Die ersten Rosen

Vor drei Jahren habe ich mir mit dem Pflanzen einer Kartoffelrose einen meiner kleinen Gartenträume erfüllt. Erstens mag ich den Duft der Blüten, zweitens mag ich ihre satten Farben und drittens freue ich mich darauf, irgendwann so viele Hagebutten ernten zu können, dass noch genug am Stock für die Vögel übrig bleibt – bis das so weit ist, dürfen sie sich jede einzelne schmecken lassen, die an ihm reift. 

Heuer ist das allererste Jahr, in dem der Rosenstock an einem neuen, kräftigen Trieb wirklich mehrere Blüten getrieben hat und ich kann gar nicht sagen, wie froh mich das macht!

Die letzten Sommer haben der Pflanze überaus zugesetzt, trotz Pflege und vielem Gießen. Es war einfach jedes Mal viel zu trocken und viel heiß und die Sonne verbrutzelte regelrecht jeden neuen Trieb. Dieses Jahr ist es noch immer viel zu trocken, aber die Sonne wird immer wieder auch von Wolken verdeckt, es regnet nicht viel, aber immer wieder mal, auch wenn es ohne unser Gießen ebenfalls in diesem Jahr definitiv nicht reichen würde. Der stete Wechsel zwischen sehr heißen Tagen, sehr viel Sonne, dann wieder Regen ist an den Blüten deutlich zu sehen, aber auch, dass sie immer wieder von Hummeln, Bienen, Fliegen besucht werden und so haben sich bereits kleine Hagebutten gebildet. 

Was für eine Freude!

Crowdfunding für die Schafwolle des Wanderschäfers Sven de Vries

Ganz bewusst, voller Überzeugung und Freude möchte ich hier Werbung für das angekündigte Strickwolle-Crowdfunding aus der Wolle der Schafe des Wanderschäfers Sven de Vries machen!

Diese Werbung entsteht aus meinen ureigenen Impuls heraus, weil ich davon überzeugt bin, dass es richtig und wichtig ist, andere Wege des Konsums, des Verbrauchs, des Umgangs mit der Schöpfung, unserer Umwelt, der Natur zu gehen. 

Diese Werbung ist unverlangt, unbezahlt, unabgesprochen. Ich habe dadurch keinen Benefit, keinen Erlös, erhalte dafür nichts, außer dem Gefühl das ich mir selbst gebe: Das Richtige damit zu tun. 

Bitte, folgt den in diesen Beiträge unterlegten Links. Lest, was Sven de Vries zu sagen hat, hört ihm zu, schaut ihm zu und vielleicht möchtet auch Ihr ihn und dieses wundervolle und für die Natur unerlässliche uralte Handwerk, das er voller Leidenschaft pflegt, unterstützen. 

Ich habe mich für den Newsletter des Crowdfunding eingetragen und freue mich sehr auf alles Neue was folgen wird – und werde auch hier weiter darüber schreiben.

Die Leidenschaft für das Stricken ist bei mir unverbrüchlich mit der Leidenschaft für das Material Wolle verknüpft, dem Handwerk, mit den Schafen und der Wanderschäferei. Alles fließt ineinander und kann ohne das andere nicht leben.

Zeit für mich, zu diesem Thema Farbe zu bekennen!

Mein Menopausen-Bühnenprogramm

Als ich mich Richtung Menopause wechseljahrisierte, da machte ich das allein. Die einen Frauen um mich herum waren schon über jeglichen Zyklus hinüber, die anderen noch nicht mal drin in der Zyklusunregelmäßigkeit und dem Bewusstsein, dass Periode, die sich ihrem Stillstand nähert, nicht einfach still und heimlich immer weniger tröpfelt, sondern mit einem am Muttermund mit Überdruck wegploppenden Korken in eine richtige Überschwemmung ausarten kann. Ich sage mit Bedacht „kann“ und nicht „muss“.

Die Großmutter mit dem Prinzessinnennamen war so eine Glückliche, bei der sich die Hormone sagten „Zack, Schluss mit lustig“ dann war einfach nach irgendeiner Periode Schluss und es kam nichts mehr. Und wenn ich hier nichts schreibe, dann meine ich genau das: NICHTS. Ich wähnte mich, da manches gerne eine Generation auslässt, auf der sichersten aller sicheren Seiten.

