben uns Schutz, wärmen und behüten uns und im besten aller Fälle sind sie ein solcher Schatz, dass sie unendliches Glück bedeuten. 

Und natürlich darf – wie immer – dieser freundliche Hinweis nicht fehlen :

Initiiert und gehostet wird das große Jahr der Miniaturen durch Susanne vom Nahtlust-Blog. Bei ihr könnt Ihr, wenn Ihr auf das dazugehörige Miniaturen-Banner oben auf der rechten Seite ihres Blogs klickt, eine Auflistung sämtlicher Beiträge zu diesem tollen Miniaturenjahr sehen – und wer weiß, vielleicht habt Ihr ja selber Lust, Euch inspirieren zu lassen, um selber mit dabei zu sein?!

2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 34/52 – Thema: „Käfig“

Ich habe das Glück zu einer Zeit in einem Land zu leben, in dem Frauen die gleichen Rechte zugestanden werden, wie Männern. 

Das war nicht immer so. 

Ich habe noch die Zeiten erlebt, in denen einer Frau die Erlaubnis durch ihren Ehemann verweigert werden konnte, selbständig arbeiten zu gehen. 

Das ist nichts gegen das, womit sich Frauen in religiös patriarchalisch fundamentalistisch ausgerichteten Gesellschaften auseinandersetzen müssen. Nichts gegen deren Gebote/Verbote hinsichtlich Kleidung, Umgang, persönliche Freiheiten bis hin zu Wahl des eigenen Ehepartners. Dort gibt es keine Selbstbestimmung für Frauen.

In solchen Gesellschaften droht z. B. verheirateten Frauen auch dann die Todesstrafe, wenn sie Opfer einer Vergewaltigung durch einen anderen Mann wurde, denn die Frau ist das Übel schlechthin. 

Wie der bonfortionöse Gatte immer sagt: „Wieviel Angst müssen diese Männer vor Frauen haben, wenn sie sie so behandeln und knechten?!“. 

„Käfig“ habe ich frauenthematisch umgesetzt und damit symbolisch der Duchessa Garaffa  einen doppelten Käfig versetzt, denn (nicht nur) das spanische Hofzeremoniell sah Frauen, Töchter, Enkelinnen ebenfalls lediglich als Mittel zum Zweck.

Neben dem Latein der Asterix-Universität, die ich ab 6 Jahren besuchte, war der erste weltliche Satz auf Latein, den ich dazu lernte „Tu felix Austria nube“ beim Studium irgendeines Buches rund um den österreichischen K.u.K.-Hochadel. 

Ich liebe es, Schlösser, Burgen und alles drum herum zu besuchen, aber ich bin demütig, dankbar und froh, dass ich den Schlüssel zu meinem eigenen Leben selbst in der Hand halten kann.

Materialmix-Collage, 10 x 14,4 cm. 

Und natürlich darf – wie immer – dieser freundliche Hinweis nicht fehlen :

Initiiert und gehostet wird das große Jahr der Miniaturen durch Susanne vom Nahtlust-Blog. Bei ihr könnt Ihr, wenn Ihr auf das dazugehörige Miniaturen-Banner oben auf der rechten Seite ihres Blogs klickt, eine Auflistung sämtlicher Beiträge zu diesem tollen Miniaturenjahr sehen – und wer weiß, vielleicht habt Ihr ja selber Lust, Euch inspirieren zu lassen, um selber mit dabei zu sein?!

U.

Das Telefon klingelte, als ich mit den Händen im abendlichen Spülwasser hantierte.

Ein Anruf aus der Vergangenheit.

U. wurde an diesem Tag beerdigt, meine Telefonnummer erst danach gefunden.

Das Gespräch holte so viele Erinnerungen hoch, die schon ganz vergessen und verstaubt waren: Der hellblaue Kombi, der Sims, auf dem er balancierte, eine Walnuss der anderen Art, das Poster an seiner Tür, stundenlange Badminton-Spiele, das Schlittschuhlaufen, die Skateboards, als es hier noch keine Skateboards gab und die blonden Fransen, die er sich mit einem Ruck aus seinen Augen schubste, Tolkien, Douglas Adams, Raumschiff Enterprise und Fred vom Jupiter, endlose Diskussions-Abende über Wissenschaft, Politik und Kirche. Aber auch die verlassenen Momente, wenn ich als einzig Nüchterne zwischen Bekifften & Besoffenen saß. Wir passten nicht in die Vereine, das kirchliche Teestüberl und auch sonst nirgendhin und freuten uns darüber, dass wir die Leute waren, vor denen uns unsere Eltern so gerne warnten.

