Zucker für die Hummel

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Als das bereits schon so herrlich herannahende Frühlingswetter am vergangenen Wochenende einen abrupten Stop einlegte, lag auf dem Balkon in der böigen, kalten Nässe nahezu bewegungslos diese Hummel. Ich kann da nicht weg gucken und/oder gar nix tun. Mit einem Löffel Zuckerlösung habe ich sie an einen geschützten windstillen Platz gesetzt, an dem sie ihre Kräfte wieder auftanken konnte.

Auf der NABU-Homepage findet sich ein toller Artikel zum Thema Starthilfe für Hummelköniginnen. Einfach mal reingucken und handeln, wenn Euch eine solche Königin zu Füßen liegt.

Das große Ganze retten können wir nur dann, wenn wir damit auch im Kleinen beginnen!

Und glaubt mir: Es ist eine tolle Sache, Hummeln auf dem eigenen Balkon, im eigenen Garten beobachten zu können, ohne Angst vor ihnen zu haben und die verliert man nur dann, wenn man sie kennt, sich auf sie zubewegt.

Die unbedingte Liebe zur Natur

war für meine Eltern ein ganz essentieller und unentbehrlicher Erziehungsaspekt, den ich so bereits mit der Muttermilch aufgesogen habe.

Bedingt durch schwere Erkrankungen meiner Mutter lebte ich während meiner Kindheit immer wieder für längere Zeiträume bei meinen Großeltern. Meine Oma mit dem Blumennamen war eine begnadete Küchengöttin, die mir die Liebe zum Selber- und Einmachen vermittelte, zum Kochen und Backen. Denke ich an sie, sehe ich uns beide auf dem steilen, steinigen Weg am Waldrand entlang, hin zu dem kleinen Bauernhof, wo wir immer frische Eier holten. In der Küche beim Bouletten braten oder auf dem Weg über die Rheinbrücke bis zu dem Garten an der Mosel, wo der Kirschbaum mit den saftigen gelben Kirschen stand, von denen ich nicht genug bekommen konnte.

Von den Eltern meiner Mutter, meiner Oma mit dem Prinzessinnennamen, lernte ich die Ehrfurcht und die Wertschätzung für alle Gaben der Natur:

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Meine Großeltern waren in der Lage, mit viel Freude und ohne Bitterkeit, aus dem Einfachen das köstlich Beste zu machen. Die Erinnerungen an meine Oma werden auch vom Duft des Dachbodens begleitet, auf dem sie z. B. Brennnesseln, Linden- und Kamillenblüten für Tee trocknete. Ihre Mutter, meine Uroma, war sehr an der Heilkraft der Natur interessiert. Einer der Brüder meiner Oma war ein in der Umgebung bekannter Kräuterfex, der über die Dörfer zog und auf alternative Art zu heilen wusste oder damit zumindest für sich warb ;). Leider war es mir nicht mehr vergönnt, beide kennenlernen zu können.

Das ideelle Erbe meiner Großeltern aber halte ich weiter in sehr großen Ehren und auch mir war es für meine Kinder ein ganz wichtiges Bedürfnis, ihnen die Liebe zur Natur zu vermitteln.

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Die Freude daran, zusammen mit den Großeltern „ei die Pilze gegangen“ zu sein, sie gemeinsam zubereitet und genossen zu haben, die trage so nicht nur ich als erinnerten Schatz mit mir, sondern auch meine Kinder in Bezug auf meine Eltern.

Ich bin davon überzeugt, dass das Gehen solcher Wege in uns unermessliche Schätze anlegt.

Gartenspatzen

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Was mir für meinen Garten wichtig ist? Ganz einfach:

Es soll Leben in ihm sein!

Ich bin nicht die geborene Gärtnerin, mein Daumen ist leider nicht allzu grün, aber ich habe für all das ganz viel Leidenschaft in mir. Besonders  auch für die gefiederten Freunde.

Seit vielen Jahren brüten Spatzen unter unserem Dach und das dürfen sie auch weiterhin!

Wir leben aus Überzeugung und Liebe auf dem Land, aber es ist erschreckend, wie sehr die Biodiversität in den letzten Jahren sich gewandelt und immer mehr abgenommen hat. Kein Wunder bei Menschen, die versuchen, ihre Grundstücke so keim- und lebensfrei wie möglich zu halten. Da wird gerupft, gegiftet, gesteint, begradigt bis nicht mal mehr ein Vogel hinein scheißt, denn Vogelscheiße, das ist ja wohl die allergrößte Frechheit, dass die sich nicht an Regeln und Grundstücksgrenzen halten will …

In diesem Winter war mir das Fehlen der kleinen Vögel besonders schmerzhaft bewusst. Futterhäuschen und -stellen blieben leer, wurden nicht besucht. Mit den ersten warmen Tagen tauchten sie auf: Rotschwänzchen und Spatzen und vor leuter Freude darüber kamen mir die Tränen.

Ab sofort bleiben ihnen rund ums Jahr die Futterstellen offen und bestückt.

Dieser Film vom MDR über Ein Garten für Spatzen ist mir gelebte Inspiration.

Eine neue Leidenschaft

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Ich bin sehr stolz auf meine Mama, die das beste Beispiel dafür ist, dass sich alte Bäume eben doch verpflanzen lassen können.

Meine Mutter ist nicht nur Zeit meines Lebens immer sehr kreativ gewesen mit Nähen, Stricken, Häkeln, Sticken, Bleiverglasung, Ikebana, um einiges zu nennen. Nur mit dem Zeichnen, da hat sie immer auf Kriegsfuss gestanden und voller Vehemenz behauptet, dass sie das nicht mache, weil sie es nicht könne. Unnötig zu erwähnen, dass mir ihre Versuche, wenn sie es denn doch tat, immer gut gefielen.

Nun nimmt sie seit geraumer Zeit an einer Museumswerkstatt für Ältere teil und es geht, genau: um’s Zeichnen.

Zu ihrem Geburtstag schenkten meine Tochter und ich ihr eine gute Grundausstattung aus Skizzenbuch, Rötel, diversen Farben, Pinseln, etc.

Dass sie sich nun, wo sie deutlich näher an der 80 als an der 70 steht, sich einer völlig neuen Leidenschaft hingibt, natürlich mit der für sie typischen sie selbst betreffenden Skepsis und den sie begleitenden Selbstzweifeln, finde ich total großartig und versuche sie darin zu bestärken, wo es geht.

Ich bin so stolz auf sie!

Rhabarber-Apfel-Crumble

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Das sehr sonnige und warme Wetter ließ meinen Rhabarber förmlich explodieren. Das feine Rot auf den zarten Stangen ließ mir so das Wasser im Munde zusammenlaufen, dass ich mir die vier größten Stangen vorsichtig aus der Staude für den ersten köstlichen Crumble des Jahres herausdrehte:

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Zutaten:

4 Äpfel nach Gusto

Rhabarber nach Gusto

1/2 Bio-Zitrone, entsaftet

200 g Dinkelmehl

50 g brauner Rohrzucker

1 Prise Salz

1 Tl Zimt

100 g Süßrahmbutter

Bio-Naturjoghurt

Zubereitung:

Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Äpfel, Rhabarber waschen, klein schneiden, mit 2 EL Zitronensaft vermischen, in eine Auflaufform füllen.

Aus Mehl, Zucker, Salz, Zimt, Butter mit den Händen einen Streuselteig kneten, diesen über das Fruchtgemisch. Ab in den Ofen für ca. 30 Minuten, bis der Crumble schön goldgelb ist.

Mit einem Klacks Joghurt genießen.

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