Ich hätte es besser wissen müssen bei nur einem Blick auf meine Mutter, bei der sich alles, was es so gibt zum Thema Wechseljahre über sage und schreibe 15 (F-Ü-N-F-Z-E-H-N) Jahre hin zog.

Gut, so lange hat es bei mir nicht gedauert, dafür landete ich in meiner ersten Überschwemmungsphase – und ich schwöre, ich hörte den Gebärmuttermundsektkorken mit einem saftigen „Plopp!“ knallen – in der Notaufnahme, weil das Platzen meiner Fruchtblase weniger plätscherte als das, was der Korken festgehalten hatte.

Anyway, ich hätte mich gerne zu all dem ausgetauscht, aber siehe oben, es gab da einfach niefrauden, die das hätte kommunizieren wollen. Am meisten hat mich die Kollegin fasziniert, die ihren 60. Geburtstag schon hinter sich hatte und die typischen menopausalen Oberlippenriefen trug und mir erzählte, dass bei ihr „alles, noch ganz normal laufe“ – ja Baby, so wie die 80-jährige in der Seniorenresidenz, die sich noch immer mitten in den Wechseljahren befindet.

Ich frage mich, warum dieses Thema für Frauen so ein schwieriges ist. Es geht jetzt nicht um Blut, Koagel, Hitzeschwallungen, sondern nur um das Reden darüber, aber für ganz, ganz viele scheint das, wenn sie raus sind aus der Gebärfähigkeit, einem gesellschaftlichen Abstieg gleich zu kommen.

Nein! Das ist es nicht!

Wenn ich nicht eh schon völlig glücklich damit wäre Frau zu sein, dann wäre es genau der Punkt Gebährfähigkeit, bei dem ich es denn sehr gerne sein wollen würde. Es tut mir für die Männer echt leid, dass das bei ihnen nicht so ist, denn die armen Kerle können sich auch mit 89 noch reproduzieren. JaJaJa, ich höre ja schon auf mit dem alte, weiße Cis-Männer-Bashing. Seitdem ich letzte Woche diesen Begriff gegockelt habe, weiß ich endlich, was das bedeutet und kann ihn nun völlig korrekt benutzt, ich alte Cis-Frau-Hete. Wobei … Hete … war da nicht was? Egal, mich selber kann ich bashen so lange und so viel ich will.

Es ist toll, keine Tampons in S – XL und keine extrabreitenlangen Flügelbinden mehr in jeder Tasche mit sich zu tragen! Noch besser ist es, dass PMS ausbleibt, diese Persönliche Menstruations-Scheiße! Endlich Essen, ins Kino, Klönen gehen, Röcke anziehen und dabei keine Handtasche mehr im Ausmaß eines veritablen Arztkoffers mit sich führen, um für alle Gelegenheiten gerüstet zu sein: Tampons, Binden, Ersatzunterbuxe, Schmerztabletten, Feuchttücher, Pinzette, Waschlappen, Mönchspfeffer, Erfrischungsspray, Blasenpflaster, Mundwasser und was es sonst noch so gibt.

Endlich frei davon!

Mir war es den Preis der Pubertät rückwärts wert, denn bei mir war es das rückwärts, was es auch vorwärts war: Fast drei Jahre Pickel, Stimmungs- und Gewichtsschwankungen, mal drei Wochen Sturzblutungen, mal für zwei Wochen nur Tröpfelei, schmerzendes wachsendes und später erschlaffendes Brustgewebe und jeweils eine durchrötete Jeans. Beim ersten Mal durfte ich noch nicht selber Auto fahren, beim zweiten Mal war ich nicht damit unterwegs und es macht echt keinen Spaß, in Bus und Bahn auf diesem Quadratzentimeterchen herumzurutschen und zu balancieren, das keine lustigen Abdrücke auf dem Sitz hinterlässt, denn beim Stehen hätten sich die Hosenbeine bis unterhalb der Knie durchgefärbt.

Ich will das nicht verschweigen:

In der Pubertät fangen Haare an Stellen zu wachsen an, von denen mädchen nicht wusste, dass da Haare wachsen würden. In den Wechseljahren beginnen auch Haare an Stellen zu wachsen, von denen frau nicht ahnte, dass da Haare wachsen könnten. Zum Ausgleich fallen Haare an Stellen aus, von denen man gar nicht möchte, dass sie an diesen lichter werden.