U. war der Begabteste, der Hellste, Scheinendeste, Vielversprechendste unter uns. Es gab nichts, was er nicht konnte. Er war intelligent, kreativ, mutig, es gab keine Grenzen für ihn. Leider in keine Richtung.

Als ich ihn das letzte Mal sah, in einer Winternacht vor sehr vielen Jahren, saß er mitten im Feiertrubel alleine an einem Tisch, die Hand um eine noch halb volle Maß Bier gelegt und schaute ins Leere. Er war nicht mehr nüchtern vom Alkohol und dazu stoned. Ich setze mich zu ihm, sprach ihn an und alles, was er sagte, war ein gelalltes „Ich glaube, ich habe viel verpasst“.

Wiederum einige Jahre später wurde erzählt, dass er sich erfolgreich mit einer eigenen Firma selbständig gemacht hatte. Dann hörte ich erst wieder an diesem Abend mit meinen Händen im Spülwasser von ihm.

Ich weiß nicht, was am Leben ihm solche Angst machte, dass er es nur abgeschossen ertrug. Ich weiß nur, dass wir uns trennten, weil der Rausch ihm schon damals wichtiger war als alles andere und das, obwohl er noch so jung, von all seinen anderen Gaben mehr als nur zugedeckt wurde.

Am Schluss hatte er alles in den Sand gesetzt, alles verloren, keine Familie da. Nur noch Krankheit und zur Beerdigung die alten Freunde.

Immer noch da ist das Logo, das er damals, vor Jahrzehnten, für das Jugendzentrum zeichnete.

2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 33/52 – Thema: „Augenschmaus“

Beim Thema „Augenschmaus“ bin ich Gourmet, denn das Auge isst beim Gaumenschmaus ja unerlässlich mit. Sogar noch bevor die Nasenschleimhaut und die Geschmacksknospen der Zunge in die Hände klatschen dürfen ;)!

Innen in der Schachtel ganz links in der oberen Ecke versteckt sich sogar der Schriftzug „Gourmet“, der auf dem Photo leider nicht zu sehen ist, aber ich denke, der Sinn, der Schmeckschachtel erschließt sich auch so. Der schmausende alte Pfanni-Werbelöffel schiebt sich haarscharf an meinem Auge vorbei durch den Deckel der Flohmarktschachtel, die einstens Zigaretten beherbergten. 

Bon appétit.  

Objet trouvé-Melange mit den Maßen 11 x 9 cm.

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2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 32/52 – Thema: „Verdoppelung“

Die Erzählung darüber, wie ein weiser Mann in Indien einen König mit Hilfe eines Schachspiels und beginnend mit einem einzigen Reiskorn Demut lehrte, hat mich von Kindheit an fasziniert. 

Dieses Lehrstück ging gut aus für den Weisen, denn der König war intelligent genug, über sich selber lachen zu können und machte ihn zu seinem Berater. 

Mathematik ist schlicht und einfach Logik. Einer, der ich nicht in ihre Untiefen folgen kann. Eine Logik, die wie in diesem Fall von einer schlichten und klaren Schönheit ist. Mehr wie diese Wörter braucht dieses Blatt zu den Potenzen, zur Verdoppelung nicht.

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2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 31/52 – Thema: „Unterwasserwelt“

3D-Miniatur aus einer Jakobsmuschelschale, marmoriertem Papier, Tang, Seeglas, Lousianamoos, poetry reduced, Lexikonsfischen und winzigen Müschelchen und einem noch winzigeren Seeigelkügelchen, gesammelt in den 1970er in den Mulden eines felsigen Meeresufers in Spanien.

Maße: 12,5 cm x 15 cm

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2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 30/52 -Thema: „Türkis“

Zum Thema „Türkis“ habe ich einen MDF-Block mit Katalogausschnitten in Türkis einer schwedischen Lagenlook-Spezialistin rundherum flächendeckend beklebt. Aus dem Seidenkokon auf der oberen Kante schlüpft ein frisches, kleines Türkis. Der Kokon rechts spinnt sich mit mannigfaltigen, aderngleichen Seidenfasern fest. 

