Amerikanische Kiefernwanze

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2018 ist ein richtiges Wanzenjahr und so gibt es ungewöhnliche viele dieser seit ca. 10 Jahren auch bei uns vorhandenen Neozoen zu beobachten.

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Alice by Hiroko Fukatsu – Chapeau für ein bezauberndes Design!

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Es nervt weiter, geht aber leider nicht mehr dank DSGVO ohne diesen Hinweis: Die Anleitung und die Materialien habe ich selbst gekauft, trotzdem ist das hier Werbung, auch wenn sie freiwillig, unkommerziell und ohne jegliche Gegenleistung erfolgt.

Der kurzärmlige R(aglan)V(on)O(ben) und deshalb völlig nahtlose Pullover nach dem bezaubernden Design von Hiroko Fukatsu wird an einem Stück gestrickt. Die (Kauf-)Anleitung selber ist auf englisch geschrieben, sehr ausführlich und ohne dass bei mir auch nur eine Frage offen geblieben wäre. Sehr akribisch und mit Liebe zum Detail.

Der Pullover selbst ist hinten etwas länger als vorne und besticht durch das eingestrickte Schößchen auf der Rückseite, welches auch bei größeren Größen sehr gut aussieht, weil es nicht massig aufträgt.

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Ein weiterer großer Pluspunkt war für mich von Beginn an, dass sich auch die Designer für Holst Supersoft entschieden hatte, da ich dieses Garn sehr liebe. Ganz besonders die Färbung Sloe, deren einziges „Manko“ es ist, dass sie sich beim Fotografieren sehr divös verhält. Wie sich das eben so für einen echten Woll-Star gehört.

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Sie sieht, je nach Lichteinfall, immer wieder etwas anders aus, aber dieses Photo hier trifft sie wirklich gut.

Es hat mir großen Spaß gemacht, diesen Pullover zu stricken, so sehr, dass ich überlege, ob ich vielleicht nicht doch noch einen weiteren folgen lasse, da in meinem Stash ausreichend Loganberry, ebenfalls in Supersoft, vorhanden ist …

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Wie immer erschließt sich die ganz Magie dieses Garns mit dem Entspannungsbad nach dem Stricken, wenn aus einem doch einigermaßen festen Faden ein wunderbar weiches Strickstück wird – herrlich!

Technische Daten:

  • Federleichte 209 g Holst Supersoft (100 % Uld – ca. 575 m/100 g) in der Färbung Sloe
  • Rundstricknadeln 3,5 mm in den Längen 40, 60 und 80 cm

 

Long time no see

Ganz unvermutet in die Hände gefallen:

Vor 20 Jahren hatte ich für einen Kunsthandwerkermarkt solche Püppchen gebastelt, an die ich schon sehr lange nicht mehr gedacht habe. Ziemlich alt also schon, aber noch immer sehr niedlich.

Es gab: Elfen, Gärtner die auf meinem großen Strohhut saßen, Bäcker, Engel, Zauberer, Schneeglöckchen und kleine Vampire mit einem Blutzähnchen, die ich auf einem Knoblauchzopf befestigte.

Augen auf, Augen zu.

EDIT: Meinen herzlichsten Dank für all die guten Wünsche & Grüße, die ich bekommen habe ♥!

Ich ging zu einer überschaubaren Op in die Klinik. Rein, eine Nacht zur Überwachung drin, am nächsten Tag wieder raus. 1 – 2 Wochen daheim. Fertig.

Ich unterschrieb einen Aufklärungsbogen. Einen chirurgischen, einen für die Anästhesie. Mein Allergie-Pass wurde eingescannt. Und ich sagte mir „Augen zu und durch“.

Zwei Stunden lag ich im Op-Vorbereitungsraum. Völlig ruhig und gelassen. Ohne eine einzige Träne, ohne Angst, dafür mit bereitem Fatalismus. Dann ab in den Op. Noch immer voller Ruhe, aber auch voll Lachen und Scherzen mit dem Narkoseteam. Zugang in die Hand, Maske mit Sauerstoff vor dem Gesicht und ich dachte noch „Also gut, Augen zu und durch“.

Nach dem Aufwachen scherzte ich mit dem Narkose-OA, wir tauschten Gastro-Tipps aus und nach 4 Stunden entließ er mich sehr zufrieden auf die Station. Ich freute mich, denn ich hatte die Augen zugemacht, nach dem „durch“ wieder auf und alles war gut. Der restliche Tag war gut, die Nacht war gut und ich freute mich, denn bevor ich alles unterschrieb, vor der Op, hieß es, „Eine Nacht Frau Ev und wenn da alles o. k. ist, dann dürfen sie wieder heim“.

Dass sich außer dem Narkose-OA kein anderer Arzt nach der Op mit mir unterhielt, das fiel mir erst sehr viel später auf.

„Alles gut, alles gut“ jubilierte es in mir, nicht einmal der eiskalte Haferschleim konnte daran was ändern. Fix und fertig gewaschen, frisch angezogen, wartete ich auf die Visite, denn danach konnte ich ja wieder heim.

Und der Visitenarzt war super zufrieden, denn augenscheinlich ging es mir mehr als richtig gut, und ich erzählte ihm, wie sehr ich mich darauf freue, dass mein Mann mich nachher abholen wird.

„Ja, nee, Frau Ev, wie kommen sie denn darauf, dass sie nach Hause dürfen?“

„Weil es hieß: Op, Überwachung, nach einer guten Nacht und Visite am nächsten Tag heim. Das ist doch so?“

„Nö, eigentlich erst am Montag.“

„Heute ist Samstag, steht noch irgendwas außer dieser Visite an? Soll am Sonntag noch etwas anstehen?“

„Nö, ich bin sehr zufrieden mit ihnen. Morgen wäre auch nur kurz Visite, sonst nichts, auch Montag nur Visite.“

„Warum?“

„Frau Ev, bei der Op, da hat es einen kleinen Riss in ihrem Kapselsack gegeben, nichts schlimmes, wir haben den Riss gesäubert, deshalb die Mouches in ihrem Sichtfeld, wie wollen da nur morgen und Montag noch mal drauf sehen.“

„Aber es ist doch alles super, mir geht es doch gut und am Montag gleich nach dem Öffnen habe ich bei meinem Augenarzt einen Kontrolltermin. Stimmt irgendwas mit meinem Auge nicht?“

„Nein, nein, alles in Ordnung, überhaupt kein Problem und wenn sie unbedingt heim wollen, dann kann ich sie auch auf eigene Verantwortung entlassen, dazu brauche ich nur eine Unterschrift von ihnen.“

Und dann machte ich etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich das einmal machen würde, ich unterschrieb, dass ich auf eigene Verantwortung nach Hause gehe. Ich versprach dem Arzt wieder zu kommen, wenn meine Situation sich verschlimmere.

Mein Mann holte mich ab und wir fuhren heim.

Mittlerweile weiß ich, dass dieser „kleine Riss“ eine ernsthafte Komplikation darstellte, dem eine umfangreiche Op folgte, über die ich weder nach ihr und auch nicht während dieses Visitetermins aufgeklärt wurde.

Ich machte meine Augen auf und ich mache sie zu.

Eine Woche lang habe ich nach der Op eine strikte Bettruhe eingehalten, ich tropfe ein Medikament, ich sehe wie durch eine Milchglasscheibe auf der Mücken (Mouches) sitzen.

Aber ich sehe. Darüber bin ich froh und ich hoffe, dass es weiter bergauf geht, denn das „durch“, das habe ich ja schon hinter mir, alles andere liegt nicht in meiner Hand, sondern in der meines Lebens.

Augen auf und Augen zu.