Gesicht, Hals und Dekolleté werden faltig. Aber nur wenn Du nicht Jane Fonda bist. Bin ich nicht, infolgedessen tauchen Altersflecken an Händen und im Gesicht auf und ich fange an ein bischen wie eine Tüpfelhyäne auszusehen, was gar nicht schlecht ist, denn jetzt, in diesem Alter traue ich mich auch wie eine zu zu beißen, wenn mir jemand blöd kommt, was übrigens sehr entspannend sein kann, diese Achtung-beisst-giftig-Färbung. Auch Pfeilgiftfrösche wissen so etwas sehr zu schätzen.

Es ist ja gar nicht so, dass das Thema Wechseljahre gar nicht auf breiter Ebene in der Gesellschaft stattfinden würde. Nein. Einfach mal den Fernseher zwischen 17:00 und 18:00 Uhr anschalten und schon wird in den Werbeblöcken das größte Wechseljahresproblem zu beheben versprochen: Die Creme gegen Scheidentrockenheit. Wie konnte ich das vergessen?! Meine Güte. Ja, die Scheidentrockenheit! Diese ständige Schuppengeriesel zwischen den Oberschenkeln hervor ist wirklich kaum auszuhalten …

Die liebste Freundin unterhielt sich mit mir zum Thema Backen und Kuchen. Auch da konnte ich mitreden, denn ähnlich wie mit den Haaren, ist es mit den Schweißdrüsen. Die, die da sind verkümmern leider nicht, verändern auch nicht ihre Farbe, wobei ich ein sattes Purpur dafür ganz apart fände, nein, es öffnen sich zusätzlich am ganzen Körper welche. Auch an Stellen, an denen man es nicht für möglich hielt, also überall. Und dieses Schwitzen ist temporär immer wieder auch kein Schwitzen mehr, sondern eher ein Kondensieren.

Das ist auch heiß. Sehr. So wie frischer Kuchen. Riecht nur nicht so köstlich.

Für die Menopause halte ich mich weiter an meinen Masterplan:

  • Auch bei lichtem Haar keinen billigen, beschissenen Männerhaarschnitt tragen, sondern erst recht beim bestmöglichen Friseur des Vertrauens bleiben, der auch wenig in beste Form zu bringen fähig ist. Isso.
  • Schmuck nicht ablegen, sondern stoisch weiter tragen, dafür ist er da und Ringen ist es völlig egal, ob sie an schiefen Arthrosefingern sitzen und Ketten erst recht, ob der Hals Falten schlägt.
  • Farbe – Farbe in der Kleidung ist jetzt wichtiger denn je. GrauBlauSchwarze Hämatomfarben nur dann tragen, wenn sich partout nichts helleres finden lassen will, also nur in Ausnahmesituationen. Schickt die auf die Toilette, die Euch erklären wissen zu wollen, was man in welchem Alter trägt oder dass man auch Dir beim Schönheitschirurgen helfen könnte.
  • Keine Schlager hören. Und wenn man doch dazu gezwungen wird, niemals mitsingen. Niemals!
  • Für Rosa ist  frau niemals nie nicht zu alt – ein Hoch auf Barbara Cartland!
  • Keine.Holzfällerhemden.tragen!
  • Und keinen Bertengel Emu-Funktionsklamottenpartnerlook mit dem Ehemann tragen. Niemals!
  • Lachen! Richtig laut lachen. Auch und besonders über sich selbst. So wichtig!
  • Nein, 50 ist nicht das neue 30. Selbstbetrug ist einfach nur traurig und lächerlich. Und niemals davon ausgehen, dass einem jüngere Frauen nicht das Wasser reichen können. Diese viel zu weit verbreitete Einstellung ist einfach nur erbärmlich.
  • Und drüber reden, wenn jemand über dieses Thema reden will. Es gibt nichts, wofür frau da Scham empfinden müsste oder gar sollte. Das Leben ist einfach so, wenn Du nicht Jane Fonda bist. Und wer ist das schon außer Jane Fonda?!

Wer kennt Rotkäppchen Wolle?

