Mein wundervoller Farbenpracht-Boxy

Letztes Jahr bei WollLandia in Kieselbronn brachte mir Sandra Farbenpracht eine Testfärbung mit, da mir eine bestimmte Färbung für einen Boxy vorschwebte.

Nun ist er fertig und ich mehr als zufrieden, denn er passt perfekt, trägt sich ob des feinen Garns ganz wunderbar und ich habe vor, ihn auch zu WollLandia 2019 zu tragen, damit sie sich selber davon überzeugen kann ♥!

Die Färbung selber macht mich glücklich: Sie hat nicht ausgeblutet und durch das erste Bad auch gar nichts von ihrer Farbbrillanz eingebüßt, was ja auch nicht immer und überall selbstverständlich ist. Wenn Ihr den Boxy dort also zufällig seht, dann sprecht mich ruhig an, denn ich stecke drin.

Und just an dem Tag, als ich mit der Strickerei begann, entdeckte ich tatsächlich auch noch die mir dazu passenden Boots in einem Sale ;). Wolle und Boots, die gehen halt immer.

Wolle, Anleitung, Zubehör – das alles habe ich zum vollen Preis selbst erworben, ohne einen Werbeauftrag dazu und so möchte ich diesen Beitrag auch verstanden haben. Ich schreibe über das was mir gefällt, ohne dafür irgendwelche monetären oder sachbezogene Bezüge. Ich geb all den schnöden Mammon genau so wie es mir gefällt selber aus.

Technische Daten:

5 Stränge Merino-Seide (80% Wolle, 20 % Seide) von Sandra Farbenpracht gefärbt, LL 400 m/100 g

1 lange Rundstricknadel 3,5 mm

1 Nadelspiel 3,0 mm

1 kurze Rundstricknadel 3,0 mm

1 Maschenmarkierer

Anleitung „Boxy“ von Joji Locatelli

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Wolkenstrich

Jedes Mal, wenn ich den Himmel so sehe, was sehr viel öfter passiert, als mir das lieb ist, als wir uns das allgemein überhaupt auch nur bewusst machen, frage ich mich:

  • Sind diese Flugzeuge eigentlich wirklich alle voll besetzt?
  • Gibt es in ihnen tatsächlich etwas, was wirklich diesen Flug unumgänglich macht?
  • Wieviel Treibstoff wird vor der Landung in der Luft und wo abgesetzt?
  • Wieviele Flüge am Tag sind ab wann zu viele?

Erna Schuchardt, Ebenhausen den 28. November 1910

Wenn ich morgens aufstehe.

Wenn es 1/4 7 ist, weckt mich meine Mutter. Da mache ich die Augen auf und sage mein Gebet. Dann biete ich meinen Eltern „Guten Morgen“. Hierauf hüpfe ich aus dem Bett, ziehe die Unterkleider und die Stümpfe an. Hernach wasche ich mich. Das Kämmen aber besorgt meine Mutter. Dann ziehe ich mich fertig an. Indessen steht der Kaffee auf dem Tisch, daß ich eine Tasse trinken kann. Dann sehe ich noch einmal in meinen Ranzen, ob ich die Bücher alle darin habe. Jeden Morgen fragt mich meine Mutter: „Hast du auch nichts vergessen?“ Dann schnalle ich den Ranzen auf den Rücken und mache mich auf den Weg zur Schule.

Ebenhausen den 28. November 1910

Erna Schuchardt

VHS

Ich bin ein sehr grosser VHS-Fan und habe schon viele tolle Kurse belegt, schaffe es aber seit diesen so 35 Jahren auch immer wieder, mich für solche anzumelden, die niemals zustande kommen. So wie dieses Mal experimentelles Häkeln. Ich tröste mich mit dem für traditionelle indische Küche :).

Ein Loch ist ein Loch ist ein Loch-Cowl

Noch rechtzeitig im alten Jahr, als es dann endlich auch nasser und kühler wurde, war dann auch mein „Ein Loch ist ein Loch ist ein Loch-Cowl“ fertig.

Schön groß und lang ist er geworden und so schön weich und kuschelig, dass sich Kopf und Hals-Schulter-Bereich warm und mummelig darin einwickeln lassen.