Türkis. So mag ich es.

Materialmix-Collage in 3D, 10 x 15 cm.

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2021 – Das große Jahr der Miniaturen – Woche 29/52 Thema: „Oper“

Weiterhin ohne Worte.

Miniaturcollage, 15 x 15 cm

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Bittere (Garten-)Bilanz

In den vergangenen drei Jahren hatte er es schwer der Garten, da es Dürrejahre mit viel zu wenig Wasser waren. Wir haben zwar gewässert, was unsere Regenwasserzisterne her gab, im letzten Sommer aber, da gab auch sie – Premiere! – nichts mehr her und wir mussten einen Tank an einer öffentlichen Wasserentnahmestelle füllen, um den Garten nicht ganz und gar verdorren zu lassen.

In diesem Jahr musste alles im Garten von mehrmaligem Frostschaden, hin über Stürme, Hagel, Starkregen, massiver Schwüle, Gewitter und auch Dürrezeiten immer wieder sehr viel aushalten. Ein Extrem löste das nächste ab und so weiter.

So erlagen die Blüten an den Obstbäumen zum Teil zu 100 % Frost, Starkregen, Sturm, Hagel. Die wenigen Kirschen, die der Kirschbaum danach noch tapfer trug, faulten zu 90 % noch vor der Reife direkt ab. 

Das Bild oben vom Kirschbaum ist von heute – trotz Bewässerung trägt er immer mehr gelbe Blätter und bis Ende JULI ist noch immer eine ganze Woche Zeit … vom Zustand des sterbenden Waldes gegenüber mag ich gar nicht erst anfangen …

Manche gesetzten Pflanzen, wie z. B.  die Tomaten, gingen ein, neue wurden gepflanzt. Sie wuchsen wunderbar kräftig, trugen viele Blüten und Fruchtansätze. Obwohl mit Argusaugen bewacht, mähte nun innerhalb von zwei Tagen die Kraut- und Braunfäule auch diese nahezu komplett um. 

Ebenso kurz überzog es die Weintrauben nahezu komplett mit Mehltau. 

Pestizide kommen für uns nicht in Frage. Wir behandeln natürlich und was sich damit nicht behandeln lässt, das ist dann halt (hoffentlich nur für dieses Jahr) verloren.

Ich mag mich nicht beschweren, denn das, was die Menschen in den von der Flutkatastrophe getroffenen Landstrichen an Entsetzlichem, Tod und Zerstörung erleben, dagegen ist das, was in unserem Garten passiert mal so überhaupt gar nichts!

Was mich wirklich ärgert, ist, wie sich die Politblase der etablierten, lobbyismusgeschwängerten Altherrenriege auf Bundesebene auf erbärmlichste Art und Weise an Greta Thunberg und vielen Wissenschaftlern über lange Zeit regelrecht abgearbeitet hat, sie ins Lächerliche zog, bis hin zu Verleugnung. Nun wird aber das, was zum Beispiel Mojib Latif, einer unserer herausragenden Wissenschaftler, seit Jahrzehnten immer wieder erklärte, sicht- und spürbar. Außer natürlich für die Anhänger der Partei, die alles ist, nur keine Alternative hin zum Guten, denn diese beharren noch immer stumpf darauf, dass es weder eine Corona-Pandemie gibt, noch einen Klimawandel. Außer für diesen Büttenredner, einer Partei, die sich „Christlich“ nennt, der unfassbarer Weise zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde und sich nicht schämt, ausgerechnet in Bezug auf Wissenschaftsfeindlichkeit die Partei zu zitieren, die alles ist, nur keine Alternative! Egal, einfach ohne Sinn und Verstand wieder öffnen, was sich öffnen lässt und behaupten, das eigene Bundesland wäre Vorreiter in Punkto Klimaschutz … 

So, ich höre jetzt hier auf. Mir vergeht die Lust am Schreiben immer mehr. 

Passt auf Euch auf. Auf Euch, Eure Lieben und die Menschen um Euch herum. Wir stecken inmitten einer wieder Fahrt aufnehmenden, weiter anhaltenden Pandemie. 

Verantwortung beginnt bei jedem einzelnen von uns und jeder Einzelne von uns kann etwas dafür tun!

Pandemieleugner, Quarkdenker, Wissenschaftsverweigerer, A*Dler müssen hier gar nicht erst zu antworten versuchen.