Vor zehn Jahren entdeckte ich im digitalen Ersteigerungskaufhaus Wollstränge, die laut Angebot aus einem Dachbodenfund stammten und angeblich aus den 1930er – 1950er Jahren stammen sollen. Außer mir hatte niemand darauf geboten und so erstand ich sie tatsächlich für einen winzigen Winzbetrag und versuchte, als sie wohlbehalten bei mir gelandet waren, herauszufinden, von wann und wem die Stränge stammten. Pustekuchen, denn bei dieser Suche fand ich überhaupt gar nichts heraus und so vergaß ich über die Jahre hinweg sogar, überhaupt an sie zu denken. 

Bis sie mir wieder einfiel und jetzt versuche ich mein Glück noch einmal und frage in die Runde, ob eine von Euch vielleicht mehr zu dieser Wolle weiß?!

Sie mufft übrigens überhaupt nicht und fasst sich wirklich gut an. Ich möchte nur vermeiden, sie weitere 10 Jahre in den Schönheitsschlaf zu schicken. In die Etiketten bin ich übrigens sehr verliebt.

Wenn dieses Rätsel gelöst ist, dann zeige ich einen Flohmarktwollefund, der tatsächlich aus den 50er/60er-Jahren stammt. Manchmal ist es alles andere als einfach, an manchen Sachen vorbei zu kommen … Oh, Flohmärkte, ich vermisse Euch!

Blümerant

Gänseblümchenfingerringe
Wicken winden Haar
Rosennabel
Geißblattohrringe
Iris im Schoß
Nelkenwurzknie
Glockenblumenhüftschwung
Zittergras-Dekolleté
Efeu umarmt Bein und Arm
Erika sanft Füße

Mir is schon janz blümerant zumute!

Stöpsel im Ohr. Aktenberge.
Fingerflug über die Tastatur.

Ach.

Blütenelfentraum …

Kinder merken doch nichts

Sie ist misstrauisch, doch das sieht man ihr nicht an. Wenn sie lacht, dann tief rollend aus dem Bauch heraus, bis in ihre sich dann zu Halbmonden formenden Augen. Überhaupt ihr Lachen: respektlos, laut, ist es das mutigste an ihr. Sie lacht gerne und sie lacht oft. Auch und vielleicht gerade erst recht, wenn sie misstrauisch ist. Sie hat gelernt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Sie weiß, wie es ist, sich auf trügerisch dünnem Eis zu bewegen. Sie ist auf der Hut, immer darauf bedacht, nicht aufzufallen, nichts raus zu lassen. Lieber macht sie sich zum Clown, bringt Andere mit ihrer scheinbaren Ungeschicktheit zum Lachen, damit sie ihre Augenmonde dem tiefen Rollen aus dem Bauch heraus hingeben kann. Sie ist glücklich, wenn sie es geschafft hat, dass gelacht wird. Dieses Lachen gibt ihr ein Gefühl der Sicherheit, das Gefühl, etwas geschafft zu haben, ein Gefühl der Unversehrtheit. Lachen ist gut. Lachen tut nicht weh. Dass sie misstrauisch ist, muss niemand wissen. Dass sie weiß, was nicht in Ordnung ist, das verschließt sie in sich, verpackt in gelachte Schichten wie Lack. Eine über der anderen. So viele übereinander, wie es nötig ist, dass sie selber daran glaubt, dass nur das Lachen wahr ist. So ist alles gut.

Sie ist drei Jahre alt.

Wenn Ihr das nächste Mal davon überzeugt seid, dass Kinder nichts merken, dann denkt über die Erinnerungen nach, die Ihr selbst an Eure Kindheit habt.

5 Monate später

Genau heute vor fünf Monaten, am 08.02.2020,  habe ich zum Tode von Li Wenliang das erste Mal hier im Blog etwas zu Corona/COVID-19 geschrieben.

5 Monate, die in der ganzen Welt so viel auf den Kopf gestellt haben.

5 Monate, die mich meine Mitmenschen auf die bestmögliche positive und auf die schlechteste Art und Weise haben kennenlernen lassen, haben unendlich viel in mir ausgelöst. Am schlimmsten haben mich die getroffen, von denen ich das vor all dem niemals für möglich gehalten hätte.