 

 

 

Von der Seelenfreundin bekam ich auf dem Wollmarkt Kirchheim den linken Strang geschenkt und schon als ich ihn das erste Mal in den Händen hielt, dachte ich daran, genau diesen Cowl zu stricken und kaufte mit den Strang rechts als für mich perfekte Ergänzung dazu.

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Die Anleitung dazu stammt aus dem Heft Stricken und Häkeln Vol. 1 von der Garn Manufaktur, aus dem ich bereits mein Heimathafen-Tuch nachgearbeitet hatte.

Ich strickte den Loop in geschlossenen Runden mit einem Farbwechsel in jeder neuen Reihe und wiederholte den Rapport insgesamt sechs Mal. Insgesamt erschien er mir so allerdings zu schmal, weshalb ich mir von den Färbungen her passende Stränge aus meinem Stash heraussuchte und weitere sechs Rapporte anstrickte, bis er mir von der Größe her endgültig gefiel.

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Ich habe Garne in unterschiedlichen Zusammensetzungen verwendet und auf diesem Bild sieht man ganz gut, dass sie sich unterschiedlich verhalten, denn die erste Hälfte ist lockerer, wirkt insgesamt leichter und die zweite ist kompakter und sorgt so für einen festeren und wärmeren Stand des Cowls.

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Technische Daten:

1 Rundstricknadel 5,0 mm

1 x 100 g Färbung „Blütenmeer“ (Grundfarbe Türkis mit Sprenkeln) von echt michele, Zusammensetzung: 75 % Schurwolle, 15 % Seide, 10 % Leinen, 400 m LL

1 x 100 g Tweedgarn „Donegal“ (Grundfarbe Cremeweiß mit Sprenkeln) von Silkes Wollfactory (von ihr gibt es eine offene FB-Gruppe, bitte selber danach suchmaschinen, da ich FB nicht verlinken mag), Zusammensetzung: 85 % Merino superwash, 15 % Polyamid, 400 m LL

1 x 100 g Färbung „Freudensprenkel“ (Grundfarbe Türkis und diverse Rot-/Lila-Töne), von Zauberwiese, Zusammensetzung: 75 % Wolle, 25 % Polyamid, LL 420 m

1 x Färbung „Bumby Flight“ Grundfarbe Cremeweiß und diverse Blau-/Braun-Töne) von Schibot Garne, Zusammensetzung: 80 % Merinowolle, 20 % Polyamid, LL 400 m

 

Jegliches Zubehör wurde von mir zum vollen VK selber erworben, ohne jegliche Werbegrundlage und/oder -hintergrund.

Sonne

Wenn die Sonne sich hinter all dem Grau Verstecken spielt, dann lohnt es sich sie zu suchen. Draußen und drinnen.

Die Haustürsonne habe ich heute in der Stadt das erste Mal bewusst gesehen, obwohl ich schon sehr oft dran vorbei gekommen bin.

An meiner Wand daheim hingegen hängt eine aus der Steiermark, die ein historisches Vorbild haben soll:

Neuseeland

Seit einigen Monaten schon sind das Tochterkind und ihr Freund auf der anderen Seite der Erdkugel in Neuseeland.

Von dort bekommen wir von ihnen immer wieder die tollsten Berichte. unglaublich schöne Fotos und auch ein Weihnachtspaket, in dem für mich als Geschenk Wolle in einer wirklich schönen Färbung dabei gewesen ist.

In drei Wolleläden war mein Kind, weil sie mir unbedingt mit einem neuseeländischen Garn Freude machen wollte und wurde letztendlich mit Countrywide Yarns fündig, womit sie mir tatsächlich eine riesengroße Freude gemacht hat ♥!

Pulswärmer werde ich mir daraus stricken, um sie so nicht nur im Herzen, sondern auch an meinen Handgelenken zu tragen.

Sagenhaft ist, womit beide seither in Berührung kamen, was sie alles lernen konnten, durften und auch mussten – unbezahlbar die intensive Berührung mit der  Natur und der Landwirtschaft, von gerade der sie sagt, dass sie sich hier daheim wohl nie darauf eingelassen hätte.

Ich bin so unendlich stolz auf beide und kann es kaum noch erwarten, sie endlich wieder in die Arme schließen zu dürfen.