Manchen Situationen gegenüber habe ich beileibe nicht resigniert, trotzdem lassen sie mich mittlerweile einfach verstummen, weil konstruktive Diskussionen nicht mehr möglich waren und sind, da überhaupt nicht gewünscht, erst recht nicht zugelassen wurden und werden. Fassungslos macht mich, zu welchen Konglomeraten faschistoiden Ausmaßes es seither (zum Glück nur) teilweise gekommen ist.

Die medizinischen/gesundheitlichen Folgen von COVID-19-Infektionen nehmen außerordentlich erschreckende Dimensionen an und auch wenn die Fallzahlen in unserem Land sich offiziell glücklicherweise mittlerweile im mittleren vierstelligen Bereich bewegen, heißt das nicht, dass wir uns in Richtung Normalität bewegen, auch wenn wir alle uns das so sehr wünschen. Sich über die fachlichen und sachlichen Fakten zu informieren war noch niemals so einfach wie heute.

Wir haben bereits vor der Einführung der allgemeinen Maskenpflicht einen MNS getragen. Keine Frage, das ist für uns gelebte Übernahme von Verantwortung und Respekt. Ich bin wie viele andere Menschen mittendrin in der Risikogruppe. Ich weiß, dass dieser MNS kein Schutz für mich ist, sondern ein Schutz für mein Gegenüber. Ebenso nutzen wir die Corona-App.

Nun ist es so, dass es zwar diese Maskenpflicht gibt, sich aber immer weniger Menschen daran halten, es sogar als ihr persönliches Recht sehen, die von ihnen so gesehene Bevormundung durch ein Stück Stoff abzulegen und ihr Gesicht zu zeigen. Sie halten die Pandemie im schlimmsten Fall für eine Lüge und/oder für beendet. Nein, ich mag darüber nicht (mehr) diskutieren. Ja, ich weiß, dass Jede/Jeder dazu seine eigene Meinung haben darf. In Frankreich wurde am Wochenende ein Busfahrer von einer Gruppe Fahrgäste attackiert, weil er sie nicht ohne Maske und Fahrausweise in den Bus lassen wollte. Mittlerweile wurde er als hirntot diagnostiziert.

Muss man wirklich erst selbst von COVID-19 persönlich betroffen sein, um zu begreifen?

Dass dieses Virus zur Ausbreitung nicht nur die Fleischmärkte in China gebraucht hat, lehrt der Fall Tönnies und es ist absolute Augenwischerei, von dieses tier- und menschenverachtenden Zuständen vorher nicht gewusst haben zu wollen, denn darüber wurde seit mehr als zehn Jahren in digitalen, Print- und TV-Medien immer wieder berichtet.

Der Umgang mit einer solchen Pandemie liegt mitnichten nur in den Händen der Politik, von Staaten und Unternehmen. Der Umgang mit einer solchen Pandemie fängt mit jeder Einzelnen, jedem Einzelnen von uns an.

Nein, niemand sollte an einem solchen Virus erkranken oder gar sterben, weil man ihn, aus welchen Gründen auch immer, nicht ernst nimmt.

Ja, es gibt wichtigeres als Urlaub. Sehr viel wichtigeres.

Und noch einmal ja, diese Pandemie hat unabsehbare Folgen nicht nur für die Wirtschaft, die Konjunktur, die Börse, sondern für alle Menschen und auch für die Tierwelt.

Es war nie eine Frage, dass es zu einer solchen Pandemie kommen wird. Die einzige Frage war nur die nach dem „Wann?“.

Das Wissen um diese Frage hat es mir ermöglicht, zu Beginn sehr sachlich und ruhig und ohne Angst mit allen Fakten und Auswirkungen umzugehen, vor allem, da in Fachmedien schon vor dem 8. Februar, begonnen im Dezember 2019, immer klarer wurde, dass da wahrscheinlich eine schlimme Entwicklung auf uns alle zukommen wird.

Wirklich fertig macht mich der Umgang der Menschen damit, die all das für Lüge und Erfindung halten.

Ich meine das nicht zynisch, sondern es ist einfach ein wirklich guter Fakt, dass wir in einem Land, in einer Gesellschaft leben, die alle Erkrankten behandelt. Ganz egal, ob man an Viren glaubt oder nicht.

Kleine Filz-Nixe

Die kleine Filz-Nixe mit ihrer Qualle und den Origami-Fischlein entstand bereits im Jahr 2009. Damals landeten sie, weil Teil eines größeren Hochzeitsgeschenks, erst einmal nicht im Blog – riesige Freude bei mir, als der Gatte die Bilder aus dem Jahr zufällig entdeckte, weil ich sie schon seit längerem als komplett entschwunden wähnte. 

Der Nixengrundkörper besteht übrigens aus einer hölzernen Wäscheklammer, sämtliche Perlen entstammen dem alten Heimarbeitsperlenfundus, den ich von meiner Mutter bekommen habe. 

Ich wüsste jetzt ehrlich nichts, was ich daran verändern würde, würde ich den Wunsch nach so etwas heute das erste Mal erhalten. Naja, vielleicht würde ich den Übergang zwischen Filzfischschwanz und Nixenholzkörper etwas anders angehen. Das aber auch nur vielleicht. 

Meine Güte, weil es damals mit den Werken anderer Partizipantinnen über längere Zeit ein Hin und Her gab, weiß ich gar nicht, ob das Geschenk jemals die Empfängerin erreichte, ob es gefiel, geschweige denn, ob diese Ehe überhaupt noch existiert …  

Ganz egal, ich freu mich so sehr, dass die Bilder da sind :)!

Die Mond- und die Nachtviole

Die Natur ist mir schon immer ein Seelenort gewesen und es gibt genau zwei Plätze in meinem Herzen, die so intensiv waren, noch immer sind, dass ich sie auf ewig in mir tragen werde.

Meine große Wertschätzung der Natur hat bereits mit frühesten Kindheitserinnerungen zu tun, denn wenn du von Kindesbeinen an lernst, dass  es nicht nur die Begriffe Blume, Pflanze, Baum, Vogel, Insekt, Pilz, Fisch und so viel mehr gibt, sondern gleich ihre Namen genannt bekommst und dies auch einen Unterricht in Geruch, Geschmack, Haptik, verbunden mit dem Respekt und dem Sinn eines jeden einzelnen, auch zum Beispiel der Gesundheit oder Giftigkeit, ist, dann wirst du immer wieder in diesen unerschöpflichen Schatz abtauchen können, der sich um uns alle herum befindet und den Jede/Jeder von uns als erhaltens- und noch mehr schutzwürdig und wichtig für das Leben begreifen sollte.

So nimmt es nicht Wunder, dass meine Blogroll neben vielem anderen auch Naturblogs enthält, wie zum Beispiel Heidis grüne Ecke, die uns in ihrem Garten mit immer wieder neuen und interessanten Einblicken und Infos, durch den Jahreswechsel führt.

Vor geraumer Zeit gab es ein Blumenbilderrätsel bei ihr zu entdecken und falls Ihr es noch nicht kennt, lohnt es sich bestimmt, wenn Ihr Euch Stift und Papier in die Hand nehmt und es zu lösen versucht. Ich habe es als alles andere als einfach zu knacken empfunden und ausgerechnet die Lösung des Violen-Bildes, für das ich gleich als erstes die Lösung zu wissen wähnte, erwies sich für mich im Nachhinein als das schwierigste und zugleich doch auch interessanteste.

Die Mondviole kenne und schätze ich seit Jahrzehnten, einmal sogar hatte sie sich in unserem Garten selber ausgesät mit ihrem Duft, ihren Farben und ihren zart silbrigen Blättern, in denen sie im Herbst nach ihrem Verblühen ihre Samen trägt und auf die ich zur Weihnachtszeit in einem Jahr kleine Bildchen malte und als Mobile aufhängte.

Nun weiß ich, dass die Mondviole eine Schwester namens Nachtviole hat, deren Duft noch intensiver ist und deren Blüten ebenso magisch violett sind.

Liebe Heidi, ich freue mich, dass ich tatsächlich bei der Lösung Deines Rätsels auf Platz 2 gelandet bin, denn damit habe ich nie und nimmer gerechnet.

Auf virtuelles Wiedersehen in Deinem Garten und vielen Dank für all Deine Anregungen, Informationen und Blickwinkel, die mir jedes Mal eine neue große Freude sind!